Mittwoch, 13. Mai 2015

Baby-Knigge

Im Alltag mit dem Baby ist mir aufgefallen, dass es ein paar ungeschriebene Gesetze zu geben scheint, die für vermutlich alle Babys gleichermaßen gelten. Dieses unschuldige und engelsgleiche Lächeln am Morgen nach einer durchwachten Nacht oder der "Unfall" genau in dem Moment, wenn die Windel ab ist, kommen sicher nicht nur mir bekannt vor. Deswegen habe ich sie für euch mal aufgeschrieben, die goldenen Verhaltensregeln oder auch Knigge für Babys.


Grobmotorik
Wenn du zwischen 3-6 Monate alt bist, wollen deine Menschen, dass du das Drehen lernst. Sie knistern dabei mit bunten Spielzeugen vor deiner Nase und schubsen dich leicht an. Wichtig: bleibe unbedingt stur und unbeweglich auf dem Bauch liegen und lege zur Verdeutlichung der Anstrengung den schweren Kopf erschöpft ab. Drehen, Rollen und Purzelbaum übt man ausschließlich auf dem Wickeltisch. Ablegemöglichkeiten unter 1m möglicher Falltiefe sollten als Übungsplattform konsequent ignoriert werden.
Wenn sie beobachten, wie du dich an Stühlen und Tischen hochziehst, wollen sie, dass du alleine läufst. Lasse dich in regelmäßigen Abständen auf den Po fallen und lache, denn wer später läuft, wird länger geschoben.

Schlafen
Um die Mittagszeit werden sie versuchen, dich abzulegen, damit du schläfst und sie die Hände frei haben für Kochen, Wäsche, Arbeiten und andere langweilige Dinge. Im Grunde wollen sie das gar nicht. Sie möchten viel lieber mit dir "Kuckuck" spielen und dir Fingerreime vorsingen. Bekräftige sie in ihrem geheimen Wunsch und lasse dich nicht ablegen, sie werden das zu schätzen wissen.
Nachts darfst du unter keinen Umständen im ersten halben Jahr mehr als 4 Stunden am Stück schlafen, am besten noch weniger. Das ist zwar hart für dich, sollte aber unbedingt durchgehalten werden, da du deinen Menschen sonst falsche Tatsachen vermittelst und sie womöglich zu früh wieder ausgeschlafen sind und ernsthaft über ein weiteres Kind nachdenken. Das muss um jeden Preis hinausgezögert werden. Bist du morgens vor allen anderen wach, drehe dich um 90° und strample wild mit den Füßen. Alternativ eignen sich auch Finger im Gesicht. Nasenlöcher, Ohrmuscheln, Augen und Mund deines Lieblingsmenschen bieten gute Angriffsflächen. So werden sie am liebsten geweckt. Wenn das alles nichts hilft, probiere kacken --> Wickeln

Wickeln
Solange du ein Baby bist, freuen sich deine Menschen über alle Geräusche deines Körpers (außer Kotzen). Sie loben dich überschwänglich für's Rülpsen nach dem Essen (Bäuerchen - haha, eine ganze LPG!) und sie lachen, wenn du die Windel mit Material füllst. Noch mehr würden sie sich aber freuen, wenn du ihnen deine Erfolge nicht in der Windel, sondern unmittelbar vor ihrer Nase auf dem Wickeltisch präsentierst. Warte also ab, bis die Windel entfernt wurde - direkt nach dem Baden ist ebenfalls ein geeigneter Zeitpunkt -, konzentriere dich und lege dann los. Für Klamottentreffer gibt es Extrapunkte!
Töpfchen sind übrigens eine ganz grausame Erfindung, denn alles, was du dort hinein machst, ist im nächsten Moment weg. Sie kippen deinen Erfolg einfach aus, lasse das nicht zu! Sie werden alles versuchen, um dich zur Topfnutzung zu bewegen, angefangen von Jubeln und Klatschen bis hin zu bunten Gut-gemacht-Aufklebern und kleinen Geschenken. Warte ab, bis sie eine dir angemessen erscheinende Entlohnung anbieten.

Kommunikation
Deine Menschen, besonders die mit den Brüsten, sind hormonell darauf gepolt, dich stets gut versorgt zu wissen. Deine Möglichkeiten, dich ihnen mitzuteilen, sind vielfältig.
A) Das Entertain-Me-Schreien: keinen Bock mehr auf das bunte Mobile und den Rassel-Quietsch-Papagei? Vom Arm aus kann man viel besser gucken? Dann erst leise ein wenig stimmhaft hüsteln und ggf. progressiv bis zum ausgewachsenen Schreien ansteigen lassen. Schnell aufhören, wenn die Bitte erhört wurde. Auch Eltern sind lernfähig.
B) das Mir-ist-sterbenslangweilig-Schreien: dazu in einem gesunden Mezzoforte weinen und große Augen machen, wenn möglich mit Tränen. Sie werden dich unverzüglich auf den Arm nehmen und sich freuen, wie schnell du zu beruhigen gewesen bist.
C) Das Mach-mich-sauber-Schreien: einfach durchgehend leise nörgeln und mit der Gesamtsituation unzufrieden sein. Nachdem sie dir Essen angeboten haben, werden sie als zweite Option deine Windel öffnen. Für größeren Spaß, nicht vergessen --> Wickeln
D) Das Ich-sterbe-vor-Hunger-Schreien: den Mund weit aufreißen, die Augen zusammenkneifen und aus vollster Kehle brüllen, dazwischen nur Bruchteile von Sekunden Luft holen. Lass dich nicht von Nuckeln, Fingern oder anderen Saugplacebos hinhalten. Nur Bares ist Wahres. Pack die Brust aus, Mama! Um die Wirkung zu dramatisieren, während des Trinkens noch ab und zu stoßweise seufzartig einatmen. Kommunikationsform D) darf auch ohne Hunger angewandt werden, zum Beispiel beim Kinderarzt.
E) Das Eigentlich-bin-ich-müde-aber-ich-weiß-nicht-wie-man-einschläft-Schreien: die größte Herausforderung unter den Kommunikationsformen, wenn du deine Herde einfach ein bisschen auf Trab halten willst. Dazu eine Kombination aus den genannten Mitteilungsarten entwickeln und am Wichtigsten: durchhalten! Damit es glaubhaft bleibt, darfst du in der ersten halben Stunde unter keinen Umständen die Augen schließen. Angebote wie Flaschen, Spielzeug oder Kinderwagenrundfahrten quittierst du mit noch lauterem Schreien. Besonders gut funktioniert E), wenn du nicht zu Hause und ohne die Frau mit den Brüsten unterwegs bist. Keine Sorge, Großeltern sind i.d.R. nicht nachtragend.
Bei wichtigen Terminen, wie z.B. Reisepassbeantragung oder Einschulungsuntersuchung des Geschwisterkindes ist es nur höflich, wenn du dich auch entsprechend vorstellst. Lass dich dabei von "Schhhhh"-Lauten deiner Menschen nicht irritieren. Die Behörden möchten schließlich wissen, mit wem sie es zu tun haben!

