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Montag, 13. Juli 2015

#12von12 im Juli

Da gestern unser großes Sommerkonzert stattfand und eine Dirigentin mit iPhone komisch ausgesehen hätte auf der Bühne, kam ich leider nicht dazu, alles zu fotografieren, was ich gerne bildlich festgehalten hätte, deswegen ausnahmsweise nur 11 von 12.

[1] aus #12von12
Großkind macht Kaffee. Yes!


[2] aus #12von12
Mein erstes Obstmandala
 

[3] aus #12von12
"Machst du uns eine DVD an?"
- "Ja, aber wer ist denn uns?!"
"Na die Filly-Pferde wollten unbedingt einen Film 
gucken und haben mich überredet." 
 

 [4] aus #12von12
Beim Spielen eingeschlafen...

[5] aus #12von12
Aufbau für's Konzert
 

[6] aus #12von12
Der Saal ist voll, gleich geht's los! 
#vorfreude #orchester #sommerkonzert
 

[7] aus #12von12
Das Orchester kurz vor dem Auftritt hinter der Bühne
 

[8] aus #12von12
Weil wir alle den ganzen Tag auf der Bühne standen,  
"kocht" heute HalloPizza für uns. 


[9] aus #12von12
"Mama! Keine Presse am Wickeltisch!"
#talktothehand 

[10] aus #12von12
Endlich die Füße hochlegen. Was für ein (toller!) Tag!
 

[11] aus #12von12
Da sagt das große Mädchen beim Gute-Nacht-Kuss plötzlich zu mir:
"Weißt du, Mama, leben ist schön."
- "Wie meinst du das?"
"Na zu leben, das ist einfach toll!"
 

Dienstag, 30. September 2014

Best-Of September

Wie immer um den 30. herum, habe ich auch heute wieder ein paar Bilder aus unserem Monat für euch.

Einen verregneten Sonntag haben wir im Kino verbracht, mit der Biene Maja. Eigentlich war der Film ja ganz süß, aber Fiona waren die Hornissen und die (böse) Beraterin der Bienenkönigin so unheimlich, dass sie am liebsten nach der Hälfte gegangen wäre. Wir haben uns dann ganz dicht aneinander gekuschelt und so den Film doch noch bis zu Ende gucken können. Die Biene mit der (inzwischen) Wespentaillie hat mir in Vollschlank und von Karel Gott besungen irgendwie besser gefallen. Ist wahrscheinlich so ein Kindheitsding. Werde mit Helene Fischers "In einem unbekannten Land..." einfach nicht warm. Schweres Erbe hat sie da angetreten.


Neben ein paar Oberteilen für mich und Kleidchen/Hosen für Fiona (im Stoffhaus: "Mama, ich möchte diesen Stoff! Kannst du mir daraus ein Kostüm nähen?" - "Ööhh, ginge auch ein Kleid...?") sind in diesem Monat auch kleine und große Tröstifanten entstanden. Diesen "Elmar" mit einem blauen und einem pinken Kuschelohr fand ich besonders niedlich, hoffentlich freut sich die Beschenkte! (SM: Freebook "Elefantös" von farbenmix).


Die Tollabox war im September auch wieder mit von der Partie, mit einer sehr gelungenen Bastelbox zum Thema "Handschrift". Hier im Bild ist das Stifterennen auf dem selber zusammengeklebten Parcours zu sehen. Fiona ist unser Rekordhalter mit 5,91 Sekunden von Start bis Ziel  .


Auch wenn es schwer fällt, sich vom Sommer zu verabschieden; der Herbst mit seinen Schätzen ist auch eine tolle Jahreszeit! Speziell im Falle von Kastanien und Eicheln mangelt es Pinterest nicht an Ideen. Also wurde auf nachmittäglichen Ausflügen und Tierparktrips gesammelt was das Zeug hielt und dann mit Farbe, Kleber, Filz und Wackelaugen experimentiert. Die Eule ist nun unser neues Haustier. Brille? Fielmann.


Seit 4 Monaten lernt Fiona das Melodica-Spielen in einer kleinen Gruppe mit anderen Vorschulkindern bzw. Schulanfängern, die ich vorher in musikalischer Früherziehung unterrichtet habe. Bei den Allerjüngsten braucht man besonders viel Geduld, aber wenn sich dann erste Erfolge einstellen, bin ich mindestens genauso stolz wie die Eltern der kleinen Schüler! Mein eigenes Kind überrascht mich schon regelmäßig mit ihrem unglaublichen Ehrgeiz und ihrem Spaß am Lernen und Spielen. Einfach toll. Und der schönste Beruf der Welt sowieso ;)
"It takes a big heart to teach little minds"



Heute in einer Woche ist es schon soweit: das große Mädchen wird 5 (FÜNF!)!
Dass der Lieblingsfilm auch das Motto der Party werden soll, stand schon vor einigen Monaten fest. Inzwischen ist die Deko angekommen, das Kostüm wurde anprobiert (auf ein Mal kann man sogar Handschuhe ohne Hilfe und "Fingerstau" alleine anziehen...) und Einladungskarten gebastelt. Ich bin unterdessen fleißig am Ideen-Sammeln für Eiskönigin-Geburtstags-Aktivitäten, Essen, Kuchen usw., bastle in meiner Freizeit große Schneeflocken und bin voll in meinem Element. Natürlich müsste man nicht so einen Aufriss machen, um einen unvergesslichen fünften Geburtstag zu zaubern, im Zweifel würden es auch das Trampolin und Topfschlagen tun. Aber Mama möchte ja auch ein bisschen Spaß haben. Und das Leuchten in den Augen der Kinder ist einfach unbezahlbar. Hach, ich freu mich drauf!


Berliner Herbsthimmel...ohne Worte



Die Zitate diesen Monat waren der Knaller, was haben wir gelacht!
Fiona ist 4 Jahre und 11 Monate alt.

"Guck mal, Mama, Sasa und ich haben im Garten ein Käfer-Motel installiert."
(Insekten-Hotel)

(in der Kirche gab es nach einem sehr zähen Einschulungsgottesdienst 
kleine Süßigkeitenschultüten für alle Kinder)
Fiona laut: "Na endlich gibt's was zu essen!"

