Freitag, 24. Mai 2013

Wohin in Berlin? [EKP Apr/Mai]

Dem aufmerksamen Beobachter wird aufgefallen sein, dass es im April (und bisher auch im Mai) noch keinen Hexhex-Beitrag zur Eltern-Kind-Parade gegeben hat.
Im Trubel der letzten Wochen habe ich im Ausflugsziele-April schlicht und ergreifend die Frist verpasst und im Wir-haben-Spaß-Mai bisher noch keine Zeit zum Schreiben gefunden. Die liebe Testmama Kerstin hat nach der April-Parade zum Thema
"Ausflugstipps mit Kindern" eine Seite erstellt, auf der sie die verschiedenen Blogbeiträge kurz zusammengefasst und regional nach Bundesländern sortiert hat. Also wer irgendwo in Deutschland (oder in Wien) Urlaub machen möchte und noch nicht weiß, was er mit seinen Kindern unternehmen kann, sollte dort direkt mal gucken gehen! Auffällig in der Liste war das Loch bei Berlin/Brandenburg. Das kann ich als Hauptstädterin so nicht auf uns sitzen lassen, denn es gibt in und um Berlin so viele tolle Sehenswürdigkeiten und Freizeitangebote, auch schon für die Kleinsten! Bei der Fülle an Möglichkeiten fällt es natürlich schwer, gezielt etwas für so einen Post auszuwählen. Ich hatte im Vorfeld gedacht, dass ich meine 5 liebsten Ausflugsziele für die Nichtberliner kurz vorstelle. Beim Fotos-Sichten sind dann noch ein paar andere Highlights dazwischen gerutscht und deswegen präsentiere ich euch heute meine Top 10 der Ausflugsziele mit Kindern in Berlin und Umgebung. [Bei jedem Einzelnen ist der gemeinsame Spaß natürlich auch nicht zu kurz gekommen, deswegen wird das eine 2-in-1-Aufgabe im April-Mai-Mix. Ich hoffe, ich darf damit an der tollen Freizeitpark-Verlosung trotzdem teilnehmen...?]


In diesen kleinen, handlichen Städteführern, die einem vorschlagen, was man mit seinem Kind in der jeweiligen Stadt anstellen könnte, begegnete mir letzten Sommer das Deutsche Technik Museum. Obwohl (oder gerade weil?) Technik nicht gerade zu meinen Spezialgebieten zählt, war die Ausstellung wirklich sehenswert und sehr interessant! Im Buch stand in den Randbemerkungen, dass 3 Jahre genau das richtige Alter für einen ersten Besuch in dem Museum sei. 100% unterschreiben kann ich das zwar nicht, aber es gab tatsächlich viele Exponate, die auch schon die Kleinsten zum Ausprobieren einluden. Für einen regnerischen Sonntag jedenfalls genau das Richtige!
Preise: 6€ p.P., ermäßigt (bis 14) 3,50€, Kleinkinder frei.



09: Der Werbellinsee

Der schöne Werbellinsee liegt in der Schorfheide, rund 50km nordöstlich von Berlin und ist das ideale Ziel für einen Tagesausflug bei sommerlichen Temperaturen. Ob baden, buddeln oder Boot fahren - da ist der Spaß vorprogrammiert. Wem der See mit seinen Freizeitangeboten als Attraktion nicht genug ist, der kann den Aufenthalt mit einem Besuch des absolut sehenswerten Schiffshebewerks (siehe "08") in der Nähe verbinden



Vor ziemlich genau einem Jahr, am 2012er Pfingstmontag, haben wir mit der Familie einen Spontanausflug zum ältesten, noch arbeitenden Schiffshebewerk Deutschlands gemacht. So unspektakulär das klingen mag, so beeindruckend ist es dann aber, wenn man direkt davor steht oder es schon von Weitem in den Himmel ragen sieht! Wenn man oben in schwindelerregender Höhe von 52m steht, kann man ganz genau beobachten, wie ein Schiff in nur 5 min einen Höhenunterschied von 36m im Zuge des Oder-Havel-Kanals überwindet. Wer nochmal genauer nachlesen und mehr Bilder sehen möchte, hier habe ich darüber berichtet.
Preise: 2€ p.P., ermäßigt 1,50€. Kinder unter 6 Jahren frei.



07: Das DDR-Museum

Das ideale Ausflugsziel für Schulklassen, die in Geschichte gerade die Jahre 1961 bis 89 durchnehmen - aber auch nur für die. Denkste! Das DDR-Museum ist so gestaltet, dass es jeden begeistert: vom Kleinkind bis zum Rentner! Dort gibt es keine trockenen Zahlen und Daten, sondern Geschichte zum Anfassen. Wie sah es aus, das typische DDR-Wohnzimmer mit Karat-Schrankwand? Was schrieb man damals in seinem Schulaufsatz? Wie funktionierte das mit der Stasi und welchen Kaffee konnte man kaufen? Der obligatorische Trabi darf natürlich auch nicht fehlen, selbstverständlich ebenfalls zum Einsteigen, Ausprobieren und "Begreifen". Ganz zentral in der Nähe des Alexanderplatzes gelegen (neben dem Berliner Dom), kommt man praktisch zwangsläufig am Museum vorbei, wenn man in der Stadtmitte unterwegs ist und sollte auf jeden Fall einen Abstecher dorthin machen.
Preise: 6€ p.P., Kinder ab 6 J. und ermäßigt 4€, unter 6 Jahren frei.



06: Der Müggelsee

In Berlin gibt es - entgegen der landläufigen Meinung - nicht nur hässliche Plattenbauten im Osten, das Brandenburger Tor in der Mitte und den Bahnhof Zoo im Westen. Bekannte aus Bayern waren mal ganz überrascht, als ich Bilder von unserem Garten gepostet habe: "IHR habt einen Garten? Ich denke, ihr wohnt in Berlin?!". So, wie es in der Hauptstadt auch Wälder mit Bäumen gibt, haben wir selbstverständlich auch Seen im Angebot. Neben dem bekannten Wannsee mit seinem Strandbad, was schon 1951 besungen worden ist ("Pack die Badehose ein, nimm dein kleines Schwesterlein, ..."), gibt es in Köpenick (für geographische Dilettanten wie mich: unten rechts) den größten der Berliner Seen: den Müggelsee. Eine einstündige Rundfahrt bei schönem Wetter durch das sog. "Klein-Venedig", z.B. mit Halt an der berühmten Gaststätte "Rübezahl" bzw. im Biergarten (mit Spielplatz!), ist eine schöne Beschäftigung für einen Sommernachmittag in Berlin.
Preise: je nach Dauer der Fahrt zwischen 3 und 7€.




Das Tropical Islands im Landkreis Dahme-Spreewald (ca. 60km südlich von Berlin) wirbt mit dem Slogan "Europas größte tropische Urlaubswelt" mit Südseestrand, Regenwald, Lagune, Tropendorf u.v.m. Ursprünglich sollten in der größten freitragenden Halle der Welt, die schon von der Autobahn aus nicht zu übersehen ist, Luftschiffe witterungsgeschützt untergebracht werden. Durch die Insolvenz der Firma ist es dazu jedoch nicht gekommen und so beherbergt die 360m lange Halle mittlerweile ein riesiges Spaßbad. Das Tropical Islands ist aufgrund der beeindruckenden Größe wirklich sehenswert, aber von urlaubsähnlicher Erholung war ich ziemlich weit entfernt. Vielleicht war auch der Termin unseres Besuches nicht gerade günstig gewählt (Ende Dez.), jedenfalls war es so voll, dass man am "Südseestrand" nur schwer einen Platz mit seinem Handtuch bekommen hat und sich zuweilen fühlte, wie am Ballermann im 17. Bundesland zur Hauptsaison. Zu dem Grundeintrittspreis kommen Zusatzausgaben dazu, wie Essen und Trinken, das Benutzen der Rutsche, ein Flug mit dem Heißluftballon, Sauna, Souvenirs etc., was auf dem Armband-Chip gespeichert wird, den man ums Handgelenk trägt. Bisher habe ich von allen Bekannten, die ein Mal dort waren, gehört, dass ein Mal auch völlig ausreicht. Das sehe ich genauso, möchte aber trotzdem diesen einen Besuch im Tropical Islands empfehlen, am besten, wenn keine Ferien sind. Wer mehr über das "tropische Paradies" lesen möchte, hier habe ich vor 1,5 Jahren darüber gebloggt.
Preise: 34,50€/Erwachsene, 29,50€/ermäßigt, 27€/Kinder (6-14), unter 6 Jahren frei.



04: das SeaLife

Ein großes Aquarium mitten in Berlin zum Beobachten, Staunen und Anfassen! Rochen, Haie, Seepferdchen, Krabben und Clownfische lassen Kinderherzen höher schlagen. Wie fühlt sich eigentlich ein Seestern an? Was frisst eine Seeanemone? Ein besonderes Highlight ist im Anschluss an den Besuch des SeaLife die Fahrt durch den Aquadom im Dom-Aquarée gegenüber. In diesem 25m hohen Korallenriff mit ca. 1500 Fischen ist eine Art Fahrstuhl, von wo aus man direkt durch den Lebensraum der knapp 100 Arten fährt und diese hautnah erleben kann.
Gebloggt darüber habe ich hier.
Preise: 17,50€/Erwachsene (ab 15), 12,50€/Kinder (3-14), unter 3 Jahren frei.
(Wer sparen möchte, sollte vorab online buchen - über 30% Rabatt!)