Essen
Bist du Stillkind, verlange mittels A) oder D) nach der Brust, sauge gerade so viel an, dass die Milch fließt, lass dann los, grinse und drehe deinen Kopf weg. Dein Milchmädchen wird lustige akrobatische Übungen vollführen und versuchen, die Brust aus jedem erdenklichen Winkel in deinem Mund zu platzieren. Warte so lange ab, bis das Brustwarzen-Gaumen-Verhältnis dir angenehm erscheint. Dann schlafe ein.
Bist du Flaschenkind, verlange mittels A) oder D) nach der Flasche, nimm einen winzigen Schluck, schiebe mit der Zunge angeekelt den Flaschennuckel aus dem linken oder rechten Mundwinkel und tue so, als handele es sich um Flüssigbeton.
Bekommst du Brei, solltest du dir unbedingt die Hamster-Technik aneignen. Öffne deinen Mund mehrfach hintereinander und bewahre jede Löffelfuhre unauffällig in deinen Backen auf. Warte ab, bis sich deine Menschen in Sicherheit wiegen. Das ist der geeignete Zeitpunkt, um das mit Spucke verdünnte Gemisch ohne zu Schlucken wieder hinaus zu befördern. Läuft etwas zwischen Kinn und Lätzchen, hast du dir Halsfalten-Extrapunkte verdient.
Königsdisziplin: niesen. Ha...Ha...Hatschi! Deine Menschen wollten sowieso waschen.

Feinmotorik
Benutze deine Hände ausschließlich, um Dinge, die dir zum Festhalten gegeben worden sind, fallen zu lassen. Deine Menschen lieben dieses Spiel. Finger eignen sich wunderbar dazu, um in Körperöffnungen zu pieken (--> Schlafen), an Haaren zu ziehen und in unbeobachteten Momenten Teller vom Tisch zu schieben. Plastik ist nur Material zweiter Wahl. Scherben bringen Glück, lautet die Devise! Beschäftigen sich deine Menschen mit ihren Handys, wenn du auf dem Schoß bist, nutze den Moment, um Oma anzurufen! Das grüne Telefonhörersymbol ist ein guter Anfang.
Benutze deine Hände nicht, um Gegenstände zu untersuchen. Dafür hast du einen Mund. Mit keinem anderen Körperteil kann man Form, Farbe, Oberflächenstruktur und Nährwert besser bestimmen.
Bei Pappkartons empfiehlt es sich, selbige nicht nur von außen, sondern auch von innen zu kontrollieren. Deine Menschen verwenden sie, um darin Pizza vor dir zu verstecken. Wenn du etwas mit Spucke markiert hast, gehört es dir. Auch sehr hilfreich beim Thema --> Spielzeug.

Spielzeug
Spielzeug gibt deinen Menschen das Gefühl, dich sinnvoll zu beschäftigen. Merke: Klapper-Rassel-Klingel-Quietsch-Dinge sind nur so lange interessant, wie du sie noch nicht besitzt. Sind sie erst gekauft, lasse sie links liegen und ziehe sie nur in unbeobachteten Momenten zum Spielen heran. Diese Taktik wird dir nach einer gewissen Zeit eine größere Auswahl verschaffen. Wenn du dir deine Freizeit erhalten willst, stecke keinesfalls zu früh Formbausteine in die passenden Löcher! Das Runde muss in's Eckige, heißt es nicht umsonst. Es könnte sonst passieren, dass dich deine Menschen für hochbegabt halten und dich unmittelbar nach dem ersten Geburtstag zum Mini-Chinesisch, Klavierunterricht, Baby-Ballett und Kinder-QiGong anmelden.

Fotos
Lächle, rede, singe, lache, quietsche und winke - aber nur, solange keine Kamera in der Nähe ist. Sobald du ein Objektiv siehst (Achtung, manche verstecken sich in Handys!), beginnt das Spiel: gucke so ernst und unbeteiligt, als ob dir gerade jemand einen Vortrag über Atomphysik halten würde. Das ist eine wichtige Regel, schließlich möchtest du nicht an deinem 18.Geburtstag mit peinlichen Videos überrascht werden, auf denen du vor Freude quietschend Spuckeblasen produzierst.
Ein Extrafall sind Passfotos beim Fotografen für deinen ersten Ausweis. Das biometrische Baby-Foto verlangt 1. einen geraden Kopf, 2. offene Augen und 3. einen geschlossenen Mund. Bemühe dich, immer nur maximal 2 von 3 Anforderungen zu erfüllen, sonst hat der Fotograf keinen Spaß!

Sport
Gesund und fit zu sein ist wichtig für deine Menschen. Unterstütze sie in ihrem Vorhaben, in dem du dich als Personal Trainer anbietest. Die Regeln sind denkbar einfach: lasse sie nicht oder nur kurz sitzen und behalte ihre Essenszeiten im Blick. Spare dir die Kommunikationsformen A) bis E) nach Möglichkeit für diese Momente auf. Sie werden es dir irgendwann danken. Für den Muskelaufbau ist es unerlässlich, dich regelmäßig tragen zu lassen. Merkst du, dass deine Menschen es eilig haben beim Verlassen des Hauses, lasse dich erst anziehen und anschnallen und fülle dann nochmal lautstark und nicht tolerierbar deine Windel. Sie werden daraufhin ihre Geschwindigkeit in Bücken, Strecken, Hochheben, Windelnwechseln und An- und Ausziehen verdoppeln, was zu einer höheren Kalorienverbrennung führt.


Kennt ihr noch andere "Babyregeln" von euren Kindern?
Schreibt mir eure Erfahrungen gern in die Kommentare!

Mittwoch, 6. Mai 2015

Lieblingstweets April

Ich weiß, wir haben schon Mai. Ich will sie euch trotzdem nicht vorenthalten, die Twitter-Lieblinge aus dem April. Heute u.a. mit Verhaltensregeln für Radfahrer, Selfie-Sticks für Dinosaurier, einer Steaksoße als neues Familienmitglied und der gemeinen Salatgurke als Indikator für anstehenden Nachwuchs. Viel Spaß!







































Sonntag, 3. Mai 2015

Zitate Best.Of April

Hier sind unsere Kindermund-Zitate aus dem April.
Fiona ist 5 Jahre und 6 Monate alt.