(vor dem Geschwisterkurs bei einer Hebamme)
Ich: "Da kann man der Hebamme auch Fragen stellen!"
Fiona: "Gut, dann frage ich, warum Menschen früher Affen waren..."
(o_o)

"Iiiieeeh, ich sehe das Spiegelbild einer Mücke im Bad!!!"

"Wie heißen denn die Tiere, die hinten leuchten?"
Fiona: "Glühbirnchen."

"Zu deinem 5. Geburtstag kannst du 5 Kinder einladen."
Fiona: "Wir müssen damit aufhören! Zu meinem 10. Geburtstag lade ich 
10 ein und zu meinem 100. dann 100 Kinder. Das geht doch nicht."

(Wir sehen im Einkaufszentrum zufällig eine Modenschau)
Fiona: "Mit schicken Kleidern auf der Bühne hin und her laufen,
das ist ja auch kein aufregender Job..."

"Als ich in der ersten Klasse war, hatten wir dort einen echten Igel, der hieß Putzi."
"Hahaha, hat der immer bei euch sauber gemacht?"

"Ich habe meinen Rücken abgekratzt!"

(über mein Bauchnabelpiercing)
"Gut, dass das Loch so klein ist, sonst könnte man ja zum Baby reingucken.
Aber da ist ja auch noch die Schwammwand dazwischen."
- "Die was?!"
"Na den Mutterkuchen meine ich!"

"Machst du mir einen Elsa-Zopf?"
(ich flechte)
Sie: "Der ist so kurz! Früher hast du den immer länger gemacht!"

"Deine Haare sind ganz schön zerkraust, Mama."

"Ich habe eine Kastanie schlüpfen lassen!"

"Wie alt ist denn Opa geworden?"
- "64."
"Boah, das ist ja mehr als man zählen kann!"

"Hey Nono, wie bist du denn an die Chips auf dem Schrank rangekommen?!"
- "Mit der Hilfe des Stuhls."
(Genitiv, Herzaugen!)

"Der Kastanienbaum verbirgt sich hinter dem Zaun."

"Wenn unserem Baby die Sachen zu klein sind, müssen wir sie aber aufheben."
Ich: "Warum? Meinst du, wir kriegen noch ein Baby?"
Fiona: "Na man kann ja nie wissen mit wem man noch verheiratet ist."

Ich: "Weißt du schon, wie man einen Bär malt?"
Fiona: "Ja, einen runden Kopf und dann den großen Hintern."
Ich: "Hahaha..."
Fiona: "Was denn? Hintern ist doch der Rücken oder?!"

"Heute kommt der Sandmann aus Chinesien."

"Ich habe heute kleine Guglhupfs gebacken."
(etwas später)
"Mama, darf ich einen von den springenden Kuchen probieren?"

"Mama, ich möchte mal wieder schwimmen gehen!"
(guckt an mir runter)
"Aber das geht wohl nicht, mit dem dicken Bauch gehst du ja unter..."

"Fiona, du bist noch so aufgekratzt. 
Wollen wir noch kurz auf den Spielplatz gehen, auch wenn es gleich dunkel wird?"
- "Klar, ich bin ja auch nachtaktiv!"

"Mama, weißt du was?
Im Meer gibt es etwas, das heißt Symbiose. 
Zum Beispiel, wenn ein Seeigel auf einem Krebs wohnt."

Wir spielen Murmelmikado. Papa verliert.
Fiona eiskalt: "Tja, Papa, wer nix kann, der kann nix."

"Was wünschst du dir denn zum Geburtstag?"
- "Die Elsa-Barbie mit den leuchtenden Brüsten."

Fiona trickst mich aus und lacht:
"Das war eine Reinlegung, Mama!"







Freitag, 29. August 2014

Schon gesehen?

Meinen ultimativen Kinderlieder-Geheimtipp, den alle Eltern zum Überleben der ersten Jahre kennen sollten, verrate ich euch als Gastbloggerin auf dem wunderbaren Babykeks-Blog von Sabrina: hier entlang...



Montag, 30. Juni 2014

Best-Of Juni

Wenn ich nicht regelmäßig jeden Monat Fotos für das Best-Of sortieren und archivieren würde, wäre ich in der Menge an Bildern wohl schon längst untergegangen und würde überhaupt nicht mehr durchsehen. Bevor Fiona auf der Welt war, gab es einfach handfeste Ordner wie "Urlaub 2006" oder "Abschlussprüfung 2009"auf dem Laptop. Mit der Geburt eines Kindes beginnt fototechnisch eine neue Zeitrechnung, die man am Besten von Anfang an systematisiert. Bei der Fülle an Daten bin ich inzwischen dazu übergegangen, den Ordner "FIONA" in diverse Unterordner aufzuteilen, z.B. "ab 2", "ab 3", "ab 4". Diese sind dann (dank Best-Ofs) jeweils noch mal unterteilt nach Monaten. Wie machen das nur Familien mit vielen Kindern?!? Dennoch: ein Hoch auf die Technik! Wenn wir all die Bilder in analog im Schrank stehen hätten, bräuchten wir definitiv eine größere Wohnung.
Ein paar Bilder aus unserem Juni gibt es hier für euch, viel Spaß!

Wir waren Anfang des Monats mit unseren jüngeren Musikschülern 3 Tage am Werbellinsee im Probenlager, haben Ende des Monats mit den Allerjüngsten (1./2.Klasse) vor einem ausverkauften Theatersaal das Schuljahresabschlusskonzert erfolgreich über die Bühne gebracht und auch sonst viel Musik gemacht :) Der kleine Künstler in unserem Haus entwickelt einen gesunden Ehrgeiz an seiner Melodica und möchte eigentlich nur Eines: auf die Bühne!


Als der Sommer ein paar Tage über Pfingsten seinen Gastauftritt in Berlin hatte, sind wir zum Badesee gefahren und haben ein bisschen Urlaubsfeeling getankt. Einen längeren Fußmarsch und 2 Blasen später hat sich das Thema "Flip-Flops" nun wohl erst mal erledigt...


