Freitag, 29. November 2013

Best-Of November

Jubiläum! Im November 2012 gab es hier das erste Monats-Best-Of zu lesen. Immer wieder erstaunlich, wie schnell so ein Jahr vergeht!
November ist ja eigentlich so ein grauer Dazwischenmonat: nicht mehr Herbst aber auch noch nicht Weihnachten. Schöne Momente gab es trotzdem viele! Ein Highlight ist natürlich der Laternenumzug im Kindergarten am 11.11., bei dem das Pferd den Zug anführt, der Martin seinen Umhang mit dem Bettler teilt und niemand etwas von dem Schauspiel sieht, weil viel zu viele Menschen auf einem Haufen stehen. Nach den ersten 15min Laufen spielen die Kinder Fangen, während die Eltern die Laternen tragen und anschließend nur ein daumennagelgroßes Stück vom Martinshörnchen abbekommen. Wir hatten in diesem Jahr gleich zwei Laternen: die bemalte, die Fiona in der Kita gebastelt hat und die Angry-Birds-Laterne, die wir zu Hause gemacht haben. Ich trug am Ende beide. Natürlich.


Außerdem findet immer Ende November unser großes Jahreskonzert statt. In diesem Jahr kam das Publikum in den Genuss einer Musikgeschichte namens "Am Ende des Regenbogens" mit Musik, Tanz und Schauspiel, zu der meine Mama und ich uns viele Monate im Voraus die Geschichte ausgedacht und die Musik dazu komponiert haben. Dieses Programm haben wir nicht nur mit unseren Schülern und Orchestern einstudiert und aufgeführt, sondern wir bekamen auch Besuch von 30 Kindern unserer polnischen Partnerschule aus der Nähe von Warschau, die bei unserem Konzert mitgewirkt haben. Mit Worten ist so ein Erlebnis eigentlich nicht zu beschreiben! Und wenn ich dann als Dirigentin auf der Bühne stehe und dem begeisterten Publikum die Arbeit der vergangenen Monate präsentieren kann - diese Momente und Gefühle zählen eindeutig zu den schönsten Seiten meines Berufes! Ich lasse mal das Bild unseres großen Finales mit allen Mitwirkenden sprechen:

 by pixelmillionaire-photography
Als ich Fiona vor ein paar Wochen von unserem Konzert und der Geschichte erzählte, sagte die: "Ich möchte aber auch ein Sssaussspieler sein!!!" Also wurden kurzerhand ein kleines Eisbär- und ein Pinguinkostüm bestellt, in denen sie in ein paar Szenen über die Bühne tanzen durfte. Als der große Moment endlich gekommen war, saß mein kleiner Eisbär hinter der Bühne, wollte plötzlich nicht mehr und hatte "Bauchschmerzen", das erste richtige Lampenfieber! Im letzten Programmteil hat sie sich dann aber doch noch überwunden und tanzte gemeinsam mit den großen Eisbären wild und ausgelassen über die Bühne. Ich war soooo stolz auf meinen kleinen "Sssaussspieler"!!!

by Joanna Pilecka Photography

An den Nachmittagen und Wochenenden gibt es so gut wie nur noch eine Beschäftigung: PUZZLES. Das kam ganz plötzlich, nachdem sie sich ewig nicht für ihre Puzzles interessiert hat. Am Liebsten mag sie ihre Helden, die Oktonauten, Findet Nemo und Sendung mit der Maus. Ganz alleine legt sie geduldig eins nach dem anderen und präsentiert dann stolz, dass auf der Schachtel 5+ steht und sie ja noch gar nicht 5 ist. Ich habe dem Nikolaus schon geflüstert, was er am besten in den Stiefel füllt...