"Ich behaupte, dass es drei Weihnachtsmänner gibt.
Sonst hat einer ja viel zu viel zu tun."

"Was gab's denn heute im Kindergarten zum Mittag?"
- "Ach, so ne Spinatfüllung mit Nudeln umrandet."

Ich ziehe morgens den Rollladen hoch.
"Hey!! Wenn du die Sonne anmachst, kann ich nichts sehen!!"

"Nono, es ist Frühling!
Du kannst dir heute endlich ein T-Shirt anziehen."
Fiona: "Träum ich?!"

"Ich bin so gespannt, ob deine kleine Schwester Locken 
kriegt wie ich oder glatte Haare hat wie du."
Fiona: "Oh! Wenn sie Locken kriegt, können wir sie aber nicht mehr Felicia nennen." 

"Iiieeeh, sie hat mich angesabbert! ...
Ach, naja, eigentlich egal. Ist ja Familienspucke."

Meine Mama kocht für uns.
Fiona kommt in die Küche und fragt:
"Und, wie sieht's aus mit den Stampfkartoffeln?"

Das kleine F hat schon eine sehr ausdrucksstarke Mimik
und bekommt, wenn sie brüllt, "Wut-Höcker" auf der Stirn, wie wir sagen.
Fiona: "Da, guck mal! Sie hat schon wieder Ziegenbock-Augen!!!"

Fiona kommt zum Wickeltisch, zeigt auf eine Babyspeckfalte am Oberschenkel und sagt:
"Was ist denn das für ein Körperteil?!"

"Da wurde jemand gegen Röteln geimpft."
Fiona: "Hm. Mein Hals war auch schon mal ein bisschen geRÖTELT."

Sie guckt bei Youtube völlig fasziniert Videos über Quallen 
und erklärt mir anschließend mit wichtigem Blick:
"Die Portugiesische Galeere kann Herzfasan auslösen! 
Und die Seewespe lebt in Australien und kann bis zu Zwanzighundert Menschen töten. 
Gut, dass bei uns in der Ostsee und Südsee nur Ohrenquallen leben."

"Wir haben heute in der Kita ein Buch gelesen, das hieß "Der Strudelpeter"."

"Wir müssen heute zu Gleichmann, Schuhe kaufen."

"Boah, stinkt das! Das war ja eine richtige Kacke-Expedition."
(meinte Explosion)

"Klar, Felice, erst alles vollkacken und dann auch noch lachen."

"Mama, was ist Hagel?"
- "Na gefrorener Regen, der als kleine Körner vom Himmel fällt."
"Und warum schmiert sich der Mann das in die Haare?!"
(Haargel...)

"Jetzt hab ich die ganze Seite ausgemalt. 
Aber ich habe tonnenweise Grün verbraucht!!"

"Aber warum ist denn der Dino genau so grün wie die Pflanzen drum rum? 
Den sieht man gar nicht, ist das ein Tarn-Dino?"
Fiona: "Tja. Genau das ist Fantasie, Mama."

Sie muss vom Auto bis zur Haustür ganz schön viel tragen und ruft:
"Boah, bin ich voll."

"Ich weiß jetzt, wie man Po-Backen noch nennt: KRONJUWELEN!"

Sie nimmt sich ein Lexikon aus dem Bücherregal und sagt:
"Ich googel mal Käferarten."

Das ABCfee2015 [Best-Of April]

Ein etwas anderes Monats-Best-Of:
Fee vom Blog "Fee ist mein Name" hat im April zum ABCfee2015 aufgerufen, einer Aktion, bei der täglich ein Motiv fotografiert wird, das mit dem dazugehörigen Buchstaben des Alphabets beginnt. Angefangen hat alles am 1. April mit dem A und ging bis 24. (X, Y, Z zusammengefasst). Hier kommt also unser Alphabets-April von Instagram. Zitate gibt's dieses Mal in einem gesonderten Post!



A wie "Aller Anfang ist schwer"
Heute das neue "Schulfahrrad" gekauft und beim Ausprobieren im Stand 
das Gleichgewicht verloren und eine Schramme in Opas Auto gemacht, auweia!


B wie "Besondere Osterüberraschung" für die Lieben:
das erste Familienfotoshooting zu viert!


C wie "cooles Outfit"
passend zum Kinobesuch von "Shaun das Schaf"


D wie "Deko für Ostern"
im Einkaufscenter


E wie "Ein Hase im Garten"
Frohe Ostern!
#neuelieblingstasse


F wie "kleines f" und "großes F"


G wie "Gymnastik"
in der Hebammenpraxis zum Rückbildungskurs


H wie "Hoppediz"
eine neue Tragehilfe


I wie "In Erinnerungen schwelgen"
Heute vor 1 Jahr hast du dich angekündigt, mein Schatz!



J wie ""Jannys"
Eis essen in der Frühlingssonne


K wie "Kuscheltier"


L wie "Luftballons"


M wie "Magazin"
beste Zeitschrift ever



N wie "Nicht Lustig":
viel zu lange Elternabende auf viel zu kleinen Stühlen


O wie "Orchesterprobe"



P wie "Passt!
#nähenisttoll #madebymummy



Q wie "Quartett"
neues Lieblingskartenspiel. Die Eiskönigin ist überall!


R wie "Riesenrad"



S wie "Schlafen"
...DURCHschlafen. Leider immer nur ein Mal und dann nicht mehr.



T wie "Tiere"
Den Handschuh liebt sie und fängt wie wild 
an zu strampeln, wenn sie ihn sieht.
"Alle meine Fingerlein wollen heut' mal Tiere sein..."


U wie "U9"
Fionas letzte U beim Kinderarzt



V wie "Vier Monate alt"
#allesmussindenMund



W wie "Warten"
auf dem Bürgeramt 
#dasbabybrauchteinenreisepass



X, Y, Z wie "zahnlos"



Mittwoch, 29. April 2015

Schönheitsideal im Spielzeugregal

Kennzeichnungspflicht: dieser Beitrag enthält Werbung, spiegelt aber zu 100% meine eigene Meinung wider.