 Fußball guckt bei uns eigentlich niemand, aber wenn das ganze Land im WM-Fieber ist, lässt man sich eben doch anstecken. Ich wurde von meinem Kind sogar dazu genötigt, Spiegelsocken und eine Fahne für's Auto zu kaufen! Die Deutschland-Torte gab's (nach einer Idee von http://cena-culinaria.blogspot.de) zu unserem Public Viewing, das unglücklicherweise mit einer wichtigen Gesamtprobe "kollidierte". Wir haben uns dann kurzerhand dazu entschlossen, in der Halbzeitpause zu proben und vorher gemeinsam zu gucken.


Fiona und ich waren diesen Monat bei den Tollas zu Gast, durften einen bunten Vormittag im kreativen Chaos des Tollabox-Büros verbringen, beim Mini-Material-Mittwoch helfen und im Tonstudio bei einer Aufnahme für die August-Box mitwirken (noch streng geheim!). Es hat mal wieder unglaublich viel Spaß gemacht! Die Sprüche-Lampe, die mich jedes Mal auf's Neue beeindruckt, hat hier ein eigenes Bild verdient! Fiona dagegen war übrigens viel beeindruckter von der Tatsache, dass im gesamten Büro verteilt Tolla-Augen an Wänden und Türen klebten ^^



Ist man im Urlaub auf einem Städtetrip, ist eine Sight-Seeing-Tour ganz selbstversständlich. Da fährt man im Bus durch die Metropolen dieser Welt, hat aber die schönsten Ecken vor der eigenen Haustür noch nicht gesehen. Um das zu ändern, ging es vorletztes Wochenende im Doppeldeckerbus durch Potsdam. Eine neue große Liebe haben wir auch mitgebracht: das Krümelmonster!


30 Jahre verheiratet - meine Eltern nehmen's mit Humor, haben zum Feiern geladen und sich sichtlich gefreut über die vielen Gäste, das gute Essen, das musikalische Programm und die Hochzeitsjubiläumszeitschrift mit dem Titel "JA! - ICH WOLLTE" :)


Der Zitate-Monat Juni war wieder sehr ergiebig, ich kam mit dem Mitschreiben kaum hinterher. Besonders schön sind ihre Gedanken zum Thema "Nachwuchs", aber lest selbst:
Fiona ist 4 Jahre und 8 Monate alt.

"Eine eigene Kamera? Toll, dann kann ich ja jetzt mein Essen fotografieren!"
(reif für social media, würde ich sagen)

"Da war's so dunkel, dass sogar Blitze aus der Kamera gekommen sind!!"

"Nono, wir bekommen ein Baby!"
- "Echt?! Zeig!"

(Ich zeige ihr ein Ultraschallbild)
"Höhö, sieht ja aus wie ein Elefant!"

"Jetzt noch ein Hörspiel? Schläfst du dabei auch wirklich ein?"
- "Ja, Mama, ich vertraue dir!"

"Gehen wir heute zu Indiana?"
(unsere Friseurin heißt Diana...)

"Nachtisch ist mein Lieblingsessen."

"Was gab es heute Mittag in der Kita?"
- "Puffermus."
(Kartoffelpuffer mit Apfelmus)

(Sie sieht mich mit hohen Schuhen laufen)
"Hey, Mama, du kannst ja damit laufen! 
Warst du etwa beim Hackenschuh-Unterricht?"

"Ich weiß nicht, was das für ein Käfer ist, Noni."
- "Vielleicht kann ich das im großen Naturbuch googeln!"

"Zeig mal deinen Bauch"
(...)
"Oh, der ist ja schon ein bisschen dick. Halb Essen und halb Baby."

"Guck, Mama, hier in der Mitte ist die Fruchtblase und drum herum das Essen."

(Ich wecke Fiona eines Morgens. 
Sie schlägt die Augen auf und fragt völlig unvermittelt)
"Möchtest du, dass ich dir bei Sasa eine Schafgarbe pflücke?"

"Heute fängt die WM an! Frag doch, ob ihr in der Kita auch Fußball spielt."
- "Aber ich bin doch ein Mädchen, Mädchen spielen keinen Fußball."
"Doch, klar! Es gibt sogar richtige Frauenmannschaften!"
- "Hm, aber ich hab noch nie einen Ball getroffen...."

"Ein Baby entsteht, wenn Mama und Papa sich ganz doll lieb haben, stimmt's?"
- "Äh...ja."
"Ok, und wann habt ihr euch eigentlich lieb gehabt?"

"Wow, du kannst das Lied aber schnell spielen!"
- "Ja, meine Finger sind schneller als ein Schmetterling fliegt!"

"Im Radio haben sie Hitzewelle gesagt. 
Oh nein. Wenn es Hitze gibt, wird dein Lenkrad bestimmt wieder sehr heiß, Mama."

"Bist du böse auf mich?"
- "Nein."
"Gut, wir sind ja auch gefreundet. Und außerdem bist du ja meine Mama."

(Sonntag Morgen, vor meinem Bett)
"Mama, können wir heute ausschlafen?"
- "......ja....."
"Ich möchte aber nicht ausschlafen."

"Mit meiner Katzi kann man immer ganz schnell einschlafen."
- "Sowas möchte ich auch!"
"Aber Mama! Ihr Erwachsenen braucht sowas nicht. Ihr schlaft doch immer sofort von selber ein, wenn ihr die Augen zu macht!"

"He, du hast mein Fahrgestell demoliert!"

"Diese Tapete haben wir lange nicht mehr betrachtet."
- "Betrachtet?! Woher kennst du denn solche schweren Wörter?"
"Ich weiß das einfach!"

"Mama, Dingsbums sagt man nicht! 
Das ist ein Name für welche, die nicht so attraktiv sind und nicht so klug."
(wtf?!)

(in der musikalischen Früherziehung)
"Wisst ihr noch, wie ihr euch das Wort "Spinne" auf Englisch gemerkt habt? Da gibt es so einen Film..."
Kind: "Ich weiß! STAR WARS!"