Wenn sie gerade nicht puzzelt, verarztet sie ihre Kuscheltiere. Das Wartezimmer ist immer voll! Die haben die schärfsten Krankheiten! Das Einhorn zB. hat "Viren und Bakterien im Horn", Hasi hat sich einen Arm und ein Bein gebrochen, der große pinke Vogel hat "Sticktokocken" und behandelt wird grundsätzlich nach der Methode "mit Kanonen auf Spatzen". Eine gute Spritze hat noch niemandem geschadet ^^


Bevor es draußen so kalt geworden ist, dass wir morgens kratzen müssen, waren wir an den Wochenenden auf dem Spielplatz in der Nähe, haben um die Wette geschaukelt, ungerecht gewippt ("Warum darfst du immer unten sein, Mama?") viel gelacht und sind um die Wette geklettert.

Außerdem habe ich mich an ein Bild erinnert, das ich genau dort kurz vor Fionas 1. Geburtstag aufgenommen habe und wir haben ein Vergleichsbild gemacht, 3 Jahre später. Wann genau ist das Kind so groß geworden?!
Eine gute Tat haben wir auch noch vollbracht, und zwar hat Mari von Baby, Kind & Meer dazu aufgerufen, Spenden für einen guten Zweck zu sammeln, um das SOS-Kinderdorf in Lütjenburg und das Ronald-Mc-Donald-Haus in Kiel zu unterstützen. Unglaublich viel Zuspruch hat sie dafür erhalten und es haben sich bereits unzählige Familien an der großen Spendenaktion beteiligt. Ich habe u.a. ein paar kleine Beanie-Mützchen genäht und mit Fiona sehr gut erhaltene Bücher aussortiert, denn viele Tropfen bilden einen Ozean. Bis 10. Dezember könnt ihr euch noch beteiligen. Weitere Infos dazu findet ihr hier: Baby, Kind & Meer Spendenaktion

Hier kommt das Zitate-Best-Of, es war mal wieder eine Freude, ihr zuzuhören!
Fiona ist 4 Jahre und 1 Monat alt.

"Wie haben die denn die Laterne gemacht?"
- "Aus Pappmache."
"Aus PAPASCHNEE?!"

"Diese Tiere sind nackt-aktiv."

"Ich bring dir etwas, damit es dir wieder gesund geht."

"Mama, können wir Eierlauf spielen?"
- "Ja, aber mit den Rassel-Eiern, nicht mit echten."
"Ok. Du hast recht. Echte Eier sind immer sehr knackbar."

"Fiona, kommst du essen? Es gibt Fischstäbchen."
- "Mmmhh, so ein Essen kann ich gut ertragen."

"Komm nicht so dicht an mich ran, Mama, sonst ersteckst du dich."

(Sie sieht die Katze meiner Eltern über die Straße laufen)
"Halt! Miezi darf doch nicht alleine raus! 
Die muss doch mit ihren Eltern zusammen gehen!"

"Der Apfel schmeckt sehr vitaminlich."

(Fiona malt ihren Kindergarten)
"Hm, naja, sieht ein bisschen anders aus, als ich es erwartet habe."

"Fiona, sagst du Opa bitte auch hallo? Er hat dir etwas mitgebracht, 
aber wenn du ihn nicht begrüßt, wird er es dir bestimmt nicht zeigen."
"Hallo, Opa."
Und zu sich selbst: "Ist ja gerade nochmal gut gegangen."

(Mama zu Papa)
"Wo wollen wir sitzen? Parkett oder Loge?"
Fiona: "Was ist denn Spaghett?"

"Boah, heute nebelt es aber ganz schön."

"So, Mama, du hast den Preis für das beste Outfit gewonnen.
Du bekommst dafür von mir ein Spielzeug oder ein Bild geschenkt."
Mama: "Oooohhh, ein Bild!"
Fiona: "Nein. Man muss es nehmen, wie es kommt! Du kriegst ein Spielzeug."

(Papa zieht an ihrer Mütze)
"Hey, ich will nicht gebommelt werden!"

"Mama, kannst du die Murmel einpacken?
Die ist so rollig..."



Das Suchanfragen-Best-Of der letzten 2 Monate kann sich auch sehen lassen. 
Kurios und manches mir völlig unverständlich, aber lest selbst:


Fällt beim Nicken das Auge raus?
 Ich hoffe nicht. Aber zumindest hätten Lehrer heutzutage 
dann nichts zu befürchten, so oft wie die den Kopf schütteln...