Wenn ich als Noch-Nicht-Mama mal durch eine Spielzeugabteilung geschlendert bin, habe ich zwar das enorme Angebot wahrgenommen, mir aber keine Gedanken zu den Dingen gemacht, die ich da im Regal gesehen habe. Das ändert sich grundlegend, wenn man Kinder hat.
Es gibt so viele schöne und pädagogisch wertvolle Spielzeuge, leider auch genügend nervtötende Staubfänger, denen irgendwann ganz "plötzlich" der Saft ausgeht und deren Batterien man auch nicht nachkaufen kann, wie schade... Versuch macht auch in diesem Fall klug und jetzt weiß ich zumindest beim zweiten Kind, was es dieses Mal nicht gibt (ganz davon abgesehen, dass von Nummer 1 ein ausreichender Bestand vorhanden ist *hüstel*). Ich erinnere mich da mit Grauen an ein singendes Hündchen mit gewöhnungsbedürftigen Reimen ("Der rote Apfel schmeckt ganz formidabel" - äh?)... Neben den klassischen Lernspielzeugen und einer Horde Kuscheltiere ziehen in einem Mädchenhaushalt auch irgendwann unvermeidlich Puppen und Barbies ein.

Ungeschminkt ist nur Babybauch-Steffi Love ganz hinten, aber kein Wunder, die ist ja auch Mutter, haha

Aber habt ihr euch so eine richtige Barbie schon mal genauer angeguckt?
Stark geschminkte Augen und Lippen, große Brüste, Wespentaillie, Maße 99 - 46 - 84 (BMI 16 = Magersucht!) und Spitzfüße, die nur gut in Hackenschuhe passen.

In einem Artikel auf t-online.de war mal zu lesen, dass Barbie ein unnatürliches und unerreichbares Körperbild vermittle und dass Frauenrechtlerinnen und Pädagogen befürchten, die Puppe könne negativen Einfluss auf Mädchen und ihr Verhältnis zum eigenen Körper haben.

Wäre Barbie eine echte Frau, würde sie u.a. schlecht Luft kriegen, sie wäre unfruchtbar, hätte Osteoporose, Bandscheibenprobleme, müsste auf allen Vieren kriechen und könnte aufgrund des schmalen Halses nicht mal ihren Kopf heben.
Vielleicht ist der negative Einfluss auf kleine Mädchen ja ein bisschen weit hergeholt, immerhin hatten wir alle Barbies, aber unabhängig davon und rein objektiv betrachtet ist das schon ein seltsames Wesen, was wir unseren kleinen Mädchen da zum Spielen in die Hand drücken oder?

Vor einiger Zeit kursierte auf Facebook ein Video von einer jungen Frau, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die stark und fast bis zur Hässlichkeit geschminkten Bratz-Puppen "abzuschminken" und sie kindgerecht umzugestalten. Wirklich beeindruckend und unglaublich, wie viele Clicks und positive Kommentare dieses Video bekommen hat. Hier könnt ihr die Verwandlung bestaunen:



Als mich kurz darauf über Griffiths Consulting die Anfrage erreichte, ob wir "Lottie" aus dem Hause Arklu ausprobieren möchten, zögerte ich nicht lange.

Wer ist Lottie?
Die Puppe Lottie wird in Deutschland, Österreich und der Schweiz über HCM Kinzel vertrieben, ist 18cm groß und sieht aus wie ein ganz normales, etwa 9-jähriges Mädchen: sie ist nicht geschminkt, hat keine Brüste, trägt nicht Glitzerkleidchen und High Heels, sondern ein süßes Shirt mit Motivflicken, Jacke mit Knöpfchen, Cordrock, Ringelstrumpfhose, Öhrchen-Mütze, Schal und Stiefelchen, auf denen sie sogar alleine stehen kann (Nimm das, Barbie!). Die Puppe wurde in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern und Ernährungsexperten entwickelt und soll Kinder ermutigen, sie selbst zu sein, anstatt ein unrealistisches und sexualisiertes Frauenbild zu vermitteln.
Die mutige Abenteurerin Lottie kommt z.B. als Piratendame, Schmetterlingsmädchen oder Balletttänzerin daher und ist dank ihrer kindlichen Proportionen und der handlichen Größe eine wahre Bereicherung im Spielzeugregal. Fiona hat sich Blätter-im-Herbst-Lottie ausgesucht, die man am Liebsten sofort mit raus in den Garten nehmen möchte. Ihr Gesicht sieht aus, als würde sie sagen: "Komm, lass uns spielen!"

Ich kann verstehen, dass sie bereits 19 internationale Auszeichnungen gewonnen hat, denn Lottie macht einfach Spaß! Sie kann im Gegensatz zur Barbie die Knie einknicken und sogar die Beine spreizen, ohne dass man gleich einen Totalschaden mit Hüftdysplasie in der Hand hält. Ich finde, Lottie ist eine tolle Alternative und speziell für kleine Kinderhände auch wesentlich besser geeignet. Hätte ich früher von ihr erfahren, gäbe es bei uns wohl mehr Lotties und weniger Barbies im Schrank!
Wenn das "kleine F" alt genug ist, wird sie auf jeden Fall eine eigene Lottie bekommen und vielleicht können die Barbies aus dem Bestand ja mal längere Zeit in den Urlaub fahren. Ins Kellerland oder so ;)

Auch wenn ich finde, dass in die "sexualisierte Puppe", die zu Hauf in deutschen Kinderzimmern vertreten ist, ein bisschen zu viel hineininterpretiert wird, glaube ich dennoch, dass die Idee hinter Lottie Zukunft hat und ein kleiner Schritt in die Richtung ist, dass Kinder einfach wieder länger und selbstverständlicher Kinder bleiben können. Schaden kann es jedenfalls nicht.
Lottie bekommt ihr übrigens für etwa 20€, z.B. über amazon oder direkt im Shop von HCM Kinzel.


Kanntet ihr Lottie bereits? Falls nicht, wie gefällt sie euch?

Montag, 20. April 2015

Du bist ich - oder nicht?

Vor ein paar Tagen in der Kita, Elternabend auf winzigen Stühlen:

ich kannte bisher nur die Kinder, weil wir noch nicht so lange in dieser Kita sind. Als die Eltern nach und nach den Raum betraten, musste ich grinsen. 
...das ist bestimmt die Mama von Moritz, und dahinten sitzen die Eltern von Emma, die ist ihnen ja wie aus dem Gesicht geschnitten. Und Oscar kann seine Eltern auch nicht leugnen... Gesichtermemory! Es war so witzig - ich konnte jedem der 14 Kinder (die an diesem Abend natürlich nicht dabei waren) die passenden Eltern zuordnen, wie sich später im Gespräch herausgestellt hat. Aber können auch andere mir mein Kind eindeutig ansehen??