Wir wünschen euch einen tollen Start in den Juli!

Freitag, 24. Januar 2014

2014+: Viereinhalb Fragen an Hexhex


Vor Kurzem fragte mich die liebe Béa von der Tollabox, ob ich nicht Lust hätte, an einem kleinen Interview teilzunehmen. Da ich eine der ersten Bloggerinnen war, die ihre Box und ihr Konzept getestet und vorgestellt haben, mich nach wie vor jeden Monat wie ein kleines Kind freue, wenn der Postbote 2x klingelt (weil er sie nicht durch den Briefkastenschlitz kriegt) und sowohl als Mama als auch als Pädagogin zu 100% hinter dem wunderbaren PLAYDUCATION-Konzept stehe, hatte ich natürlich Lust dazu und bekam umgehend die viereinhalb Fragen ins Mailpostfach.
Das Interview steht unter dem Motto "2014+", hier ist es:
2 ... deiner hervorstechendsten Eigenschaften?
2 meiner hervorstechendsten Eigenschaften sind wohl der trockene Berliner Humor und mein Ehrgeiz, ein typischer Steinbock eben. Man sagt mir nach, ich sei ein "Vorzeigeexemplar" des gehörnten Sternzeichens, ziemlich stur und immer mit dem Kopf durch die Wand. Ich selber sehe das als Kopf voller Ideen, der manchmal beim Verfolgen seiner Ziele die Wände im Weg übersieht das passiert besonders häufig, wenn man das Leben fotopoetisch durch den Sucher seiner Kamera betrachtet. 

0.... Verständnis hast du für?
0 Verständnis habe ich für die, die aufgehört haben, Kind zu sein und nicht wissen, 
dass Lernen ein lebenslanger Prozess ist. 




(hier rechts im Bild: die kleine Vivi im Jahre 1987)





1... dein Ein & Alles?
Mein Ein und Alles ist natürlich die Familie, aber auch ohne Musik könnte ich nicht leben. Ich habe schon in jungen Jahren die Liebe zum Akkordeon entdeckt, vielleicht ungewöhnlich für manchen, der das Instrument ausschließlich mit dem Seniorenstadl der Volksmusik und einem gewissen Florian S. verbindet. Das ist übrigens genau so falsch wie die ausländische Annahme, alle Deutschen trügen Lederhosen und äßen den ganzen Tag Eisbein... Ich mache genau das Gegenteil, alles außer Volksmusik: Jazz, Musette, Tango, Pop, Rock, Weltmusik und zeige dem Publikum regelmäßig, dass eines der facettenreichsten Instrumente in fast jeder Musikrichtung zu Hause ist. Weil ich das Glück habe, mein Hobby zum Beruf gemacht zu haben, gibt es auf meinem Blog auch ab und zu kleine Episoden aus meinem Alltag als Musikpädagogin zu lesen. 



4.... Dinge, mit denen du am liebsten (mit deinen Kindern) spielst?
mit Musikinstrumenten, mit unserer Fantasie, mit Seifenblasen und mit Meerwasser + Sand. 


+ Welche Fragen hättest du am liebsten beantwortet, die wir nicht gestellt haben?
Die Frage nach einem Lebensmotto vielleicht. Es wäre die große Weisheit aus dem kleinen Prinzen: "Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar." 
Antoine de Saint-Exupéry)
Außerdem finde ich, wir sollten viel öfter auf unser Herz hören, uns die Zeit nehmen, unseren Kindern einen Regenbogen zu zeigen, gemeinsam durch Pfützen springen, den Spielplatz erobern und manchmal auch einfach ohne Netz und doppelten Boden tun, was uns glücklich macht. Man lebt nur ein Mal, aber wenn man das richtig anstellt, ist ein Mal auch genug (Joe E. Lewis).

Montag, 30. Dezember 2013

Best-Of Dezember

In großen Schritten kam das Jahr, in genauso großen geht es jetzt wieder... Und pünktlich zum Jahreswechsel hat mein Blog tatsächlich die 100.000-Besucher-Marke geknackt. Toll, vielen Dank!
Zeit für den Monatsrückblick in Bildern.


Ich hatte im Sommer von Musik & Englisch erzählt, der musikalisch-sprachlichen Früherziehung für die Kinder zwischen 3 und 6. Puppe Lucy hat im Urlaub auf dem Flughafen ihren Teddy verloren und ist anschließend um die ganze Welt gereist, um ihn wiederzufinden. Die Kinder haben sie dabei begleitet und so jede Stunde ganz nebenbei die große Weltkarte und viele Länder, Farben und Zahlen auf Englisch, Lieder, Tänze und Instrumente kennengelernt. Rudolph, den wir am Nordpol bei den Eisbären zufällig getroffen haben, hat uns mitgenommen zu seinem Chef, dem Weihnachtsmann. Und wer saß da über dem Kamin mit einer nagelneuen roten Schleife bereit für die Heimreise? Lucys Teddy! Die Freude bei den Kindern war riesig, sie konnten es kaum glauben und jeder wollte Teddy ganz fest an sich drücken. Dieser Moment zählt eindeutig zu meinen Highlights in diesem Monat, diese unbändige Freude und die strahlenden Kinderaugen, hoffentlich bewahren sie sich diese Begeisterungsfähigkeit noch sehr, sehr lange!


Am zweiten Advent sind wir losgezogen um einen Baum zu adoptieren. Das Aussuchen, Eintüten und Transportieren war schon ein großer Spaß, aber das Schmücken zu Hause ist wohl in jeder Familie mit Kindern ein Dezember-Höhepunkt. Hätte ich sie nicht ein bisschen gebremst, wäre wohl nicht zu erkennen gewesen, dass sich da tatsächlich ein Tannenbaum unter dem Glitzerbehang versteckt ;) Kugeln, Schleifen und Sterne konnten es gar nicht genug sein, vor allem auffällig viele rund um den Baum herum auf einer Höhe von etwa einem Meter ^^


Ende November haben wir einen Brief ins brandenburgische Himmelpfort geschickt, in die Weihnachtspostfiliale. Pünktlich zum Nikolaus lag die Antwort in unserem Briefkasten. Fiona sprang aufgeregt durch die Wohnung und konnte nicht mal Jacke und Schuhe ausziehen, bevor sie den Brief neugierig aufreißen musste. Obwohl es natürlich ein personalisierter Serienbrief ist, ist er ganz niedlich geschrieben und kommt auf jeden Fall in die Erinnerungskiste!