Selber genähte BHs
 Ich schreibe mir die Suchworte immer auf kleine Post-It-Zettel, die auf meinem Schreibtisch liegen. Letztens fragte mich mein Mann, ob das meine To-Do-Liste sei mit den selber genähten BHs. Haha, NEIN.

C&A Schlüsselloch
 Wenn man eines dort nicht sehen würde, dann vermutlich selber genähte BHs. 
Ansonsten tut's ein simples Bücken auch, die haben nur Vorhänge.

Kleiner Dino der im Sandkasten spielt
So einen habe ich zu Hause. Manchmal. 

Kinderspielzeug 90er
Diese regenbogenbunten Spiralen, die man die Treppe runterlaufen lassen kann. 
Hatte die noch wer außer mir?

eklige Pizza mit Spinnen
Würde ich reklamieren! 
Oder war es die Halloween-Rache für das letzte Mal, 
wo du "versehentlich" das Trinkgeld "vergessen" hast..?

Fetzenfisch Kuscheltier
Klingt ein bisschen gruselig, aber so statt Schnuffeltuch vielleicht gar keine schlechte Idee!

Hund mit riesigem Kopf
 ...heißt vermutlich Dobermann und hat einen proportional passenden Körperbau dazu.

Maxi Biewer Oberweite
 Ob die sich ihre BHs selber näht?

Mit Erbsen und Zahnstochern zur Mathematik
Sinnvoller wären vermutlich Bleistift und Taschenrechner, 
aber bekanntlich führen ja viele Wege nach Rom ^^


Ich wünsche euch einen guten Start in den letzten Monat des Jahres und eine besinnliche Adventszeit!

Montag, 25. November 2013

Was Pfeifenreiniger mit Marzipankartoffeln zu tun haben...

Wenn im September die Blätter an den Bäumen noch nicht mal annähernd gelb verfärbt sind und in den Supermärkten aber quasi über Nacht schon Weihnachten eingezogen ist, spaltet sich das Land in zwei Gruppen: in die, die sich schon seit Ende der Sommerferien nach dem ersten feierlichen Bissen in den Sternenlebkuchen und die Marzipankartoffel sehnen und in die, die trotz kalter Füße noch in Flip-Flops zum Einkaufen gehen und die heilige Konsumnacht im Supermarkt kopfschüttelnd ignorieren, solange sie können.
Eigentlich zähle ich zur zweiten Gruppe und bin jedes Jahr wieder schockiert, wenn mich beim arglosen Einkaufen der Spekulatiusstand ohne Vorwarnung überfällt. Aber oft ist es ja so, dass man das Weihnachtsangebot aus Prinzip links liegen lässt und wenn dann die Zeit ran wäre, am 30.11. mal einen Adventskalender zu besorgen, wird man in einschlägigen Geschäften und vom amazon-Button ("lieferbar in 3-4 Wochen") nur noch milde belächelt. Wie sangen die Ärzte so schön? "Zu späät, zu spät....". Ob man also will oder nicht - es gibt kein Entkommen, Weihnachten wird dich kriegen.
Schon seit vor dem 4. Geburtstag (der war, wohlgemerkt, Anfang Oktober) liegt der Angry-Birds-Adventskalender unter meinem Bett. In der Zwischenzeit sind auch noch Glitzerpostkarten, Pfeifenreiniger, Tonpapier, Perlen- und Plusterstifte, Streuglitter und 3D-Weihnachtsaufkleber in den
Fundus gewandert und warten nun auf ihren Einsatz. Und ich? Zähle die Tage bis Dezember, damit wir endlich loslegen können ;) Niemals hätte ich das geglaubt, hätte mir das jemand vor ein paar Jahren prophezeit! Aber so kitschig das klingen mag: ein Kind bringt den Zauber in die Weihnachtszeit zurück und ob man will oder nicht, von den leuchtenden Augen muss man sich einfach anstecken lassen! Wenn also das Kind um 17 Uhr fragt, ob es heute "ausnahmsweise" noch ein bisschen wach bleiben darf, obwohl draußen "schon Nacht ist" und der Spielzeugkatalog für den Weihnachtsmannwunschzettel ganz behutsam zerstückelt wird, nähert sich Santa Claus in großen Schritten...