Seien wir mal ehrlich: jeder ist doch stolz, wenn er sich selbst in seinen Kindern wiedererkennt, oder?
Vermutlich ist das von Seiten der Natur so eingerichtet, schließlich ist ja das Erhalten der eigenen Art irgendwo tief und unwiderruflich ins Stammhirn programmiert. Nicht umsonst hält sich hartnäckig das Ammenmärchen, Babys sähen in den ersten Tagen oft dem Vater ähnlich, damit bei genau dem der Beschützerinstinkt angeht und er direkt sehen kann: Ich habe Feuer gemacht.

Beim kleinen F lässt sich noch nicht so viel sagen, außer, dass sie ihrer Schwester unglaublich ähnlich sieht und sogar ich bei Babybildern zwei Mal hingucken muss, welches meiner Kinder da zahnlos grinst. Auch die Erzieherinnen in der Kita staunen jedes Mal beim Blick in den Wagen über die eindeutige Familienzugehörigkeit.

Als es im Bio-Unterricht um Genetik ging und die Mendelschen Erbsenversuche durchgenommen wurden, war ich schon völlig fasziniert von der Thematik Vererbung. Es hieß, braune Augen setzen sich dominant durch, genau wie Locken. Ich erwartete 2009 also mein erstes Kind, ein braunaugiges Löckchen. Nun ja. Blonde glatte Haare und strahlend blaue Augen sind es geworden. Felicias Augen sind noch blau (kann sich noch ändern) und Haare sind noch zu wenig, um etwas dazu sagen zu können. Eigentlich müsste man viele viele Kinder bekommen, weil allein die Genetik so spannend ist!

Beim Stöbern in alten Fotos für diesen Blogpost bin ich fast erschrocken über die ernorme Ähnlichkeit im Gesicht zwischen meiner Tochter und mir als Kind. Augenpartie, Gesichtsform und Mund sind eindeutig, das ist Mama noch mal, oder?


Natürlich möchte man keine identische Kopie von sich selber, das wäre ja langweilig: ich freue mich, wenn ich beobachte, was sie gut kann und vor allem, was sie jetzt schon besser beherrscht, als ich jemals! Fiona ist z.B. sehr sportlich, was ich nie war, und kann tauchen, ohne sich die Nase zuzuhalten :)
Dennoch entdecke ich mich nicht nur in ihrem Gesicht, sondern auch in ihren Eigenschaften wieder. Sie ist sehr sehr ehrgeizig und wahnsinnig begeisterungsfähig, dass es eine wahre Freude ist, ihr etwas beizubringen! Andererseits kriegt sie auch leicht "einen Bock" und kann schlecht damit umgehen, wenn etwas nicht so läuft, wie sie es sich vorgestellt hat oder wenn sie etwas (noch) nicht kann. Drama, Baby! (Mein erstes Fahrrad sei in die Ecke geflogen, als es nicht sofort klappte. Genauso das erste Akkordeon, heißt es! Oh oh...Ich glaube ja, das sind alles nur Gerüchte :p)

Genau wie ich als Kind möchte Fiona später gerne Ärztin werden. Obwohl sie sehr gesellig und wahrlich nicht kontaktscheu ist, beschäftigt sie sich auch viel (und gerne) für sich allein und ist dann völlig versunken in ihr Spiel. Same here, bis heute bei mir!
Ich bin früher nicht so gerne in den Schulhort gegangen, sondern war am Liebsten nachmittags zu Hause im Garten. Fiona dagegen freut sich, wenn sie "unter Menschen" ist und vor allem: sie b-a-s-t-e-l-t gerne! Wenn ich in meiner Grundschulzeit dann doch mal im Hort war und es hieß, alle kommen rein, jetzt wird gebastelt (früher war noch nicht: möchtest du lieber A machen? oder B? oder C, D, E? Oder nichts?) , stand mir schon der Angstschweiß auf der Stirn. Eine Schere - uaaaaahhhh! Heute habe ich meine Bastelphobie überwunden und sie ins Gegenteil verkehrt, nicht zuletzt dank Hilfe der Tollabox :)

Richtig gespannt war ich, wie sich das ständige Umgebensein von Musik auswirken würde. Immerhin habe ich während des letzten Semesters meines Studiums täglich mehrere Stunden für meine Akkordeon-Abschlussprüfung geübt, mit Fiona im Bauch. Auch nach der Geburt ging es fast nahtlos weiter: musikalische Früherziehung, zu der ich sie als mein "Anschauungsobjekt" mitgenommen habe und regelmäßige Konzerte und Konzertreisen, bei denen sie dabei war, weil die ganze Familie involviert ist. Bei einem Wettbewerb in Irland, sie war zweieinhalb, hat sie sich einfach auf die Stühle im Publikum gelegt und geschlafen, während ein großes Orchester mit Pauken und Trompeten seinen Beitrag dargeboten hat. Eine tolle Fähigkeit!
Schon früh hat Fiona mit allem Musik gemacht, was sie finden konnte (und in dieser Hinsicht ist mein Arbeitszimmer sehr ergiebig, wie ihr euch vorstellen könnt) und lernt inzwischen seit 1 Jahr Melodica in einer meiner Gruppen, ein Tasteninstrument für den Anfängerunterricht. Sie gehört zu den Besten und es macht mich unglaublich stolz, zu sehen, dass sie unsere Begeisterung für die Musik teilt. Hoffentlich erhält sie sich den Spaß und die Freude am Musikmachen noch ganz, ganz lange!

Und wie ist das bei euch? Kann man euch eure Kinder im Gesichtermemory eindeutig zuordnen? Erkennt ihr euch in euren Kindern oder eigenen Eltern wieder?
Ich bin gespannt auf eure Kommentare!


Das ist mein Beitrag zur Blogparade von Mama on the rocks, #DubistIch.

Samstag, 18. April 2015

Zähneputzen 2.0?

Die Blogparade zum Thema Zähneputzen #DailyRoutine, zu der Frau Mutter in Kooperation mit Elmex aufgerufen hat, könnte ich auch unter den von vielen Bloggern kürzlich geschriebenen Beiträgen zum Thema "Geschichten vom Scheitern" einsortieren. Zähne putzen ist ein heikles Thema, und das, obwohl mein Onkel Zahnarzt ist! Da ich keinen ultimativen Tipp fürs Gelingen des morgendlichen und abendlichen Rituals beisteuern kann, verrate ich euch an dieser Stelle stattdessen, wie es bei uns jedenfalls schon mal nicht oder nur bedingt geklappt hat. Here we go.


Zahnputzsanduhr
Nach 2 Probedurchläufen hatte sich das mit der niedlichen Sanduhr erledigt. "Mit Sanduhr putzen mag ich nicht" als Synonym für "2 min dauern mir viel zu lange".