03: Der Fernsehturm

Der "Telespargel", wie die Berliner ihren 368m hohen Turm liebevoll nennen, ist eine der typischsten Sehenswürdigkeiten der deutschen Hauptstadt und für die "Einheimischen" schon aus dem Flugzeugfenster das sichere Anzeichen, wieder zu Hause zu sein. Mit einem Fahrstuhl geht es in gerade mal 40 Sekunden auf über 200m Höhe, von wo aus man bei gutem Wetter nicht nur am schnellsten einen Überblick über die gesamte Stadt bekommt, sondern im günstigsten Fall sogar bis zum Tropical Islands ("05") gucken kann. In der höchsten Bar Berlins kann man bei einem Glas Wein ameisengroße Autos betrachten oder im Drehrestaurant eine Etage höher eine Stadtrundfahrt genießen, während man aus dem vielfältigen Angebot aus der Speisekarte wählt. Nicht nur für Berliner ist der regelmäßige Besuch des Fernsehturms obligatorisch auf der To-Do-Liste, auch Touristen sollten sich diese einmalige Aussicht nicht entgehen lassen. Bei schönem Wetter reicht die Menschenschlange allerdings über den halben Alexanderplatz. Umgehen kann man die mit der Onlinebuchung eines VIP-Tickets (7€ mehr, die sich lohnen): man bucht verbindlich eine Einlasszeit und kann zu diesem Termin dann auch wirklich sofort hoch und in den Fahrstuhl, ohne nerviges Warten und quengelnde Kinder. Der Fensterplatz im Restaurant ist inklusive!
Preise: 12,50€/Erwachsene, 8€/Kinder (5-16), bis 4 Jahre frei.



02: Das FEZ

FEZ steht für Freizeit- und Erholungszentrum und ist Europas größtes, gemeinnütziges Kinder- und Familienzentrum (auch wieder "unten rechts" in Köpenick), die erste Anlaufstelle bei Langeweile am Wochenende. Dort gibt es nicht nur viele große Spielplätze, ein Hallenbad, Streichelzoo, Ponyreiten, Parkeisenbahn und Badesee, sondern auch in den Ferien und an den Wochenenden abwechslungsreiches Bespaßungsprogramm für kleine und große Kinder mit Workshops zu verschiedenen Themen, Ausstellungen, Konzerten, Theatervorstellungen und und und. Man kann kostengünstig Sportgeräte, Boote und Spielzeuge ausleihen, bei schlechtem Wetter den Indoorspielplatz nutzen, Klettern, Malen, Basteln oder einfach nur einen Crêpe und ein Eis essen gehen.
Preise: Indoorspielplatz 1€/30min, Schwimmbad & Badesee 4€, ermäßigt 2,50€, Haus Natur und Umwelt 1€, alle Outdoorspielplätze ohne Gebühr.

01: Der Tierpark

Wann immer wir bei Sonnenschein ein bisschen Zeit übrig haben, geht es in den wunderschönen Tierpark in Berlin-Friedrichsfelde. Gleich vorweg: der Zoologische Garten liegt im Bezirk Tiergarten, ist aber nicht der Tierpark, das sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Der Tierpark, Europas größter Landschaftstiergarten mit dem Schloss Friedrichsfelde, ist mit 160 Hektar Fläche etwa viereinhalb Mal so groß wie der Zoo und beherbergt durchschnittlich 7500 Tiere in rund 900 Arten in einem artgerechten, nahezu natürlichen Lebensraum. Von A wie Affe bis Z wie Zebra kommt hier jeder Tierbegeisterte voll auf seine Kosten. Fionas Lieblinge, die wir bei jedem Besuch anschauen müssen (vermutlich kennen sie uns schon: "Ach, guck mal, Achim, da sind sie wieder! Heb mal den Rüssel und wink!"), sind die Stachelschweine, die Elefanten, Giraffen, Pinguine und die Hyänen. Weil der Tierpark so weitläufig angelegt ist, hat man auch an gut besuchten Tagen nie das unbehagliche Gefühl eines Massenauflaufs. Einzig die Bollerwagenausleihe ist an Feiertagen nach 11 Uhr relativ unwahrscheinlich ;) Im schönen Terrassencafé werden regelmäßig Konzerte geboten und gleich daneben wartet der große Spielplatz auf die kleinen Tierparkgäste. Durch den Park fährt außerdem die kleine, rote Bimmelbahn, für ältere, ganz junge oder lauffaule Gäste, die an den verschiedenen Haltestellen ("Nächster Halt: die Wasserbüffel") ein- und aussteigen können.
Preise: Erwachsene 12€, ermäßigt 9€ Kinder unter 5 Jahren frei.
Vielleicht ist ja etwas für euch dabei, wenn ihr das nächste Mal in Berlin unterwegs seid! Viel Spaß! 

Freitag, 17. Mai 2013

Mein Highlight 2013: World Music Festival

Jetzt war es ein paar Tage ruhig auf dem Blog, obwohl ich schon seit Montag Abend wieder im Lande bin. Aber wie es dann so ist: unter Stress vollbringt der Körper Höchstleistungen und hinterher bricht alles zusammen, immunsystematischer Totalcrash, sozusagen. Eine heftige, eitrige Nebenhöhlenentzündung, verbunden mit dem Gefühl, die Augen würden von innen rausgesprengt, sorgte dafür, dass Vieles diese Woche liegen bleiben musste. Die Antibiotika haben glücklicherweise schnell angeschlagen und so langsam kann ich aus dem benebelnden Rausch aus Medikamentencocktail und Endorphinexplosion wieder klare Gedanken fassen und sie für euch aufschreiben. Anmerkung für alle Nichtmusiker: ich bemühe mich, unsere Erlebnisse so verständlich und allgemein wie möglich zu beschreiben, damit ihr nicht nur Bahnhof versteht ;)


Wie ihr vielleicht im Vorfeld schon mitbekommen habt, war ich am Himmelfahrtswochenende mit meinem Ensemble conAmici (Der "Backstage"-Bereich auf der Website ist aktualisiert und lesenswert) und meinem Schülerorchester VIVAccordia in Österreich, wo im schönen Innsbruck alle 3 Jahre eines der größten Akkordeonfestivals der Welt stattfindet, das WORLD MUSIC FESTIVAL. In verschiedenen Kategorien und Schwierigkeitsstufen traten in diesem Jahr 230 Orchester/Ensembles aus 15 Nationen in den Wettbewerb. Ganz Innsbruck befindet sich also 3-jährlich im Mai im absoluten Ausnahmezustand, dass sogar das lokale Fernsehen darüber berichtet! Auf der Straße wird man so gut wie niemanden finden, der kein Instrument spielt.
Diese Masse an Musikern, die sich im riesigen Congresszentrum und den anderen Konzertsälen tummelt, ist schon beeindruckend.
Noch beeindruckender ist es, wenn diese "Masse" am Abend der Nationen (der Abendveranstaltung, wenn alle Wettbewerbe vorbei sind) gemeinsam singt und tanzt und Menschen gemeinsam feiern, die sich noch nie vorher gesehen haben.
Am Beeindruckendsten ist allerdings die einmalige Atmosphäre, wenn man in der gigantischen Olympiahalle unter 10.000 jubelnden Menschen bei einer Bombenstimmung daraufhin fiebert, seinen Namen bei der Preisverleihung zu hören.

Aber von vorn: mitgespielt habe ich beim World Music Festival schon, als Leiterin und Dirigentin 
war es für mich aber auch das erste Mal. Am Donnerstag haben wir fast den ganzen Tag im Bus verbracht, aber wenn man mit den besten Freunden unterwegs ist, wird es nicht langweilig. Fiona hat ihre "Mediennutzungszeit" für 2013 mit dem iPad an diesem einen Wochenende aufgebraucht ^^ Aber ich bin sehr froh, dass wir es dabei hatten und sie sich während der Fahrt sinnvoll beschäftigen konnte. Ich glaube, sie hat nur ein Mal gefragt, wann wir da sind :) Der coole Busfahrer hat uns auf der Fahrt mit seinen trockenen Kommentaren durchgehend erheitert:
"Wer 3min zu spät kommt, tanzt. Wer 5min zu spät kommt, singt. Und wer mehr als 5min zu spät kommt, der singt und tanzt da, wo der Bus gestanden hat..." und der Erste, der uns hinter der österreichischen Grenze begrüßt hat, war ein wunderschöner Regenbogen. Den Schatz an dessen Ende durften wir sogar hinterher mit nach Hause nehmen, doch dazu später mehr...

Während der Busfahrt schien fast durchgängig die Sonne. Besonders attraktiv war nicht zuletzt deswegen nach der Ankunft in Innsbruck die riesige Frontscheibe unseres Busses. Zitat Fiona: "Oh, da sind wohl sehr viele Fliegen ranges-toßen!" Das mit der Sonne hatte sich pünktlich zum Wettbewerbsbeginn am Freitag erledigt: it was raining cats and dogs, wie der Brite sagen würde. Reißenden Absatz fanden aufgrund dieser Tatsache die hübschen Notenregenschirme, mit denen halb Innsbruck an diesen Tagen unterwegs gewesen ist. Von Freitag früh bis Samstag Abend war rund um die Uhr in allen Konzertsälen Wettbewerbsprogramm geboten und so zogen wir von einer Spielstätte zur nächsten, hörten viele Auftritte an, fieberten mit befreundeten Vereinen mit (Ehrensache!), klatschten, jubelten und wunderten uns auch zum Teil über ziemlich schräge Beiträge, die kompositionstechnisch mit Musik nicht mehr allzu viel am Hut hatten... Die Generalprobe, die in die Hosen gehen muss, damit der Auftritt gut wird, hatte ich mit dem Schülerorchester am Freitag Abend, nur ein paar Stunden vor dem großen Tag. Wir probten nochmal intensiv und konzentriert und konnten hinterher dann doch zufrieden ins Bett gehen...