In so einer großen Stadt wie Berlin wimmelt es im Advent natürlich von Weihnachtsmärkten. Im Prinzip ist für jeden Geschmack etwas dabei: von klein und nostalgisch mit Kunsthandwerk bis hin zu groß und überlaufen mit Fahrgeschäften. Wir haben uns in diesem Jahr für den Gendarmenmarkt entschieden, ohne Karussells, in der Hoffnung, ein bisschen entspannter drüber schlendern zu können als auf dem weihnachtlichen Erlebnispark am Alexanderplatz. "Entspanntes Bummeln" und "ein Samstag in der Weihnachtszeit" sind vermutlich die gegensätzlichsten Begriffe, die es gibt. Es war zwar sehr voll, aber trotzdem ein lustiger Abend. Einen Großteil von Fionas Zuckerwatte fand ich hinterher in meiner Mütze, weil sie die meiste Zeit auf meinen Schultern verbracht hat. Glühwein muss man übrigens so lange bestellen, bis man mal einen heißen erwischt hat. War bei uns schon bei Nummer 2 der Fall ;)

VIVAccordia im Lindencenter, Berlin
Weihnachtszeit ist Auftrittshochsaison, wie zu keiner anderen Zeit im Jahr. Unsere Konzerte waren auch in diesem Jahr wieder gut besucht, wir können auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2013 zurückblicken und freuen uns auf alles, was kommt, ganz besonders auf die Konzertreise nach Griechenland im Sommer 2014!

 DAS Highlight schlechthin war der Heiligabend, kurz nach
18 Uhr. Da hielt ein Auto vor unserem Haus und als die Innenbeleuchtung anging, sind Fiona fast die Augen rausgefallen. Der Weihnachtsmann!!! (Natürlich kam er nicht mit dem Rentierschlitten, es lag ja kein Schnee!) Als es kurz darauf laut an unserer Tür klopfte, stürmte sie aufgeregt hin um kurze Zeit später den Weihnachtsmann in Grund und Boden zu quatschen. Ich hatte vermutet, sie würde nur schüchtern staunen und kein Wort sagen. Genau das Gegenteil war der Fall! Sie erzählte munter drauf los, sagte ihr Gedicht auf, sang ein Lied, und erwiderte auf des Weihnachtsmannes "Ich muss nun leider wieder gehen" nur trocken: "Ja, ja. Das ist ok für mich.". Als er aus seinem goldenen Buch vorlas und erwähnte, dass sie mehr Gemüse essen solle, antwortete sie: "Aber ich esse Gurken. Das reicht. Nur Paprika mag ich nicht." Wir hatten großen Spaß mit einem absolut authentischen Weihnachtsmann und konnten den Zauber spüren, der an diesem besonderen Tag in der Luft lag. Nach dem Essen guckten wir noch eine kleine Präsentation auf dem Fernseher, die ich ein paar Tage vorher vorbereitet hatte: Bilder von Fionas erstem Weihnachtsfest mit knapp 3 Monaten bis hin zur Weihnachtszeit 2013. Kann jährlich erweitert und immer wieder angeguckt werden. So schön!

In diesem Jahr gönnten wir uns den ersten Weihnachtsfeiertag auf Schloss und Gut Liebenberg in Brandenburg und ließen uns rundum verwöhnen. Weihnachtsmenüs, Fackelwanderung, Glühwein und Kakao am Lagerfeuer, Stockbrot, Fitnessscheune mit Sauna. Ein richtig toller Tag zum Abschalten und Genießen. Große Freude machte mir außerdem die exklusive Weinkarte, die eine unvergleichliche Steilvorlage zum Parodieren bietet. Ein Auszug: "kraftvolle und intensive Aromen von Schokolade und Leder", "schmackhaft und seidig am Gaumen", "im Duft nach Lakritz, Veilchen und Gewürzen", "Leichte Holznoten", "zart fruchtig, am Gaumen etwas nach Sommerwiese" und mein Favorit: "nussig mit leicht hefigem Duft nach mehligen Äpfeln". Bäh! Mal ganz im Ernst - wer denkt sich denn sowas aus?!

Zitate gibt es an dieser Stelle natürlich auch wie jeden Monat.
Fiona ist 4 Jahre und 2 Monate alt.


"Ich hab einen Meerjungschaufranz."

"Komm, wir suchen orange Mülleimer. Dafür muss man kluge Augen haben!"

"Nono, wer sich zuerst angezogen hat, hat gewonnen!"
- "Ok. (...) Ich geh in Führung!"

Wir sehen mehrere Feuerwehrautos vorbeifahren.
Fiona: "Strömen die gerade zu einem Einsatz, Mama?"

Beim Spielen mit der Playmobil-Krippe:
"Heute gibt es gebratene Taube bei Jesus. Die passt genau in den Topf."

"Dromedar, du kannst dich jetzt nicht hinlegen! 
Wir müssen dem geborten Baby doch noch ein Geschenk bringen!"

Eine Adventskerze ist abgebrannt und das Wachs tropft auf den Tisch.
Fiona: "Oh, die Kerze ist schon ausgeschmalzt."
"Mama, wann ist endlich Silvesper?"
"Nono, in ein paar Tagen ist Silvester!"
- "Darf ich da lange wach bleiben?"
"Ja, klar!"
- "Ach was."



Gestern haben wir bei der Sendung mit der Maus gelernt, warum man eigentlich einen "guten Rutsch" wünscht. Das Wort rutschen bedeutete früher auch reisen und man wünschte sich eine gute Reise in das Neue Jahr. In diesem Sinne wünschen wir euch einen guten Rutsch und einen tollen Start in 2014!