Zahnbürste selber aussuchen
Wir hatten sie alle: pinke Pferde mit Borstenkopf, Froschbürsten mit Saugnäpfen, reisetaugliche Haie mit Fischkappen, Löwen mit bunten Borsten, Affen, Biene Majas, Arielles, Piraten und Wikinger. Der Reiz besteht jedes Mal nur solange, wie die Zahnbürste noch nicht bezahlt ist. Anschließend ist Putzen mit Maja genauso doof wie sonst auch.
"Muss ich heute Abend Zähne putzen?" - "Ja, du musst."


Elektrische Kinder-Zahnbürste
Nach dieser Anschaffung dachte ich tatsächlich, wir seien zahnputztechnisch über den Berg. Die Vorfreude auf das Putzen hielt aber nur genau 3 Tage. Manko: ob das Kind tatsächlich putzt oder nicht ist schlechter nachzuvollziehen, wenn man nicht direkt daneben steht. Eine elektrische Bürste kann man auch etwa 1 min lang an einen einzigen Zahn halten und währenddessen statt zu putzen lieber mit Playmobilfiguren im Waschbecken spielen. Bei einer "Analogbürste" fällt es auf, wenn das Putzgeräusch fehlt...


Lieder singen
Als Musikpädagogin bin ich ja geradezu prädestiniert für das Erfinden von albernen Zahnputzliedern. Sowohl in der musikalischen Früherziehung als auch im heimischen Badezimmer habe ich genau das getan, mit zumindest im privaten Bereich eher mäßigem Erfolg. Gut, die Musikkids liebten es, im Unterricht mit ihren Fingern so zu tun als ob sie putzten, aber bis abends war auch das bei den meisten wohl wieder vergessen. Als ich ein Mal zu Hause erklärte, das Kind müsse solange putzen wie ich singe, erhielt ich von meiner schlagfertigen Tochter die schaumige Antwort: "Gu fingft viel fu langfam, Mama!" Tja nun. (Solange die dicke Frau singt, ist die Oper noch nicht zu Ende...)
Wer es trotzdem probieren möchte, hier mein Text auf die Melodie von "Bruder Jacob":

Zähne putzen, Zähne putzen, 
das muss sein, das muss sein!
Mach ein Mal den Mund auf, mach ein Mal den Mund auf:
so ist's fein, so ist's fein!

Zähne putzen, Zähne putzen, 
das muss sein, das muss sein!
Denn sie wollen weiße, denn sie wollen weiße
Zähne sein, Zähne sein!

Zähne putzen, Zähne putzen, 
das muss sein, das muss sein!
Karius und Baktus, Karius und Baktus:
ich sag "nein!", ich sag "nein!".


Mit Puppe putzen
"Erst putzt du "deinem Baby" die Zähne und danach deine, okay?"
- "Mein Baby möchte heute nicht Zähne putzen. Ich bin die Mama, ich erlaube es."
Möööp.


Blinkende Bürste
Als Eltern klammert man sich ja an jeden Strohhalm, wenn es um den Versuch geht, den Kindern etwas Unliebsames schmackhaft zu machen. Mein letzter begegnete mir in der Apotheke, wo sie leuchtende Kinderzahnbürsten zu medikamentösen Preisen anboten. Das Prinzip ist so simpel wie genial: die Bürste hat unten einen Knopf, den man drückt, wenn man mit dem Putzen beginnt. So lange das coole Teil discomäßig blinkt, muss man putzen. "Boah, danke Mama, die ist ja cool! Darf ich die gleich ausprobieren?" Während ich mir innerlich selbst High Five gab, war das Kind schon mit der Bürste verschwunden, allerdings nicht im Bad. Diese Tatsache hätte mich stutzig machen sollen! Sie probierte tatsächlich aus, aber nur das Blinklicht, ohne Putzen. Nach wenigen Tagen war die Batterie leer und das clevere Kind kam zu dem Schluss: "Wenn es blinkt, muss man putzen. Wenn es gar nicht mehr blinkt, muss man gar nicht mehr putzen". Klarer Sieg durch Argumente, denn "nachladen" kann man sie nicht und für 3 Tage Zahnputzspaß ist sie doch ein bisschen teuer...


Leckere Zahnpasta
Es gab mal eine Zeit, da war die richtige Zahnpasta enorm wichtig. Kaugummi- und Pfefferminzgeschmack gingen gar nicht, Erdbeer musste es sein, ausschließlich. Aus Angst, out of strawberrys zu geraten, schickte ich meinen Mann also "Putzi Erdbeer" besorgen, obwohl gerade keine Putzi Erdbeersaison gewesen zu sein schien. Er klapperte sämtliche Drogerien ab um schlussendlich erfolgreich mit einem Haufen Tuben zurückzukommen. Wenige Tage später (und ganz sicher nur in Anbetracht der verfügbaren Menge) waren Erdbeeren plötzlich doch nicht mehr so lecker und seitdem sitzen tubenweise zweizahnige Hamster (?) mit rotem Iro in unserem Badezimmerschrank. Vielleicht kommt sie ja noch beim zweiten Kind, Putzis große Stunde.


Apps
Zähneputzen 2.0: es gibt da eine App namens "Disney Magic Timer", kostenlos. Man verfügt da über ein virtuelles Stickeralbum und bekommt bei jedem Putzen ein Bild, das anfangs komplett mit Schaum bedeckt ist. Während man putzt, spielt die App eine Melodie (argh) und es putzt gleichzeitig eine Zahnbürste über den Bildschirm und macht so in 2min Stück für Stück das versteckte Disney-Bild sichtbar. Nach Ablauf der Zeit klingelt die App, es gibt ein Feuerwerk auf dem Bildschirm und der freigeputzte Sticker wandert ins Album. Wie bei so Vielem gibt es aber auch bei dieser App einen winzigen Haken: (ich glaube, es war) oral-b möchte auch etwas dabei verdienen. Man hat nun also die Möglichkeit, gekaufte Produkte von oral-b mit Disneymotiv einzuscannen, um z.B. Arielle- oder Cinderella-Sticker freiputzen zu können und nicht immer nur Winnie Pooh (ohne Scan). Die Marketingstrategie ist bei uns voll auf gegangen: wir kauften eine Ariellebürste und scannten....und scannten...und scannten. Und wenn sie nicht gestorben sind, .... Das Einscannen funktionierte im Anleitungsvideo blitzschnell und wunderbar, in der Realität leider nur an einem von 5 Tagen. Ich hielt das iPad gefühlte 15min von oben, unten, links und rechts, mit hellem Licht, mit dunklem Licht, mit Taschenlampe und Handyscheinwerfer unter die Tablet-Kamera und meistens passierte: genau, überhaupt nichts. Deswegen gaben wir es irgendwann entnervt auf. Dennoch ist es die Zahnputz-Lösung, die bei uns am Ehesten gefruchtet hat.