An wirklich erholsamen Schlaf war in dieser Nacht allerdings nicht zu denken. Das Ensemble hatte die ehrenvolle Aufgabe, den Wettbewerb am Samstag um 9 Uhr zu eröffnen. Anfangs hatten wir gemurrt, dass wir schon so früh spielen sollten, aber je näher der Termin kam, desto glücklicher waren wir damit. So konnten wir ganz in Ruhe aufbauen, uns konzentrieren, mit Anleitung unserer Ärztin in spe auf der Bühne Muskelentspannungsübungen machen ;) und mit einer frischen Jury in den Tag starten. Der eigentliche Auftritt hat dann wirklich gut geklappt. Jeder greift mal versehentlich daneben, besonders, wenn man so unter Adrenalin steht, wie in diesen Minuten, aber insgesamt haben wir eine souveräne Performance abgeliefert und konnten nach dem Spielen auch wirklich zufrieden mit unserer Leistung sein. Die Tränen der Überwältigung konnten wir danach einfach nicht mehr zurückhalten, denn das schöne Gefühl, dass sich die viele Arbeit und die intensiven Proben der letzten Monate gelohnt haben in Verbindung mit der Anspannung, die plötzlich von einem abfällt, ließ alle Dämme brechen und so lagen wir uns nach dem Auftritt glücklich schniefend in den Armen und genossen das conAmici-Gefühl mit unserer musikalischen Familie...



Das Schülerorchester, das wegen unseres Schlagzeugers (mein Mann) als Jugendorchester antreten musste, obwohl außer ihm noch niemand 16 oder älter ist, stand für nachmittags, 16 Uhr, auf dem Plan. Vorher fuhren wir nochmal zur Jugendherberge, aßen eine Kleinigkeit (so wenig habe ich sie noch nie essen sehen!), spielten noch einen Durchlauf unserer Stücke, machten uns fertig und fuhren zur Messehalle in die Stadt. Die Leistung des Orchesters war im Vorfeld teilweise relativ durchwachsen, denn von Kindern zwischen 10 und 14 Jahren kann man nicht erwarten, dass sie sich immer so professionell wie kleine Erwachsene verhalten. Auch wenn alle gut vorbereitet zu dieser Reise aufgebrochen sind, kann es manchmal an kleinen Unaufmerksamkeiten liegen, dass etwas nicht so klappt wie geplant und einen Spieler auch mal völlig aus der Bahn wirft. Ich habe vor dem Auftritt die Augen geschlossen und ihnen gewünscht, dass sie auch vor der internationalen Jury in dieser Prüfungssituation ihre Nervenstärke bewahren und ihr Können zeigen. Und was soll ich sagen - sie haben auf der Bühne so gut gespielt wie selten vorher!!! Ich hätte jeden Einzelnen küssen können vor Freude! Von den zum Teil anstrengenden und lauten Proben, den manchmal unkonzentrierten, wuseligen und quatschenden Kindern war keine Spur. Auf dieser Bühne saßen junge, talentierte Musiker, die mit den Augen an ihrer Dirigentin hingen und mit höchster Konzentration präsentiert haben, worauf wir die letzten Monate hingearbeitet haben!


Nach unserem Beitrag hatte die erste Reihe mit den Eltern, die uns begleitet haben, Tränen in den Augen, die Jury hat geklatscht (!) und die Kinder platzten fast vor Stolz und erzählten alle durcheinander von ihrem Auftritt!
Dass wir nach diesem gelungenen Tag bei der Abendveranstaltung für alle Teilnehmer, dem "Abend der Nationen", dann inmitten von tausenden Menschen ordentlich gefeiert, ausgelassen Polonäse getanzt und laut gesungen haben, könnt ihr euch sicher vorstellen...


Sonntag Morgen muss man schon überpünktlich mit seiner Reisegruppe am Olympiastadion eintreffen, wenn man möchte, dass der eigene Bus dort einen Parkplatz findet. Mit vom Feiern noch ziemlich kleinen Augen sammeln sich dann Tausende Menschen mit Vereinsbannern, PomPoms, Plakaten und Krachmacher-Instrumenten vor der Halle und singen sich schon mal warm bis zum Einlass. Jeder Verein bzw. jedes Orchester sucht sich dann einen "Fan-Block" in der riesigen Halle und schickt seinen Dirigenten nach unten zu den Extra-Sitzreihen vor der Bühne, auf der das Orchester des Vorabends dem johlenden Publikum nochmal so richtig einheizt bis die Veranstaltung beginnt. Nachdem die obligatorischen Danksagungen abgeschlossen sind, beginnt die eigentliche Preisverleihung. Kategorienweise werden die Platzierungen, Prädikate und Punktzahlen vorgelesen und die Dirigenten dürfen nach vorn kommen und ihre Urkunden in Empfang nehmen. Wie es bei großen Events so ist, dürfen auch die großen Laolas und Fangesänge natürlich nicht fehlen:


In den Momenten, in denen ich meine Spieler oben in mitten der ganzen Menschen aufgeregt mit unserem Berlin-Banner stehen sehen habe, hatte ich eine Gänsehaut am ganzen Körper und war einfach nur wahnsinnig glücklich und stolz, dass diese jungen Menschen, meine Schüler, diese einmalige Atmosphäre in der Musikwelt erleben durften. Menschen liegen sich in den Armen, jubeln und weinen vor Freude und sind alle gemeinsam Teil von etwas ganz Besonderem. Lange Zeit, darüber nachzudenken, hatte ich nicht, denn dann wurde schon unsere Kategorie vorgelesen. Ich trat nach vorne in die Schlange der Dirigenten und lauschte gespannt auf die Ergebnisse. Die von der Fachjury vergebenen Punkte von 0 bis 50 sind in 10er-Abteilungen nach Prädikaten gestaffelt: "mit Anerkennung" (0-10), "gut" (11-20), "sehr gut" (21-30), "ausgezeichnet" (31-40) und "hervorragend" (41 bis 50). Vor der Abfahrt hatte ich auf ein "sehr gut" gehofft, das entspricht in Schulnoten der 1 und ist ein durchaus erstrebenswertes Ziel für die Teilnahme am World Music Festival. Zu meiner großen Überraschung hat das Schülerorchester in seiner Kategorie den 2. Platz mit sagenhaften 37 Punkten und damit das Prädikat "ausgezeichnet" erhalten!!! Kurz nach Bekanntgabe des Ergebnisses sprangen alle Spieler von ihren Plätzen auf und stürmten runter zu mir. Als ich sie alle so auf mich zu rennen sah, gab es auch bei mir kein Halten mehr und die Freudentränen liefen nur so, während ich alle 20 auf ein Mal in den Arm nahm und wir gemeinsam jubelten.

"Wir bitten jetzt nach vorne: die Kategorie Akkordeonensemble, Erwachsene, Oberstufe" - oh Gott, das ist unsere Kategorie. Ich ging mit wackligen Knien nach vorne zu den anderen 14 Ensembleleitern, wir unterhielten uns, während die ersten Fotos der schon Genannten gemacht wurden und klatschten Beifall. Die Reihe der "sehr gut"s schien gar kein Ende zu nehmen. Meine Hände wurden eiskalt und schwitzig. Einer nach dem anderen wurde aufgerufen und nahm unter den Jubelrufen des eigenen Vereins seine Urkunde entgegen. Es wurden immer weniger. Ich stand nach wie vor in der Reihe. "......32 Punkte..." las die Frau am Mikro vor - na immerhin sind wir schon bei "ausgezeichnet" angekommen. Die Punktzahlen stiegen und irgendwann hieß es "hervorragend" für die wenigen, übrigen Leiter. Es existieren von diesem Moment fast nur Fotos von mir mit der Hand ungläubig vor dem Mund. Hatten sie uns etwa vergessen?! Und was dann passierte, werde ich wohl mein Leben lang nicht vergessen. Es geschah alles wie in Zeitlupe, dabei handelte es sich nur um wenige Sekunden. Meine Knie wurden weich, ich hatte das Gefühl, dass in der riesigen Halle nicht genug Luft sei, damit ich atmen konnte. Ich sagte immer wieder: "Oh Gott, mir ist schlecht, mir ist schlecht, ich kipp gleich um....".
"Und der ERSTE PLATZ in der Oberstufe mit 43,6 Punkten, dem Prädikat "hervorragend" und Pokal geht an......das Ensemble "conAmici" aus Berlin unter der Leitung von Vivien M.!"
Tosender Applaus, mein Gesicht auf der Leinwand, 10.000 Menschen jubelten und ehe ich es begreifen konnte, stand ich ganz oben auf dem Siegertreppchen und hielt unter Tränen der Überwältigung den Pokal in Richtung unseres Fanblockes! Selbst als hinterher unzählige Menschen gratulierten und Fotos gemacht wurden, hatte ich es noch nicht wirklich begriffen. Sie hatten tatsächlich unseren Namen genannt, MEIN Ensemble, erster Preisträger dieses großen, internationalen Wettbewerbs - scheiße, ist das geil!!!

Foto: www.studio157.de

 
Auch heute, fast eine Woche nach dem großen Ereignis, kommen mir noch die Tränen, wenn ich Videos von der Preisverleihung, vom Queen-Hit "We are the Champions" am Schluss und der emotionalen Spontan-Rede sehe, die ich am Sonntag Abend immer noch irgendwie kopflos bei unserer Siegesfeier in der Herberge gehalten habe. Es ist wirklich unfassbar und das Highlight 2013, das kann ich guten Gewissens jetzt schon sagen! Auch an dieser Stelle noch mal vielen, vielen Dank an alle Eltern, Fans und Freunde, die uns unterstützt haben, die zu unseren Konzerten kommen und die einfach immer für uns da sind. Ihr habt wesentlich zu unserem Erfolg beigetragen und wäre der Pokal nicht im Ganzen so atemberaubend schön, würde ich ihn in viele kleine Teile teilen und jedem eines abgeben. "We are the Champions"DANKE!