Freitag, 29. November 2013

Best-Of November

Jubiläum! Im November 2012 gab es hier das erste Monats-Best-Of zu lesen. Immer wieder erstaunlich, wie schnell so ein Jahr vergeht!
November ist ja eigentlich so ein grauer Dazwischenmonat: nicht mehr Herbst aber auch noch nicht Weihnachten. Schöne Momente gab es trotzdem viele! Ein Highlight ist natürlich der Laternenumzug im Kindergarten am 11.11., bei dem das Pferd den Zug anführt, der Martin seinen Umhang mit dem Bettler teilt und niemand etwas von dem Schauspiel sieht, weil viel zu viele Menschen auf einem Haufen stehen. Nach den ersten 15min Laufen spielen die Kinder Fangen, während die Eltern die Laternen tragen und anschließend nur ein daumennagelgroßes Stück vom Martinshörnchen abbekommen. Wir hatten in diesem Jahr gleich zwei Laternen: die bemalte, die Fiona in der Kita gebastelt hat und die Angry-Birds-Laterne, die wir zu Hause gemacht haben. Ich trug am Ende beide. Natürlich.


Außerdem findet immer Ende November unser großes Jahreskonzert statt. In diesem Jahr kam das Publikum in den Genuss einer Musikgeschichte namens "Am Ende des Regenbogens" mit Musik, Tanz und Schauspiel, zu der meine Mama und ich uns viele Monate im Voraus die Geschichte ausgedacht und die Musik dazu komponiert haben. Dieses Programm haben wir nicht nur mit unseren Schülern und Orchestern einstudiert und aufgeführt, sondern wir bekamen auch Besuch von 30 Kindern unserer polnischen Partnerschule aus der Nähe von Warschau, die bei unserem Konzert mitgewirkt haben. Mit Worten ist so ein Erlebnis eigentlich nicht zu beschreiben! Und wenn ich dann als Dirigentin auf der Bühne stehe und dem begeisterten Publikum die Arbeit der vergangenen Monate präsentieren kann - diese Momente und Gefühle zählen eindeutig zu den schönsten Seiten meines Berufes! Ich lasse mal das Bild unseres großen Finales mit allen Mitwirkenden sprechen:

 by pixelmillionaire-photography
Als ich Fiona vor ein paar Wochen von unserem Konzert und der Geschichte erzählte, sagte die: "Ich möchte aber auch ein Sssaussspieler sein!!!" Also wurden kurzerhand ein kleines Eisbär- und ein Pinguinkostüm bestellt, in denen sie in ein paar Szenen über die Bühne tanzen durfte. Als der große Moment endlich gekommen war, saß mein kleiner Eisbär hinter der Bühne, wollte plötzlich nicht mehr und hatte "Bauchschmerzen", das erste richtige Lampenfieber! Im letzten Programmteil hat sie sich dann aber doch noch überwunden und tanzte gemeinsam mit den großen Eisbären wild und ausgelassen über die Bühne. Ich war soooo stolz auf meinen kleinen "Sssaussspieler"!!!

by Joanna Pilecka Photography

An den Nachmittagen und Wochenenden gibt es so gut wie nur noch eine Beschäftigung: PUZZLES. Das kam ganz plötzlich, nachdem sie sich ewig nicht für ihre Puzzles interessiert hat. Am Liebsten mag sie ihre Helden, die Oktonauten, Findet Nemo und Sendung mit der Maus. Ganz alleine legt sie geduldig eins nach dem anderen und präsentiert dann stolz, dass auf der Schachtel 5+ steht und sie ja noch gar nicht 5 ist. Ich habe dem Nikolaus schon geflüstert, was er am besten in den Stiefel füllt...


Wenn sie gerade nicht puzzelt, verarztet sie ihre Kuscheltiere. Das Wartezimmer ist immer voll! Die haben die schärfsten Krankheiten! Das Einhorn zB. hat "Viren und Bakterien im Horn", Hasi hat sich einen Arm und ein Bein gebrochen, der große pinke Vogel hat "Sticktokocken" und behandelt wird grundsätzlich nach der Methode "mit Kanonen auf Spatzen". Eine gute Spritze hat noch niemandem geschadet ^^


Bevor es draußen so kalt geworden ist, dass wir morgens kratzen müssen, waren wir an den Wochenenden auf dem Spielplatz in der Nähe, haben um die Wette geschaukelt, ungerecht gewippt ("Warum darfst du immer unten sein, Mama?") viel gelacht und sind um die Wette geklettert.

Außerdem habe ich mich an ein Bild erinnert, das ich genau dort kurz vor Fionas 1. Geburtstag aufgenommen habe und wir haben ein Vergleichsbild gemacht, 3 Jahre später. Wann genau ist das Kind so groß geworden?!
Eine gute Tat haben wir auch noch vollbracht, und zwar hat Mari von Baby, Kind & Meer dazu aufgerufen, Spenden für einen guten Zweck zu sammeln, um das SOS-Kinderdorf in Lütjenburg und das Ronald-Mc-Donald-Haus in Kiel zu unterstützen. Unglaublich viel Zuspruch hat sie dafür erhalten und es haben sich bereits unzählige Familien an der großen Spendenaktion beteiligt. Ich habe u.a. ein paar kleine Beanie-Mützchen genäht und mit Fiona sehr gut erhaltene Bücher aussortiert, denn viele Tropfen bilden einen Ozean. Bis 10. Dezember könnt ihr euch noch beteiligen. Weitere Infos dazu findet ihr hier: Baby, Kind & Meer Spendenaktion

Hier kommt das Zitate-Best-Of, es war mal wieder eine Freude, ihr zuzuhören!
Fiona ist 4 Jahre und 1 Monat alt.

"Wie haben die denn die Laterne gemacht?"
- "Aus Pappmache."
"Aus PAPASCHNEE?!"

"Diese Tiere sind nackt-aktiv."

"Ich bring dir etwas, damit es dir wieder gesund geht."