Was übrigens gerade funktioniert (sie ist 5,5 Jahre alt), ist ihr Gedanke, dass vielleicht endlich ein Zahn anfängt zu wackeln, wenn man lange genug putzt. Ich habe beschlossen, vorerst nichts dazu zu sagen. Der Zweck heiligt ja bekanntlich die Mittel! Und bis September klammere ich mich an die Empfehlung von Zahnärzten, wonach Eltern bis zum Schuleintritt grundsätzlich noch mal nachputzen sollten. Und ab Herbst wird garantiert alles anders ;)


Habt ihr den ultimativen Tipp? Oder macht man es vielleicht als Erwachsener auch nicht unbedingt gerne, aber eben konsequent, weil es nun mal sein muss?
Ich freue mich auf eure Erfahrungen!

Dienstag, 14. April 2015

Dinge, die mich glücklich machen

Als ich in der Grundschule war, besaß ich ein Poesiealbum, in das meine Mama schrieb:
"Glück ist das Einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt". (Albert Schweitzer)
In diesem Sinne möchte ich meines gerne mit euch teilen:

Glücklich macht mich...

...wenn ich nachts meine große Tochter zudecke und ihr einen Moment beim Schlafen zusehe.
...ein Essen mit Messer und Gabel zu mir zunehmen, während das Baby zufrieden in seinem Wipper wippt.
...wenn sich Leser die Zeit nehmen, einen Blogbeitrag zu kommentieren. Das schönste Lob!
...ein perfekter Latte Macchiato!
...wenn der Postmann klingelt und ein Paket für mich hat (da ist sie dann wieder, diese kindliche Vorweihnachtsfreude)
...wenn ich einen Moment Zeit zum Nähen finde und den Kindern bunte Unikate zaubern kann.
...mit Freunden Musik zu machen und uns auf das World Music Festival 2016 vorzubereiten (Orchesterwettbewerb).
...an Urlaub zu denken und ihn zu planen.
...die Aufgeregtheit und Vorfreude auf die Einschulung aus Mama-Perspektive zu erleben.
...wenn man den Sommer schon ein bisschen spüren kann und zum ersten Mal im Jahr die Sonnenbrille rausholen muss.
...wenn ich beim Entwicklungsgespräch in der Kita höre, dass meine Tochter eine Bereicherung für die Gruppe ist.
...Grillgeruch am Samstag Abend.
...ein Gute-Laune-Lied im Radio, z.B. derzeit "Alle Bande Becks" (All about that bass), "Geronimo" oder "Shake it off".
...ausgelassen mit dem Großkind zu "Hoppelhase Hans" durchs Wohnzimmer zu tanzen.
...der gedeckte Kirschkuchen von meiner Oma
...wenn mich kleine Arme so fest drücken, dass mir fast die Luft weg bleibt. 
...das kleine Mädchen unter dem Flugzeug-Mobile vergnügt quietschen zu hören.
...wenn Fiona auf "Träum süß von sauren Gurken" jedes Mal erwidert: "Träum süß von süßem Käse" und dabei aus vollstem Halse lacht.
...mich in meinen Kindern wiederzuerkennen.
...wenn das Babymädchen von einem Ohr zum anderen strahlt, wenn es mich "Guten Morgen, Frau Holle" rufen hört.
...wenn ich aus einer guten Unterrichtsstunde komme und merke, wie viel Spaß meine Schüler hatten.
...wenn das Tochterkind mir aufgeregt und mit wichtigem Blick erzählt, was es am Tag erlebt hat.
und:
...wenn ich abends todmüde auf der Couch sitze, die Kinder eingeschlafen sind und sich das Leben einfach so richtig anfühlt.

Dieser Post ist mein Beitrag zur Glücks-Blogparade von Jessi (feiersun). Eigentlich sollten es 10 Dinge werden, die mich glücklich machen, ist eine griffigere Überschrift. War aber beim Schreiben irgendwie ein Selbstläufer und das Glück wurde immer mehr... Ich glaube, das Geheimnis ist es, jeden Tag etwas zu finden, was einen glücklich macht oder gemacht hat und diese kleinen Inseln im Alltag zu genießen. Denn während man auf das große Glück wartet, verpasst man ja bekanntlich die vielen Kleinen on the way.



Habt ihr euch in der Liste wiedergefunden? Oder was macht euch aktuell glücklich?

Montag, 13. April 2015

12 von 12 - April 2015

Die Challenge?
Am Monatszwölften 12 Bilder des Tages zeigen. Mehr gibt's übrigens bei Draußen nur Kännchen.
Dieses Mal nehme ich euch mit auf unseren Familiensonntag.


 [1] aus #12von12:
Kind hat Kaffee gemacht und ruft aufgeregt:
"Mama!! Da ist ein Schmetterling in der Tasse!"
#pareidoliaproject


  [2] aus #12von12:
Mädelskuscheln im Pyjama
#mygirls #mama #love


 [3] aus #12von12:
Jeder malt auf, was er heute gerne sehen möchte...
#lifewithkids #sonntagsausflug #tiere


 [4] aus #12von12:
mit Tragling und Bollerwagenkind im 
#tierpark #berlin #sunny #spring


  [5] aus #12von12:
"Mama, Neeeemooooo!!!"
#tierpark #aquarium #clownfisch #nemo
 

 [6] aus #12von12:
Zu lustig, um ihn euch vorzuenthalten. Darf ich vorstellen? Das Vierauge.
#tierpark #berlin #fisch #sonntagsausflug


 [7] aus #12von12:
Auf ein spätes Frühstück folgt ein spätes Mittag-/Abendessen:
Lachs, Reis, Mischgemüse #instafood


 [8] aus #12von12:
Das vormittags verpasste Sonntagsprogramm nachholen:
Sendung mit der Maus!
#lifewithkids #sonntag #tv #chillenaufdercouch


 [9] aus #12von12:
Spielen, Knistern, Quietschen und Erzählen
#baby #lamaze #toy

  
[10] aus #12von12:
Gemeinsam den Sonnenuntergang anschauen 
und die schöne Stimmung genießen 
#sundown #soschöndasseslängerhellist


 [11] aus #12von12:
Badetag.
Hach, Babyfüße sind was Tolles!
#baby #love #bath


 [12] aus #12von12:
Gute-Nacht-Geschichte für das große Mädchen
#eiskönigin #frozen #vorlesenisttoll #mygirls



Und wie habt ihr diesen tollen Frühlingssonntag verbracht?