Montag, 6. Mai 2013

Das kleine i: Gefahr der Faszination?

Letzte Woche ging es bei SternTV gleich eingangs um die Frage, ob bereits kleine Kinder Zugang zu Smartphones und Tablets haben sollten und inwiefern Apps & Co. die Entwicklung beeinflussen.
Zu Gast im Studio war Kinder- und Jugendpsychiater Michael Winterhoff, der ganz rigoros die Meinung vertritt, dass neue Medien überhaupt nicht in Kinderhände gehören und dass genau diese "digital natives", also Kinder, die in das digitale Zeitalter hineingeboren werden, später zu seinen Patienten zählen.
Medienpädagogin Luise Ludwig ist genau gegenteiliger Meinung. Sie sagt, es sei falsch, Kindern bewusst diese Geräte vorzuenthalten, die sich mittlerweile in fast jedem Haushalt befinden, denn was verboten wird, sei erst recht interessant.
Es entstand eine hitzige Diskussion über Vor- und Nachteile, bei der die beiden Gäste aber scheinbar völlig aneinander vorbei redeten. Er hatte die Frage so verstanden, ob man 2-Jährige bewusst einlernen sollte am iPad und sie dachte wohl, es ginge darum, ob man es den Kleinen absichtlich vorenthalten solle. Zwischendrin der zerrissene Hallaschka, dessen Tochter mit 1 Jahr versehentlich auf dem Smartphone ein Video gedreht hatte, und für den Herr Winterhoff nur ein verständnisloses Kopfschütteln mit hochgezogener Augenbraue übrig hatte. Der obligatorische Test direkt aus dem Kindergarten ergab, dass die größeren Kinder nicht von sich aus aufhören, wenn sie mit dem iPad beschäftigt sind. Bei den Kleineren sah das schon anders aus; die ersten verloren nach 5min das Interesse und widmeten sich wieder den Bauklötzen.
30min täglich hielt Frau Ludwig für eine vertretbare (gemeinsame) Nutzungszeit, auch schon für kleinere Kinder. Herr Winterhoff sprach mit einem angedeuteten Ich-habs-doch-gleich-gesagt-Lächeln von der "Gefahr der Faszination" und er artikulierte die einzelnen Silben so langsam und deutlich, als seien sie hochgiftig. Autisten mit gestörter Kommunikation ohne soziale Kompetenz seien die Folge, wenn schon 2-Jährige auf dem harten, kalten und hässlichen (?) Gerät tippen und wischen.
Natürlich hat er zweifelsfrei recht, dass die Entwicklung in diesem Alter vorgesehen hat, einen Ball zu fühlen und zu erfahren, dass die Schwerkraft ein ziemlicher Idiot sein kann, wenn man bergab hinterherlaufen muss, aber es spricht doch nichts dagegen, den digitalen Ball zusätzlich zum analogen zu berühren und zu erfahren, wie er auf Englisch heißt. Als der Buchdruck erfunden war, hieß es sicher auch, dass Lesen schädlich sei und niemand mehr mit einem anderen spräche, so von wegen "gestörte Kommunikation". Ganz zu schweigen von der Schreibmaschine - da kann ja irgendwann niemand mehr einen Stift halten beziehungsweise einen Buchstaben mit Hand zu Papier bringen!


Ich bin der Meinung, man darf den Kindern die virtuelle Welt nicht als Ersatz für die reale anbieten und sie mit den Geräten "ruhigstellen". Aber wenn ein Kind doch im Buddelkasten Sandkuchen und Grassuppe gekocht, eine Puppe gefüttert, das Dreirad benutzt und ein Buch "gelesen" hat, kann es ruhigen Gewissens eine Folge "Caillou" im Fernsehen schauen oder ein paar Spiele auf dem iPhone spielen.
Auch ich bin übrigens sehr froh über die heutige Informationsgesellschaft mit Google, Youtube und die Sendung mit der Maus, die auf jede Kinderfrage eine zufriedenstellende Antwort parat haben.
Vor ein paar Tagen stellte mir Fiona morgens im Auto auf dem Weg zum Kindergarten nämlich genau die Frage, vor der ich seit 3 Jahren Angst habe. Nein, sie wollte nicht wissen, wer die Babys in den Bauch macht, sie wollte wissen, woher die Löcher im Käse kommen! Ich stammelte ein bisschen verlegen mit irgendwelchen Gasen um den heißen Käsebrei und verbrachte anschließend noch ein paar Minuten videoguckend mit ihr im Auto, obwohl wir schon vor dem Kindergarten standen (Bakterien im Herstellungsprozess produzieren Gasblasen, die dann von innen die Löcher in den Käse "bomben", weil sie anders nicht raus können).

Der sichere Umgang mit Computer, Tablet & Co. ist in der heutigen Zeit eine Grundvoraussetzung, die so selbstverständlich ist, dass sie im Lebenslauf unter "besondere Fähigkeiten" schon gar nicht mehr extra erwähnt wird. Wenn man also die Möglichkeit hat, von Klein-Auf den Umgang mit der Technik zu lernen, sollte man sie auch nutzen (lassen), finde ich.
Fiona, die seit etwa anderthalb Jahren ab und zu mein altes iPhone benutzt, weiß intuitiv, wie sie das Gerät bedienen muss. Ich achte natürlich genau darauf, welche Spiele installiert sind und suche die auch nach bestimmten Gesichtspunkten aus. Kinder in diesem Alter sind mitunter noch sehr eigen in ihrem Lernverhalten, so sucht sich Fiona selbst den Zeitpunkt aus, an dem sie etwas Neues wissen möchte. "Frontalunterricht" à la "Das ist ein M, mit dem M schreibt man MAMA...." fruchtet selten. Sucht sie sich aber gezielt die Buchstaben-App heraus, möchte sie genau das in dem Moment ausprobieren und erfahren und ist unendlich stolz, wenn sie es geschafft hat, einen Buchstaben alleine zu schreiben. Das Gelernte wandert von der Smartphone-App auf direktem Wege zum Ausprobieren auf das Papier auf ihrem Schreibtisch und von dort in meinen "Aufheben"-Ordner. Zwischen den ersten erkennbaren Zeichnungen und vielen Fotos finden sich da mittlerweile nun auch beschriebene Blätter mit "FIONA", "MAMA", "PAPA" und "SASA" (meine Mama) und das mit gerade mal Dreieinhalb!

Als Lehrerin bin ich natürlich begeistert von pädagogisch wertvollen Apps, mit denen sie nicht "nur" spielt, sondern dabei auch etwas lernt. Memory spielen kann sie selbstverständlich auch auf dem Fußboden in ihrem Zimmer, dafür braucht man keine App, allerdings ist es auf dem Handy insofern sinnvoll, dass sie lernt, sich an die vorgegebenen Regeln zu halten, denn in der App werden die aufgedeckten Karten von allein wieder umgedreht, wenn man kein Paar gefunden hat :) Als sie noch kleiner war, gefiel ihr die "SoundTouch"-App sehr gut, bei der man immer 12 kleine Bilder aus verschiedenen Bereichen sieht (Haustiere, wilde Tiere, Vögel, Fahrzeuge, Musikinstrumente, Haushalt) und beim Anwählen das jeweilige Geräusch hören kann. "Cut the Rope" und "Wo ist mein Wasser?" sind Strategiespiele, die logisches Denken voraussetzen (die mag Mama auch sehr gerne!). Nach dem Prinzip Trial & Error versucht Fiona solange, den richtigen Weg für das Wasser zu graben, bis es bei Krokodil "Swampy" angekommen ist und er sich duschen kann. Die Apps aus der Reihe "Meine ersten Wörter", von denen wir "Tiere" und "Farben" haben, lassen sich in verschiedenen Schwierigkeitsgraden spielen. Im ersten sieht man z.B. das Bild eines Tieres, darunter die Buchstaben in der richtigen Reihenfolge "vorgeschrieben" und unten durcheinander die einzelnen Buchstaben, die man mit dem Finger an die richtige Position im Wort ziehen kann. Im schwierigeren Modus fehlen dann die vorgezeichneten Buchstaben. Die beste App, die ich auch ohne Einschränkung jedem mit wissbegierigem Kindergartenkind empfehlen würde, heißt "Letter School". Hier wird nicht nur gezeigt, wie die Buchstaben aussehen, sondern auch, wie man sie schreibt! Im ersten Modus tippt man nacheinander die Startpunkte des Buchstabens an und eine witzige Animation (Rennauto, Zuckerperlenkette, Raupe, o.ä.) fährt die Strecke nach, die man mit dem Stift schreiben würde. Der Buchstabe "S" hat beispielsweise nur einen Startpunkt, weil er an einem Stück geschrieben wird, das "A" hat drei Startpunkte: immer da, wo man beim Schreiben neu ansetzen würde. In der zweiten Stufe sieht man die Startpunkte und muss sie nicht nur antippen, sondern gedrückt halten und den richtigen Weg nachziehen und in der letzten Stufe soll der Buchstabe aus dem Kopf geschrieben werden, allerdings ebenfalls unter Beachtung der richtigen Reihenfolge der Linien. Die Beispiele sind zwar auf Englisch, aber in den meisten Fällen stimmen sie mit den deutschen überein: E is for elephant, M is for monster, etc.