"Mama, können wir Eierlauf spielen?"
- "Ja, aber mit den Rassel-Eiern, nicht mit echten."
"Ok. Du hast recht. Echte Eier sind immer sehr knackbar."

"Fiona, kommst du essen? Es gibt Fischstäbchen."
- "Mmmhh, so ein Essen kann ich gut ertragen."

"Komm nicht so dicht an mich ran, Mama, sonst ersteckst du dich."

(Sie sieht die Katze meiner Eltern über die Straße laufen)
"Halt! Miezi darf doch nicht alleine raus! 
Die muss doch mit ihren Eltern zusammen gehen!"

"Der Apfel schmeckt sehr vitaminlich."

(Fiona malt ihren Kindergarten)
"Hm, naja, sieht ein bisschen anders aus, als ich es erwartet habe."

"Fiona, sagst du Opa bitte auch hallo? Er hat dir etwas mitgebracht, 
aber wenn du ihn nicht begrüßt, wird er es dir bestimmt nicht zeigen."
"Hallo, Opa."
Und zu sich selbst: "Ist ja gerade nochmal gut gegangen."

(Mama zu Papa)
"Wo wollen wir sitzen? Parkett oder Loge?"
Fiona: "Was ist denn Spaghett?"

"Boah, heute nebelt es aber ganz schön."

"So, Mama, du hast den Preis für das beste Outfit gewonnen.
Du bekommst dafür von mir ein Spielzeug oder ein Bild geschenkt."
Mama: "Oooohhh, ein Bild!"
Fiona: "Nein. Man muss es nehmen, wie es kommt! Du kriegst ein Spielzeug."

(Papa zieht an ihrer Mütze)
"Hey, ich will nicht gebommelt werden!"

"Mama, kannst du die Murmel einpacken?
Die ist so rollig..."



Das Suchanfragen-Best-Of der letzten 2 Monate kann sich auch sehen lassen. 
Kurios und manches mir völlig unverständlich, aber lest selbst:


Fällt beim Nicken das Auge raus?
 Ich hoffe nicht. Aber zumindest hätten Lehrer heutzutage 
dann nichts zu befürchten, so oft wie die den Kopf schütteln...

Selber genähte BHs
 Ich schreibe mir die Suchworte immer auf kleine Post-It-Zettel, die auf meinem Schreibtisch liegen. Letztens fragte mich mein Mann, ob das meine To-Do-Liste sei mit den selber genähten BHs. Haha, NEIN.

C&A Schlüsselloch
 Wenn man eines dort nicht sehen würde, dann vermutlich selber genähte BHs. 
Ansonsten tut's ein simples Bücken auch, die haben nur Vorhänge.

Kleiner Dino der im Sandkasten spielt
So einen habe ich zu Hause. Manchmal. 

Kinderspielzeug 90er
Diese regenbogenbunten Spiralen, die man die Treppe runterlaufen lassen kann. 
Hatte die noch wer außer mir?

eklige Pizza mit Spinnen
Würde ich reklamieren! 
Oder war es die Halloween-Rache für das letzte Mal, 
wo du "versehentlich" das Trinkgeld "vergessen" hast..?

Fetzenfisch Kuscheltier
Klingt ein bisschen gruselig, aber so statt Schnuffeltuch vielleicht gar keine schlechte Idee!

Hund mit riesigem Kopf
 ...heißt vermutlich Dobermann und hat einen proportional passenden Körperbau dazu.

Maxi Biewer Oberweite
 Ob die sich ihre BHs selber näht?

Mit Erbsen und Zahnstochern zur Mathematik
Sinnvoller wären vermutlich Bleistift und Taschenrechner, 
aber bekanntlich führen ja viele Wege nach Rom ^^


Ich wünsche euch einen guten Start in den letzten Monat des Jahres und eine besinnliche Adventszeit!

Dienstag, 20. August 2013

Musik für die Kleinsten

Dass ich Musiklehrerin bin, wissen die meisten von euch wohl mittlerweile. Allerdings arbeite ich nicht in einer staatlichen Schule und unterrichte demzufolge auch keine Klassen, sondern ich arbeite freiberuflich als Instrumentalpädagogin. Meine jüngsten Schüler sind etwa 1 Jahr alt, die ältesten sind schon sehr lange sehr erwachsen ;) Dazwischen gibt es noch musikbegeisterte Grundschulkinder und zwei Schülerorchester, in denen meine jugendlichen Musiker mit Spaß und Ausdauer dabei sind.
Heute soll es hier um die Kleinsten gehen.

erste Töne mit 17 Monaten
Natürlich schnallt man sich im Normalfall mit anderthalb Jahren noch nicht die Gitarre um oder setzt sich ans Klavier und spielt die erste Sonate. Wenn man nicht gerade Mozart heißt, kommt das aktive Musikmachen am Instrument etwas später, aber auch in so jungen Jahren können Eltern ihren Kindern mit Musik schon viel Gutes tun. [Ich verzichte an dieser Stelle bewusst auf das hochgepushte Wort "Frühförderung", denn dieser Kurswahnsinn mit Babyschwimmen, Babytanzen, Babyturnen und Babychinesisch nimmt ungesunde Ausmaße an, die meiner Meinung nach hauptsächlich mit der Selbstverwirklichung der Eltern zu tun haben. Liebe Mamas und Papas, bitte entscheidet euch für ein oder maximal zwei Angebote, solange eure Kinder noch nicht zur Schule gehen, sonst fördert ihr nicht, sondern ihr überfordert. Stichwort "Freizeitstress"]