Freitag, 3. April 2015

Best-Of März

Was wir im März so getrieben haben, gibt's hier kurz und knapp in Insta-Bildern:

Naturkundemuseum mit einstündiger Parkplatzsuche und der 
anschließenden Überlegung, nicht noch ein Mal an einem Sonntag hinzugehen


erstes Mal Rückbildungsgymnastik oder "Mamaturnen", wie Fiona sagt


genäht
(SM "Kalte Schulter", LeniPepunkt und 
Raglanshirt "Kaschi" von Alles-für-Selbermacher)


 

2 Tollaboxen geplündert


 
 geplottet



für das Seepferdchen geübt und es tatsächlich geschafft! 
Was sind wir beide stolz! (Details in den Zitaten) 


  

die Wohnung ostertauglich dekoriert

 

 einen Schulrucksack ausgesucht und ihn dem Osterhasen ans Herz gelegt...
Wann ist das Kind denn plötzlich so groß geworden?! Hilfe!


ganz viel gekuschelt


 


 angegrillt im Garten


Playdate für das kleine F...


...und auch für's große


Kinderarztbesuch zur U4 - ist das nicht ein tolles Wartezimmer?
 
 

postnatale erste Hilfe in Form von Deoroller und Schokolade für meine Schwester.
Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, kleine Cousine!


den O-Ball als erstes Spielzeugt entdeckt
 
 

und ein tolles, verlängertes Wochenende an der Ostsee verbracht





Und die Zitate aus dem März sind eine wahre Fundgrube. 
Was dieses Kind so alles loslässt...immer wieder schön! Viel Spaß!
Fiona ist 5 Jahre und 5 Monate alt.


"Mama, ich kenne noch eine andere Saurierart: Omnivoren."
- "Nee, das ist keine Art, das ist der Oberbegriff für "Allesfresser". 
Wir Menschen sind auch Omnivoren!"
"Haha, ihr ja, aber ich nicht. Ich esse zum Beispiel keine Tomaten."

"Können wir uns wieder so lustig drehen?"
- "Wie denn drehen?"
"Na auf deinem Rollstuhl im Büro..."

(im Naturkundemuseum)
"Wow, guck mal das Dino-Skelett! Ich schau mal nach was es für einer ist."
Fiona: "Brauchst du nicht. Ich weiß das. Ist ein Kentrosaurus."
(stimmte!)

"Papa, ich war mit Mama und Felicia mit beim Kinderarzt und 
habe mich gegen Krippe impfen lassen!"
(immer diese frühe Fremdbetreuung, tz!)

Meine Mama: "Ich habe 2,5kg abgenommen. 
Das sollte ich mir in Mehl- oder Zuckertüten abmessen und hinstellen zur Veranschaulichung."
Fiona: "Ich freu mich auf die Schule!"
Ich: "Wie kommst du denn jetzt darauf?"
Fiona: "Na Sasa hat doch eben Zuckertüten gesagt!"

"Was habt ihr denn heute in der Kita gemacht?"
- "Wir haben Hühnchen gebastelt."
(Osterküken)

"Fiona, was möchtest du zum Abendbrot essen?"
- "Ach, lass uns einfach nicht darüber reden..."

"Es heißt, dass die meisten Babys mitten in der Nacht geboren werden. Du bist auch so eins, eine Minute vor Mitternacht. Ich bin nicht nachts geboren, sondern mitten am Tage, halb 12."
Fiona: "Also bin ich nachtgebort und du taggebort."

(wir stehen in Sichtweite ihrer zukünftigen Grundschule)
Ich: "Wo lang geht es hier zu deiner Schule?"
Fiona: "Noch 'n Kilometer geradeaus."

"Was gab's heute in der Kita zum Mittag?"
- "Heute gab's Fisch, der wie Schnitzel aussah."

(sie "liest" in einer alten Fibel)
"MIMI IST AM (Haus)"
Ich: "Wow, wie hast du das denn gerade gelesen?!"
Fiona: "Ich habe mir einfach die Buchstaben in meinem Kopf mit Honig zusammengeklebt!"

(immer noch Fibel, der Familienvater steht mit Schaufel im Garten)
"PAPA IST ... am Arbeiten."

"Boah, hier ist es so dunkel, ich fühl mich wie im Mittelalter!"

(nach der Seepferdchen-Prüfung beim Schwimmen)
"Ach, ich bin so begeistert von mir selber! Lies mir noch mal vor, was auf der Urkunde steht!"

"Mama! Freust du dich auch? D-E-I-N Kind hat das Seepferdchen geschafft! Dein Kind!"

"Mein Traum ist wahr geworden! Ich habe es mir sooo gewünscht! Ich habe einfach fest an mich geglaubt, dass ich es schaffe!"

"Wo ist denn der andere Spielzeugdino, Mama?"
- "Ich glaube, in der Puppenkiste!"
"Ach stimmt. Ich wusste, dass der dauernd bei den Barbies rumhängt."

(sie fällt hin)
Ich: "Alles okay?"
- "Ja ja, alles in bester Ordnung."

"Ich gehe in den Garten, einen Osterstrauch abschneiden."
Fiona: "Warte auf mich, ich helf dir beim Ausgraben!"

Ich: "Das Baby ist deine Cousine. Und ich bin nicht nur deine Mama, sondern auch ihre Tante!"
Fiona: "Na das wird ja immer verrückter!"

(sie kippt die Tüte mit den bunten Deko-Eiern aus, alle rollen über den Fußboden)
"Oh, jetzt war der Osterhase schon da..."

"Mama, ich brauche unbedingt diese Stickeez-Sammelfiguren!"
- "Wo gibts die denn?"
"Na bei Lidllohntsich."

(wir spielen Fußball, sie wirft sich immer über den Ball)
Ich: "...wie die Italiener!"
(etwas später)
"Mama, spielen wir noch ne Runde Fußball? Italienisch?"

(Hafen in Warnemünde)
"Guck mal Nono, da ist ein Kreuzfahrtschiff!"
- "Ja, das weiß ich."
"Hä, woher denn?"
- "Na es hat doch ein Kreuz oben drauf."

Ich: "Opa hat was vom Bäcker mitgebracht."
Fiona: "Was denn?"
Ich: "Es ist süß und hat den Namen von einem Tier mit Ringelschwanz."
Fiona: "Ich weiß! Schweineleber."


Wir wünschen euch schöne Ostern und einen fleißigen Hasen!