Um nochmal auf die Sendung vom vergangenen Mittwoch zurückzukommen: ich fand es erstaunlich, dass knapp 60% der Leute Kindern unter 3 Jahren keines der Geräte in die Hand geben würden, auch nicht bei gemeinsamer und zeitlich begrenzter Nutzung.
Wie steht ihr dazu? Könnt ihr tolle Apps für Kinder empfehlen oder kommt euch dieses "Teufelszeug" nicht ins Haus?
Ich bin jedenfalls gerade für lange Flugreisen oder Autofahrten, wie diese Woche wieder eine ansteht, sehr froh über den portablen DVD-Player und das iPhone!

Montag, 29. April 2013

Best-Of April

Der Monat ist fast vorbei, Zeit für das zum Ritual gewordene Best-Of!
Letztes Jahr Ende April saßen wir in kurzen Strandkleidchen eisessend im Garten und haben die Füße in den Kinderpool gehalten. In diesem Jahr ist daran noch nicht wirklich zu denken. Das Wetter war ziemlich durchwachsen, von 26°C bis Nachtfrost. Auch momentan ist an kurze Kleidchen noch nicht wirklich zu denken, aber immerhin konnte die Grillsaison, mein Monatshighlight, trotzdem starten! Wenn die einmal eröffnet ist, grillen wir in einem Monat so viel, wie andere im ganzen Jahr nicht, aber dieses gemütliche Beisammensitzen ist einfach der Inbegriff von Wochenende, Freizeit und Erholung. Eis gab es natürlich auch trotz des kühlen Wetters schon und der Sandkasten wurde dieses Wochenende auch neu bestückt.

 
Was sonst noch so los war (bzw. wovon ich noch nicht hier im Blog berichtet habe) seht ihr im Best-Of in Bildern:
 
Wir haben in einer Samstagsaktion mit der Familie den Garten wieder sommertauglich gemacht, Schnecken gesammelt, Blumen gepflanzt und Fiona hat vor dem Essen einen "Gruß aus der Küche" geschickt (u.l.): "Super-Suppe" - mjam, schön kross, die Tannenzapfen ^^
 
 
Wir haben mit Badewasserfarben experimentiert und festgestellt, dass Blau und Rot
zusammen tatsächlich lila Wolken Wasser zaubern :)
 
 
 
Wir haben Gebrauch von unserer Tierpark-Jahreskarte gemacht und den pinken Vögeln, den Katzenbären, Stachelschweinen, Elefanten und Nashörnern einen Besuch abgestattet, erstmalig mit ausgeliehenem Bollerwagen. Tolle Sache! Auf dem großen Spielplatz, auf dem man mit dreieinhalb Jahren nun schon Vieles ganz ohne Mamas Hilfe machen kann, wurde natürlich auch wieder viel Zeit verbracht. Und beim Gehen kamen wir nicht drum rum, eine Biene Maja zu adoptieren und während der ganzen Rückfahrt die hintere Reihe im Auto singen zu hören: "In einem unbekannten Land...".
Finde es übrigens immer wieder lustig, wie es Paare nach dem positiven Schwangerschaftstest in Tierparks und den Zoo zieht (mich eingeschlossen, ca. 3.Monat, ein Bauch war noch nicht mal zu sehen ^^). Als ob man sich genau dort am Besten einstimmen könnte auf das, was einen in den nächsten Jahren erwartet ("Mamaaaaa, ich will nicht zu den Giraffen, ich will lieber ein Eiiiiis!"), waren auch bei unserem Besuch viele Kugelbäuche und Mamas mit ganz kleinen, schlafenden Tragebabys unterwegs. Beim allerersten Tierparkbesuch war Fiona ein halbes Jahr alt. Der lief so ab: Mama und Papa gehen in den Tierpark, Fiona schläft auf den 50m vom Auto in den Park ein. Mama und Papa gucken Tiere, Fiona schläft. Mama und Papa essen Mittag, Fiona trinkt eine Flasche. Mama und Papa gucken weiter Tiere, Fiona schläft. Mama und Papa sind von den vielen gelaufenen Kilometern abends fix und fertig, schlafen auf der Couch ein, Fiona ist wach, Party! ^^
 
 
 
Wir haben auf Fionas ausdrücklichen Wunsch hin das kleine Akkordeon ausprobiert und (siehe links) "Katzenmusik" gemacht - haha
 
 
Fiona hat diesen Monat wieder viel gemalt und geschrieben und ist im feinmotorischen und sprachlichen Bereich, wie im jährlichen Entwicklungsgespräch im Kindergarten bestätigt wurde, sehr weit entwickelt und liegt über der Norm. Beherrschen müsste sie laut Tabelle beispielsweise das Zeichnen eines geschlossenen Kreises, das Zählen bis 5 (sie zählt mittlerweile schon auf Englisch), das sichere Halten von Besteck und das Öffnen und Schließen einer Streichholzschachtel. (Letzteres konnte sie anfänglich nicht, weil sie in ihrem Leben noch nie eine Streichholzschachtel gesehen hatte und ich auch nach wie vor der Meinung bin, dass ein 3-jähriges Kind besser nicht mit einer Streichholzschachtel umgehen können sollte.) Sie spielt und beschäftigt sich, wie auch schon im letzten Jahr, oft und gerne allein mit sich selbst, hat aber auch erste "feste" Freundinnen gefunden. Wirkliche Defizite hat sie glücklicherweise keine, allerdings ist sie beim Anziehen oft ein bisschen faul, träumt vor sich hin und steht dann als Letzte der Gruppe immer noch in Hemd und Schlüppi da und weiß gar nicht, was sie eigentlich machen wollte; "Bummel-Liese" nennt man das bei uns :)

 
Die Rollschuhe, die der Osterhase im Schnee "vergessen" hatte, wurden vorsichtig angeschnallt und ausprobiert und so nach und nach funktioniert sogar das Spielespielen auch ohne non'schen Regelbruch immer besser. Auch das Roller- und Dreiradfahren, was so lange hat auf sich warten lassen, geht nun von dem einen auf den anderen Tag völlig problemlos. Mit dem Laufrad hat sie jedoch immer noch keine Freundschaft geschlossen. Ich schätze, das lässt sie einfach aus und steigt irgendwann auf ein richtiges Fahrrad um. Gekrabbelt ist sie ja auch nicht, sondern einfach aufgestanden und losgelaufen. Auf dem großen Trampolin wird bei schönem Wetter fast täglich gesprungen (ich bewundere ihre Kondition!). Jetzt übt sie auch schon kleine Tricks und kann seit gestern auf den Po fallen und mit dem Fall-Schwung wieder in den Stand hochkommen. Stolz wie Bolle!
 
 
 
Immer mittwochs ist im Kindergarten "Spielzeugtag". Bisher hat sie Bagger, Bücher, Actionfiguren, Maltafeln und Pupskissen mitgenommen, letzte Woche war es auf ein Mal die Baby Born, die sich seit geschlagenen anderthalb Jahren in der Spielzeugkiste unbeachtet die Plastikbeine in den Bauch sitzt. Ich bin gespannt, wie lange diese neue Liebe anhält! Jedenfalls wird sie momentan herumgefahren, zugedeckt, gebadet, gefüttert und bekommt von ihrer Mama sogar Gutenachtgeschichten "vorgelesen". Baby Born selbst staunt darüber mit offenem Mund...
 
 
 
Fionas Zitate-Best-Of darf an dieser Stelle natürlich nicht fehlen. Immer wieder gut und immer wieder so plötzlich aus dem Hinterhalt, dass ich die Lachtränen manchmal nicht zurückhalten kann! Danke, mein Kind ;)
Fiona ist 3 Jahre und 6 Monate alt.
 
 
"Fiona, Emily kann heute doch nicht kommen, sie ist leider krank und hustet ganz viel."
- "Aber wenn Emily hustet, kann ich mich doch einfach verstecken!"
 
"Was gab es denn heute zum Mittag im Kindergarten?"
- "Kartoffel-Pulver mit Apfelmus."
 
Anderes Kind sagt in der Garderobe zu seiner Mutter:
"Guck mal, Mama, das ist Viona!"
Nono: "Ich heiße FIONA, mit Eff!"
 
Ich singe die Melodie von "Schwanensee".
Fiona: "Das ist von Hinter Alien Tschaikotzki!"
(Peter Iljitsch...)
 
Ich (morgens): "Hey, Nono, warum guckst du so zerknittert?"
Fiona: "Meine Augen sind ein bisschen salzig, weil ich nicht so gut geschlafen habe..."
 
"Mama, ich hab ein bisschen Bauchschmerzen.
Kannst du mir so ein Hirschkernkissen warm machen?"
 
Auf der Straße läuft eine alte Frau ohne Kopfbedeckung.
"Guck mal, Mama, die Frau hat eine weiße Mütze auf!"
 
In einer Kinderzeitung waren als Special zwei Spielfische mit einem Netz.
Ich: "Und wie sollen die heißen?"
Nono: "Mozart und Crescendo."
(Crescendo ist ein italienischer Begriff aus der Musik und bedeutet "lauter werden")
 
Wir spielen Knopf-Mau-Mau.
Man kann entweder einen Knopf in der gleichen Farbe oder der gleichen Form legen.
Sie fühlt blind im Knopf-Beutel und ruft: "Ich habe einen gelben gefühlt!"
 
"Nono, du hast dich ja mit Joghurt bekleckert!!"
- "Ja, ich habe den Deckel abgemacht und dann ist er einfach rausgeschissen!"
(schieße - schoss - geschissen, why not?)
 
Eines Morgens:
"Mama, ich bin noch sehr müde!"
- "Ja, ich auch."
Sie drückt meinen Kopf zurück aufs Kissen und sagt:
"Na dann leg dich wieder hin..."
 