Fiona mit 2 Jahren am Klavier
Babys haben eine angeborene Freude an Musik. Schon während der Monate in Mamas Bauch sind sie ständig umgeben von Klängen und Geräuschen: das Blubbern in Mamas Bauch, ihre Stimme und das gleichmäßige Schlagen ihres Herzens. Wen wundert es, dass sogar erwachsene Menschen ein bestimmtes Tempo als besonders angenehm empfinden: das des eigenen Herzschlages. Auch Musik von außen, wie die Spieluhr auf dem Bauch oder Mamas Lieblingsmusik, kann das Baby später wiedererkennen und sich dadurch beruhigen lassen (wenn Mama nicht gerade AC/DC hört...).
Wer ein Kleinkind zu Hause hat, wird das sicher bestätigen können: sobald der Nachwuchs sich einigermaßen auf zwei Beinen halten kann und irgendwo Musik läuft, wird lachend rhythmisch auf und ab gewippt, eine erste Form des Tanzens. Anschließend wird zum ersten Mal selber "Musik" gemacht: wie klingt das, wenn man Bauklötze aneinander haut oder wenn man die große Legokiste geplant umstürzen lässt? Kinder sind Entdecker, kleine Forscher, die das Leben und die Zusammenhänge mit den eigenen 5 Sinnen "begreifen" möchten. Denkt daran, wenn ihr euch das nächste Mal mit einem grinsenden Kind im Chaos des Kinderzimmers wiederfindet :) Mit einem umgedrehten Topf und einem Holzlöffel ist übrigens stundenlanger Spaß garantiert und der erste Kindergeburtstag gerettet!

Es knistert und rasselt so schön! PS. Habt ihr Liemhasi gefunden?
Wenn Eltern mit ihren Kindern in dem Alter meine Kurse besuchen, sage ich gleich vorweg, dass die eine wöchentliche Stunde nicht in erster Linie für die Kinder, sondern für die Eltern ist. Große, staunende Augenpaare gucken mich dann meistens an. Kinder lernen nicht durch einmaliges Vormachen in der Stunde mit mir, sondern durch die ständige Wiederholung zu Hause mit den Eltern. Das ist das Zauberwort für fast alles. Außerdem lernen Kinder durch Imitation, Prinzip Vormachen, nachmachen. Was sie also von den Eltern sehen, möchten sie irgendwann ebenfalls können. Früher haben die Omas mit den Enkeln auf dem Schoß begleitet von fröhlichem Jauchzen Hoppe Reiter gespielt, heute kennen die wenigsten Eltern solche Kinderverse oder mehr als eine Strophe bekannter Kinderlieder, und genau das sollen und wollen sie wieder lernen. Kinder sind unendlich glücklich
über die emotionale Zuwendung, wenn Mamas Hand als Stachelschwein über den Körper krabbelt, ihr Schoß zum wilden Pferd wird und man gemeinsam mit ihr und den kleinen Handwerkern "Stein auf Stein" legt, um das Häuschen fertig zu bauen. Diese Momente der liebevollen, innigen Verbindung durch Musik zwischen Eltern und ihren Kindern erleben zu dürfen, das macht diese Arbeit so wertvoll. Und wenn aus den kleinen Handwerkern große werden, die mit etwa 4 Jahren zum ersten Mal nicht mehr mit Mama, dafür aber wie ein Schulkind mit ihrem Hefter und dem Glockenspielkoffer zum Kurs kommen, dann platzen nicht nur die wartenden Eltern nach der Stunde vor Stolz über so viel Selbstständigkeit.
Genau an diesem Punkt haben wir vor 3 Wochen begonnen, als die Sommerferien zu Ende waren.

Die Puppe "Lucy" kennen die Kinder schon von Anfang an. Sie ist im Unterricht immer dabei und mit ihr zusammen wird getanzt, gesungen und gespielt. Der Kurs, der sich an Baby- und Kleinkindmusik anschließt, heißt "Musik & Englisch" und begleitet die Kinder ab dem Alter von ca. 3,5 Jahren bis hin zur Einschulung. Nach dem Begrüßungslied gibt es jede Woche eine kleine Geschichte von Lucy (Zuhör-Ecke), in deren Zusammenhang Singen, Tanzen und Instrumente spielen (Mitmach-Ecke) und erste englische Vokabeln (Lern-Ecke) spielerisch eingebettet sind. In der Kreativ-Ecke wird auch regelmäßig zu Musik gemalt und der kindlichen Fantasie freien Lauf gelassen.
Durch die Verbindung von Liedern und Reimen mit englischen Vokabeln bleiben die wie von selbst hängen und schon nach kurzer Zeit können die kleinen Musiker in der Fremdsprache ihren Namen sagen, sich begrüßen, verabschieden und erste Farben und Zahlen benennen, sehr zum Erstaunen der Eltern. Dennoch ist das Englisch "nur" ein Nebeneffekt, denn in erster Linie geht es nach wie vor um das Erleben und das Machen von Musik.
Jede Woche wird ein kleiner Teil unserer über ein Semester fortlaufenden Geschichte weitererzählt und es ist wirklich erstaunlich, wie viel die Kinder davon mitnehmen und wie sie mit Lucy mitfiebern. Stellt euch vor, Lucy war im Urlaub und hat auf dem Flughafen ihr Lieblingskuscheltier, den Teddybär, verloren! Und weil man das ja nicht einfach so hinnehmen kann, fliegen wir in diesem Semester ein Mal um die halbe Welt und suchen Teddy in den verschiedensten Ländern der Erde. Natürlich lernen wir auf der spannenden Suche auch ganz nebenbei, wo auf der Karte welche Länder sind, wie die Musik in Griechenland klingt, ob die Eisbären am Nord- oder am Südpol leben und wo der Koala-Bär zu Hause ist. Fiona ist auch bei einem dieser Kurse dabei. Als der Teddy verschwunden ist, sagte sie erst entrüstet und später noch mal fast weinerlich: "Lucy muss nicht traurig sein! Ich gebe ihr einfach eins von meinen Kuscheltieren!". Lucy hat übrigens dankend abgelehnt und sich letzte Woche mit den Kindern im Flugzeug auf die Reise begeben. Wir sind gespannt wo es hingehen wird und ob wir Teddy tatsächlich irgendwo finden werden... Nach dem Abschiedslied dürfen sich die kleinen Künstler übrigens sogar verbeugen und bekommen Applaus und einen Stempel für ihre tolle Leistung, bevor sie aufgeregt die Treppen runterspringen und ihren Eltern erzählen, was diese Woche Spannendes passiert ist. Bye-bye, Lucy! Bis zum nächsten Mal!