Momentan gibt es bei uns oft gezuckertes Obst.
"Mama, machst du mir salzige Erdbeeren?"
 
"Was ist das für ein Vogel?"
- "Das ist ein Pfau."
"Quatsch, Mama, das ist doch kein Buchstabe!!"
 
"Was gab es heute zum Mittag?"
- "Es gab etwas sehr Schwabbeliges."
(Germknödel)
 
Wir schauen ausnahmsweise ein bisschen zusammen DSDS.
Die schweizer Schlagerprinzessin singt "Du fängst mich auf und lässt mich fliiieeegen...".
Fiona ganz entrüstet: "Aber man kann doch nicht Erwachsene fliegen lassen!"
 
"Bald ist in der Kita Entwicklungsgespräch, da sagt mir Frau S., was du schon besonders gut und, was du noch nicht so gut kannst. Was kannst du denn noch nicht so gut?"
Fiona überlegt eine Weile und sagt dann ganz ernst:
"Ich kann noch nicht alleine in ein Flugzeug gehen und Pilot sein."
 
"Nono, ihr könnt ja nachher Vater, Mutter, Kind spielen."
- "Wie geht denn das?"
"Na, du könntest z.B. die Mutter sein und die BabyBorn das Kind."
- "Ja, genau! Dann ist Leon der Vater und Jasper die Oma."
 
Fiona hilft sehr gerne beim Blumen pflanzen, deswegen habe ich ihr eine kleine
Gartenarbeitstasche gekauft mit Harke, Schippe, Schaufel und Kinderhandschuhen.
Fiona: "Bekomme ich heute noch meine Arbeitsüberraschung?"
Ich: "Ey, woher weißt du das denn schon?!"
Fiona: "Sasa hat mir das erzählt. Die ist ganz schön petzig!"
 
Wir wollen zu einem bekannten Drogeriemarkt mit rotem Logo.
Fiona: "Gehen wir heute wieder zu dem Rostladen?"
 
Sie sitzt krumm, guckt an sich runter und stellt fest:
"Mama, ich kann meinen Bauch knicken!"
 
Ich möchte ihr in der Spielzeugküche einen Kaffee abkaufen.
Sie zieht ihn über die Kasse und meint trocken: "Es kostet 25 Meter."
 
Fiona sieht mein Tattoo im Nacken und stellt erschrocken und mit mahnendem Zeigefinger fest:
"Mama, du hast dich aus Versehen angemalt!!"
 
 
 
Und zum Schluss noch die Top 10 der skurrilsten Suchanfragen, über die die Leute auf meinem Blog gelandet sind:
 
"Kuscheltiere mit Glubschaugen, Schwanz und Kostüm" 
- vielleicht lieber mal im Fetisch-Fachgeschäft nachfragen? Ach, oder meint ihr Build-A-Bear...? ;)
 
"Wie kommt Wasser in meine Lunge"
- also wenn es schnell gehen soll, empfehle ich Untertauchen und einfach nicht mehr hoch kommen.
 
"90-60-90 nackt"
- weder noch, sorry. Simple Solution: Barbie ausziehen.
 
"zugenähte Ohrlöcher"
- Aua! Die "nähen" sich mit der Zeit von ganz alleine zu.
 
"Mendelsche Regeln blaue und braune Augen"
- gibt höchstwahrscheinlich braun. In Fionas Fall aber blau.
Ausnahmen bestätigen die Erbsen, oder wie war das..?
 
"Karat Lyrik uns hilft kein Gott unsere Welt zu erhalten"
- da gehe ich ganz karatkonform. Kennt ihr die neue Hornbachwerbung?
"Himmel, Erde, Licht, Wasser. Und jetzt du!"
 
"Kind rennt in TV"
- nicht empfehlenswert, ein bisschen viel 3D.
 
"Weihnachtsmann überholt"
- da stellt sich mir doch die Frage: aktiv oder passiv? Überholt er oder wird er überholt?
So ein Weihnachtsmann muss ja irgendwie mit Lichtgeschwindigkeit reisen, wenn er an einem Abend im Jahr die ganze Kinderwelt mit Präsenten beliefern will. Kann mir die passive Version also eher schwer vorstellen. Für die andere gilt: in jedem Fall Vorfahrt gewähren!
 
"Klobürste"
- was genau erwartet man, wenn man in die Suchmaske "Klobürste" eingibt (im Selbstversuch getestet!)? Dass Wikipedia einem verrät, wozu man sie benutzt, wie sie andernorts genannt wird (mein Favorit sind die Österreicher mit dem "Klobesen" - da bekommt die "Kehrwoche" eine ganz neue Bedeutung, uerks!) oder, dass die Urgroßmutter der Klobürste "Xylospongium" genannt wird und mit dem Glockenspiel so ziemlich wenig gemeinsam hat...?
 
"Messitum Kinder"
- ja, das ist eine Krankheit, die wohl jeden durchschnittlichen Haushalt, in dem Kinder leben, ein Mal befällt. Ich berichtete hier kürzlich über die sprunghafte Vermehrung der Kuscheltiere. Besonders schlimm inzestuös sind auch Überraschungseierfiguren, gesammelte Steine, bemalte Blätter und einzelne Socken...
 
 
Ich hoffe, ihr hattet mit diesem Monat auch so viel Spaß wie wir! Der neue, bei uns ganz im Zeichen der Musik mit der Teilnahme am World Music Festival in Innsbruck, startet mit einem Feiertag, das kann ja nur gut werden ;)

Freitag, 26. April 2013

Frage-Foto-Freitag

Heute ist Gute-Laune-Freitag mit tollem Wetter und 5 neuen Fragen von Steffi. Hier sind sie:


1. Woran hattest du diese Woche Spaß?
 
 
An einer entspannten Latte in der Sonne und einem unglaublich lustigen Buch mit
exakt meinem Humor. Selten so gelacht!
 
 
2. Was geht am Wochenende?
 
 
Proben mit den Liebsten, Sandkastensaison einläuten und viel Zeit im Garten verbringen.
 
 
3. Der Hit?
 
 
Der dicke Obelix-Aufnäher für ein nicht mehr
zeitgemäßes, rundes Logo, was es zu überdecken gilt ;)
 
 
4. In Planung?
 
 
Grillen heute Abend - wird wohl nicht das letzte Mal
gewesen sein an diesem Wochenende ;)
 
 
5. Und sonst so?
 
 
Endlich Frühling in der Stadt - juhuu!
 

Habt ein schönes Wochenende und lasst es euch gut gehen!

Mittwoch, 24. April 2013

Du bist was du fährst

Dass Menschen ihren Hunden meist ähnlich sehen, bzw. sie also unterbewusst beim Kauf des Tieres nach sich selbst suchen, kennt man ja schon. Vor ein paar Tagen ist uns im Tierpark auch ein Prachtexemplar eines solchen Paares begegnet. Aber was hat das mit Autos zu tun?

Aus gegebenem Anlass ist heute Morgen auf den Straßen von Berlin die Idee zu diesem Post entstanden, denn beim Rundum-Scan durch die unruhig mit dem Gas spielenden Autos an der roten Ampel ist mir ein Mal mehr aufgefallen, wie ähnlich in der Gesamtheit Autofahrer ihren Fahrzeugen sind.

Kleine, süße Japaner, bei denen das Leben auf der Straße in den letzten 15 Jahren sichtliche Spuren hinterlassen hat, werden meistens von sehr jungen Menschen gefahren, was der ABI-2012-Aufkleber auf der Heckscheibe oft bestätigt. Sie sind klein, kompakt, ein bisschen unerfahren und voller Lebensenergie, genau wie ihre jugendlichen Fahrer. "Ich war jung und ...äh...brauchte das Geld für was anderes...." :)

Den Franzosen geht es wie damals den gepuderten Perückenträgern im Barock: außen hui, innen pfui. Mein erstes Auto, ein heißgeliebter Peugeot 206 mit schlankem Gesicht, wunderschönen Katzenaugen und rundem Apfelpo, war für mich damals optisch der große Wurf, aber wenn ich allein die Enddarm-Operationen zähle, die er an seinem Auspuff in unseren gemeinsamen 5 Jahren hatte, ist an dem gängigen Vorurteil über französische "Wertarbeit" vielleicht doch etwas dran. Über Citroen kann ich nichts sagen, freue mich nur immer hämisch über die Fahrer, wenn sie erwähnen, welches Auto sie haben. Vielleicht gibt es "Zitröhn" ja bald als neue Sorte im Eisladen...

Deutsche Mittelklasse-Autos wie Fords, Opels oder VWs werden in der Regel von Menschen gefahren, denen nicht soo wichtig ist, wie ihr Auto aussieht, solange es fährt. Mit deutscher Gründlichkeit gebaut, leisten sie ihren "Herrchen" oder "Frauchen" oftmals viele Jahre treue Dienste, bis dann eines Tages auf der Autobahn, kurz bevor man das begehrte H-Kennzeichen ergattern könnte, die Räder winkend an einem vorbeirollen...
Oft sind es sogar die Leute, die sich durchaus auch einen teureren Wagen leisten könnten, das aber nicht tun, weil sie ihr Auto nicht als Prestigeobjekt sehen, sondern als praktischen Kumpel vor der Tür, der einen täglich begleitet, ein Gebrauchsgegenstand im Understatement. In meinem Fall war für die Auswahl des Fahrzeuges (VW Golf Variant) übrigens nur ausschlaggebend, ob 8 Schülerakkordeons problemlos in den Kofferraum passen. Damit tat sich der darmkranke Peugeot ein bisschen schwer ("Koffer-was?")...



Italiener müssen im Straßenverkehr besonders eines sein: schnell! Wer in Italien schon mal Auto gefahren ist, der wird wissen, was ich meine. "Rechts vor Links" scheint da bloß ein grober Vorschlag zu sein. in Italiens Großstädten herrscht eine wahre Kindergartenmentalität: wer am lautesten hupt, hat am meisten recht. Und wer zuerst fährt, fährt zuerst. Bumms. Das Dreirad mit Motor, die berühmte italienische Ape, ist der beste Beweis für die Wendigkeit, die ein Italiener haben sollte. Und ich bin mir sicher, wenn wir nicht hingucken, fährt sie an der Seite Flügel aus und hebt einfach ab. Phonetisch hübsch-sinnliche Marken wie Lancia oder Alfa Romeo sind vermutlich ideale Autos für hektische Menschen mit Hummeln im Hintern und notorische Zuspätkommer. Und der gegen die anderen Markennamen ein bisschen plumpe "Fiat" ist wahrscheinlich der Versuch, Deutsch zu sprechen und das Verb "fahren" zu konjugieren: er/sie/es fiat.

Ein paar Vertreter der deutschen Upper-Middle-Class, also AUDI, Mercedes und BMW wollen dem Fahrer - und das ist jetzt subjektiv und spekulativ - nur eines sichern: die linke Spur auf der Autobahn. Wie sang der schwäbische Lokalpatriot Wolle Kriwanek so schön und aus vollster Kehle? "I fohr Daimler, d'Stroß g'hert mir..."
Running Gag vor vielen Jahren war es, Abkürzungen von Automarken kreativ zu entschlüsseln. Bei BMW sagte man "Bring mich Werkstatt" und freute sich wie ein Schneekönig darüber. Sicher sind die Autos der Upper-Middle-Class nicht nur besonders teuer, sondern auch besonders sportlich, schnell und zuverlässig, aber was bringt mir ein dicker Schlitten mit allerhand Schnickschnack, wenn ich mit ihm und einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 25km/h im Stadtverkehr von Ampel zu Ampel gurke, während sich ein windschnittiger Italiener in jede Lücke drängelt? Dass ich beim Warten wenigstens bequem sitze...? An den Geschichten vom Auto des Mannes als Phallus-Symbol ist vielleicht auch etwas dran, wer weiß. Wer sich so ein Symbol in die Garage stellen möchte und kann, der soll das gerne tun, aber dann bitte nicht bei jedem Kratzer weinen, ok? ;)

Auf die richtige Upper-Class, bei der ich nicht mal die klangvollen Namen der Autos aus dem Gedächtnis fehlerfrei aufschreiben kann, verzichte ich an dieser Stelle, denn auf den Straßen begegnen die mir selten bis nie. Einzig der Hummer wird ab und zu im Stadtbezirk spazieren geführt. So breit wie er ist und so viel wie er "frisst", frage ich mich allerdings, warum man ihn nicht "Whale" getauft hat, wäre passender. Überholen kann der Hummer übrigens, in dem er einfach über das Plankton, also die ganzen anderen Autos, drüber weg fährt. Und zack, schon wieder Erster an der Ampel...

Zwei Extreme verdienen in dieser Aufzählung einen Extraplatz: der Jeep und der Smart.
Wer nicht gerade geführte Schlammtouren an der Nordsee oder Schwarzwaldrallyes zu seinen Hobbys zählt, sondern einen Jeep in der Stadt fährt, weil es sich so nach Abenteuer anfühlt, ist zumindest mal bestens vorbereitet, falls das kleine putzige Säbelzahneichhörnchen aus Ice Age irgendwann mal wieder versehentlich am Erdkern schraubt und sich die Platten so verschieben, dass Berlin plötzlich Gebirge hat. Mein Papa fuhr übrigens mal einen, aber die verdammten Berge kamen einfach nicht!
Smarts, diese kleinen praktischen Einkaufswägen, die man notfalls mal schnell seitlich mit der Hüfte zum Parken in einen Fahrradständer schieben kann, sieht man hier gerade wie Sand am Meer. Letztens begegnete mir einer von der Autovermietung mit der Aufschrift: "Car 2 Go". Ob sie da so genau darüber nachgedacht haben, was der Slogan aussagt? Gestern stand an der Ampel einer vor mir mit dem Kennzeichen H-OS, denn viel größer als eine Hose ist er tatsächlich nicht ^^ Die Krönung war aber Fiona, die, nachdem ein Smart an ihr vorbeigefahren ist, laut lachte und mich fragte: "Hahaha, Mama, was war denn das für ein Auto?!"

Ich glaube, jeder, der eins hat, wird sein Auto zu schätzen wissen, ihm ggf. sogar einen liebevollen Namen geben und über die kleinen Eigenheiten oder Schwachstellen großzügig hinwegsehen. Denn 4 Räder sind in jedem Fall besser als keins! Bei manchen Autos allerdings, die es in die Top 25 der hässlichsten Autos weltweit geschafft haben, fragt man sich wirklich, ob ein Fahrrad nicht die bessere Alternative gewesen wäre. Autobild urteilt mit den Worten "Was ist das - eine gecrashte Seilbahnkabine? Ein Bügeleisen für Asphalt?" und hat damit beim Partymobil Honda Fuya-Jo nicht wirklich unrecht. Diese Galerie ist wirklich sehenswert. Und ich hoffe, spätestens da gibt es zwischen Mensch und Auto keine Ähnlichkeiten mehr....

auf der Straße gesehen - hier liebt wohl jemand sein Auto...ähm, im übertragenen Sinne.

Was fahrt ihr und seid/wart ihr euren Autos auch irgendwie ähnlich in Aussehen oder Eigenschaften?
Ich freue mich auf Meinungen!

Freitag, 19. April 2013

Die Top 5 der Jugendwörter

"Das Alte klappert, das Neue klingt." sagt ein Sprichwort. Gilt das auch für die Sprache der Jugendlichen?

Kürzlich las ich beim Spiegel online, dass der Langenscheidt-Verlag die Top 5 der Jugendwörter 2012 gewählt hat. Erschreckend: ich kannte kein einziges. Bin ich wirklich so alt?!

Auf Platz 5 landete "Komasutra" als Bezeichnung für den "versuchten Geschlechtsverkehr zwischen zwei sehr betrunkenen Personen". Der hat dann zwar vermutlich mit dem eigentlich zugrunde liegenden Wort nicht mehr viel gemeinsam, aber lasse ich als kreativen Neologismus gerne durchgehen.

Platz 4 geht an das Verb "wulffen", was in Anlehnung an den ehemaligen Bundespräsidenten so viel bedeuten kann wie "jemandem die Mailbox vollquatschen", "lügen" oder "auf Kosten anderer leben". Auch dafür gibt es von mir einen Kreativitätspunkt, obwohl ich bezweifle, dass alle Nutzer dieser Wortschöpfung wissen, dass sich El Presidente von dem Tier nicht nur durch den Vokal, sondern auch durch die Konsonantenverdopplung unterscheidet...

Auf der Nummer 3 landet "Yalla!", ein aus dem Türkischen entlehnter Ausruf, der das Gegenüber zum Beeilen bewegen soll. Kurz und knackig und auch mit 2,4 Promille im Turm noch unfallfrei rauszubringen, was will man mehr?

Die Silbermedaille geht an den in ein niedliches Zweibuchstabengewand gehüllten Fluch "FU", im Ursprung bestehend aus zwei Wörtern: einem unschönen mit "f" und "you". Für meinen Geschmack ist es gerade die spannungsgeladene Aussprache des F-Wortes, was dem Fluch die richtige Würze verleiht. Werfen sich Halbstarke hingegen nur noch ein hingerotztes "FU" an den Kopf, dürfte das mit zischendem "F" in etwa so klingen, als würde ein Papierflugzeug vorbeifliegen. Nun ja.

Und ganz oben auf dem Treppchen, also das Jugendwort des Jahres 2012, ist "YOLO". Das ist kein Spielzeug mit einer langen Schnur und auch kein neues Musikgenre. Yolo ist eine Abkürzung für "You only live once", also im Grunde "Carpe Diem" auf Neudeutsch, unter Buddhisten mit Sicherheit umstritten. Auf der Straße ist es mir noch nie begegnet, wohl aber in Statusnachrichten beim Gesichtsbuch. Ich hatte es erst fälschlicherweise für eine Weiterentwicklung von "lol" - laughing out loud - gehalten, hätte jedenfalls in die Stat.. (Mehrzahl von Status? Staten? Stati? Statusse(n)?) auch gepasst. Yolo scheint die Universalentschuldigung für die heutige Jugend zu sein: man kann nur bereuen, was man nicht getan hat, #yolo. Nimmt man nach der Diät wieder zu, könnte man das demnach als "Yolo-Effekt" bezeichnen. Schei* auf die Kilos, schließlich lebt man nur einmal ^^

Apropos Essen - weil wir gestern Abend ausnahmsweise mal keine Ensembleprobe hatten, habe ich mich der Sache angenommen und den Bitte-bügel-mich-Stapel auf dem Wohnzimmerstuhl verkleinert. Um dabei ein bisschen seicht unterhalten zu werden, schaltete ich Heidi Klums Möchtegernmodel-Show ein. Ich gucke ja zum Entspannen abends auf der Couch auch viel Müll im Fernsehen, bei dem man nicht denken muss, aber GNTM sprengt da echt den Rahmen des Erträglichen. Dünn sind sie ja alle so, dass man sich nicht wundern müsste, würde der Lichtkegel auf dem Laufsteg noch die komplette Wand hinter dem Model beleuchten. Aber als dann ein schlankes Mädchen mit 98cm Hüftumfang von der Jury nachgemessen wurde und das sagenhaft-utopische Fettleibigkeitsmaß von einem ganzen Meter festgestellt wurde, herrschte erst mal geschockt-betretenes Schweigen, nur unterbrochen vom leisen Schluchzen der "Fetten". Was macht dieses Ideal mit den ganz normalen Teenies vor dem Fernseher? Finde ich bedenklich, da hilft dann auch "yolo" nicht mehr.
Aber auch sonst: was ist das für ein seltsames Format? Die Shootings sind ja ganz nett und es entstehen wirklich schöne Bilder, aber die restlichen 90min Sendezeit verlangen vom Zuschauer eine relativ hohe Toleranzgrenze, um nicht umzuschalten. Da stößt der Ellenbogen der Einen an die Haarspange der Anderen und schon ist Krieg. Als ultraprominenten Gast hat sich Heidi einen Victorias-Secret-Engel eingeladen, der den 16-jährigen Hüpfern beibringen soll, wie man sexy läuft. Der Engel betrat den Raum und ich wette, dass 80% der Damen zwar mit offenem Mund gestaunt haben, aber bis zur Nennung des Namens keinen blassen Schimmer hatten, wer zur Hölle das gewesen ist. Bikini-Hase Alexandra Ambrosio wippte danach lasziv über den Catwalk, räkelte sich in einer Federboa und guckte mit halboffenem Schmollmund sparsam in die Kamera. Cut.
Am Ende der Folge stehen die beiden Jüngsten der Top 10 auf der Abschussliste: eine "Kirchenmaus", die zwar nicht gut laufen kann aber so abseits des jugendlichen Mainstreams ist, dass Heidis Muttergefühle überschwappen und ein "wenig wandlungsfähiges" Blondchen, das sich für 16 schon relativ sexy bewegen kann, aber sonst nicht viel. Bevor wir erfuhren, wer von den beiden seinen Koffer packen darf, lief schon der Abspann. Muss Heidi mit solchen nervigen Cliffhangern sichern, dass die Leute auch nächste Woche wieder einschalten...? Für mich war es definitiv die erste und letzte Folge Zickenclub in diesem Jahr. Vielleicht ist man da auch sensibler, wenn man mal im Kindergarten gearbeitet hat ("Der Quentin-Maurice-Anthony hat mich gekniffen! Wääähhhhh...") ^^

Mittwoch, 17. April 2013

Something Special (+Verlosung)

Ich lese gerne. Und viel.
Pardon: ich las gerne und viel.
Heute komme ich leider nicht mehr so oft dazu, wie ich eigentlich gerne möchte. Und obwohl mein noch ungelesener Bücherstapel schon ziemlich beachtlich ist und die To-Read-Liste immer länger wird, kann ich am Buchladen einfach nicht vorbeigehen. Und wenn ich nur ziellos durch die Reihen streife, die aktuellen Neuerscheinungen im Vorbeigehen scanne und ein paar Buchrücken von ansprechenden Covern oder Titeln lese um sie danach wieder zurückzulegen - es ist das Gefühl eines Buches in der Hand, die harten Seiten, das geräuschvolle Blättern, der typische Geruch - naja, Junkie eben. (Einen Ebook-Reader habe ich übrigens nicht, aber dafür die Kindle-App auf dem iPhone. Eigentlich ist die nur für's Gefühl, immer ein Buch "in der Tasche" zu haben und zwischendurch mal 3 Zeilen lesen zu können. An der Umsetzung im Alltag scheitert das aber auch meistens.)
Wie ich also so durch die Buchhandlung schlenderte und im Grunde wusste, dass ich kein neues Buch kaufen darf, weil ich genug ungelesene zu Hause habe, begegnete mir DAS Buch:

ein unscheinbarer grauer Einband mit weißer Schrift und einem kleinen gelben Umschlag im unteren Drittel, auf dem Situationen und Gefühle beschrieben sind, die mich sofort ansprachen.
Ich schreibe ja sonst nie über Bücher, es sei denn im Rahmen einer Aktion von Blogg-dein-Buch, aber da muss ich es rezensieren, wenn ich es zugeschickt bekommen habe. Dieses Buch ist anders. Es ist so außergewöhnlich, dass es mich im Grunde zwingt, es mit euch zu teilen.
"1000 Gefühle, für die es keinen Namen gibt" von Mario Giordano - ich schlug die erste Seite auf:

1. Das Glück beim ersten Blick aufs Meer.

Ich stand mitten im Laden, schloss die Augen, atmete tief ein, vergaß dabei das Gewusel um mich herum für einen Moment und spürte genau dieses Glück. So intensiv, dass ich das Meer beinahe hören konnte.
Ich schaute weiter und blätterte mich einmal durch die gesamte Gefühlswelt:
von der "Dankbarkeit, keinen Krieg zu erleben" über die "sadistische Freude beim Erschlagen einer Mücke" bis zu der "Panik, es möglicherweise nicht mehr rechtzeitig aufs Klo zu schaffen" und zum "Kino im Kopf, wenn man an der Supermarktkasse den Einkaufswagen des Vordermanns durchscannt". Wenn man die nummerierten Gefühle einfach so hintereinander weg liest und den Kopf abschaltet, hat dieses Buch keinen Sinn. Wenn man sich aber darauf einlässt und sich die beschriebenen Situationen wirklich vorstellt bzw. sich zurückerinnert, wird das Lesen eine abenteuerliche Reise in das eigene Ich und die ganze Bandbreite der Emotionen. Die meisten der beschriebenen Gefühle hat man sicher schon irgendwann ein Mal erlebt ("Die Scheu vor dem Drücken des Klingelknopfes"?) und die, die man nicht selber erleben durfte, kann man sich nur allzu gut vorstellen ("Der Stolz, dass du 1989 auch auf der Berliner Mauer gestanden hast."). Auch gegensätzliche Gefühle, die garantiert jeder kennt, sind dort aufgelistet, möglicherweise vor dem Kettenkarussel: "Die Trauer darüber, niemals mehr ein Kind sein zu dürfen." oder beim Zubettgehen nach dem Sandmann: "Die Erleichterung, niemals mehr ein Kind sein zu müssen."
Ich würde gerne vorne anfangen und einfach alle Gefühle hier für euch aufschreiben, weil im Prinzip fast jedes diesen "Aha-Effekt" hervorruft, aber das würde erstens den Rahmen sprengen und zweitens dem Autor wohl eher nicht so gut gefallen ;)
Wer also mal etwas ganz anderes lesen möchte, was so besonders ist, dass es in keine Kategorie passt, der sollte sich die "1000 Gefühle" unbedingt zulegen! Es ist Lebenshilfe, kurzweiliges Vergnügen und bester Freund im Taschenbuchformat. Ohne das abwertend zu meinen (im Gegenteil!), ist es auch als Klolektüre bestens geeignet, denn man kann irgendwo in der Mitte anfangen zu lesen oder einfach wieder von vorne anfangen, wenn man vergessen hat, wo man beim letzten Mal aufgehört hat ^^

Seitdem ich es gelesen habe, gehe ich mit einem ganz anderen Blick durch die Welt. Ich nehme genau solche Gefühle viel bewusster wahr und vor meinem geistigen Auge poppt dann jedes Mal ein Fenster auf mit der dazugehörigen Beschreibung. Ein Hoch auf den Notizblock im Handy!
Hier mal eine kleine Auswahl meiner Alltagsgefühle:

Das Glück über die erste Frühlingssonne.
Die Wiedersehensfreude beim Abholen vom Kindergarten.
Die Erinnerung an das grenzenlose Freiheitsgefühl beim Anblick eines Motorrollers.
Der intensive Geschmack von Obst, nachdem man eine Weile auf Süßigkeiten verzichtet hat.
Die Schönheit der ersten floralen Farbtupfer auf der Schneewiese.
Die Genugtuung, wenn der blöde Automatik-Sprüher im Bad nur noch müde vor sich hin röchelt.
Die Fassungslosigkeit über das Ausmaß eines Stromausfalls.
(Ach, dann mach ich mir erst mal einen Kaffee....äähh...nein)
Das wohlige Prickeln im Mund beim ersten Eisbechers des Jahres.
Die Wut über die löchrige Tüte Perlen, die sich gerade über den Fußboden ergießt.
Die Panik, wenn man vom Kind geweckt wird mit den Worten "Ich habe ein F auf die Couch geschrieben!".
Das leichte, befreite Gefühl am Freitag Nachmittag.
Die Hoffnung, auf der Rückfahrt nicht in genau den Stau auf der Gegenseite zu kommen.
Der Ärger über die tollen Schuhe, die es nur bis Größe 36 gibt.
Die kleinen Glücksstromstöße bei 23 Grad "kaltem" Meerwasser, wenn die Luft zu Hause -17 hat.
Die Freude über das erste Rasenmähersurren im Frühjahr.
Das sommerliche Feriengefühl beim Riechen von Gegrilltem.
.........to be continued.........
 
Weitere Gefühle werden übrigens auf der Fanseite gesammelt, wie ich gerade gesehen habe.
 
 
Und jetzt kommt das Beste: der Berlin-Verlag hat sich bereit erklärt, ein Exemplar dieses tollen Buches für eine Verlosung an meine Leser bereitzustellen!!!!
Vielen Dank an dieser Stelle!
 
Um mitzumachen seid ihr 1.) bitte regelmäßige Leser meines Blogs
und hinterlasst 2.) unter diesem Post einen Kommentar, in dem ihr mir erklärt, weshalb genau ihr dieses Buch gewinnen wollt.
Extralose gibt es, wenn ihr den Link zum Gewinnspiel auf eurer Facebookseite teilt oder auf eurem Blog darüber berichtet. (bitte im Kommentar erwähnen)
Teilnehmen könnt ihr eine Woche, bis einschließlich 24.04.2013. Viel Glück!