Wenn man den Konsumwahn rund um das christliche Fest mal außer Acht lässt, sind die Wochen vorher eben genau diese ruhige und besinnliche Zeit in der kuschelig-warmen Adventsatmosphäre, die dazu einladen, bunte Weihnachtsmänner in Scharen auf Karten zu kleben, Rentiergirladen aufzuhängen und Tonpapiertannenbäume mit Glitzersteinen zu bestücken, während die Rock'n'Roll-Version von "White Christmas" aus den Lautsprecher dröhnt. Für Musiklehrer ist die Vorweihnachtszeit zwar eigentlich alles andere als ruhig und besinnlich, denn zu keiner Zeit im Jahr stehen mehr Konzerte an, wie in den Wochen vor Weihnachten, aber ohne den alljährlichen Auftrittsmarathon würde einem ja auch etwas fehlen.
Und während man dann den Nachmittag mit einem viel zu großen Po auf einem viel zu kleinen Stuhl verbringt und an seinem ungesüßten Bio-Tee nippt, wird man ganz sentimental, weil schon wieder ein Jahr vergangen ist. In diesen Momenten wird einem irgendwie ganz plötzlich bewusst, dass das Kind, was vor 2 Jahren im Schneeflockenkostüm noch ängstlich auf Mamas Schoß geklebt hat, heute selbstbewusst auf der Bühne ins Mikro singt und in 2 Jahren das erste Adventssingen in der Grundschule feiern wird....
Hach...Kann vielleicht mal jemand kurz die Zeit anhalten???

Freitag, 15. November 2013

Von kleinen Gespenstern und bunten Herbstbäumen (DIY)

Murphys Law: erst ist das Kind eine Woche erkältet zu Hause und wenn der kleine Mensch wieder topfit ist, kränkeln die großen so vor sich hin. So geschehen bei uns am letzten Wochenende. Aus unseren Sealife-Plänen (da kann man gerade die Oktonauten live treffen!) wurde demzufolge nichts, weil jeder Schritt zu viel ist, wenn man hauptsächlich mit der Erhaltung seiner Lebensfunktionen beschäftigt ist. Um dem Mausekind aber doch noch ein Wochenend-Highlight zu bieten, bei dem man sich nicht weiter bewegen muss, beschlossen wir spontan um 15 Uhr, dass wir zu der 16-Uhr-Vorstellung ins Kino gehen würden. Wir sagten Fiona nicht, wo wir hinfahren. Umso größer war dann die Überraschung an der Kinokasse: "Wir gucken das kleine Gespenst??? Jaaaaa!"

Ich muss dazu sagen, dass die Buchvorlage von Otfried Preußler aus dem Jahr 1966 leider irgendwie an mir vorbeigegangen ist, ich kannte die Geschichte bis dato nicht und war dementsprechend unvoreingenommen, was den Vergleich mit der Verfilmung betrifft. Zum letzten Mal im Kino waren wir zum Trickfilm "Keinohrhase & Zweiohrküken". Das einzig Witzige daran war für mich die Hasenstimme von Til Schweiger, ansonsten insgesamt eher ziemlich flach. So enttäuscht, wie ich vom Keinohrhasen gewesen bin, so begeistert war ich vom kleinen Gespenst! Die anfängliche Sorge, dass es Fiona langweilig werden würde, weil der Film mit echten Schauspielern arbeitet und kein reiner Animationsfilm ist, war völlig unbegründet. Sie verfolgte die Handlung gebannt, gruselte sich ein bisschen, als das Gespenst dem Polizist die Mütze vom Kopf gepustet hat und lachte lauthals über die kleinen Missgeschicke des niedlichen Geistes. Das Gespenst wird immer um Mitternacht wach, spukt eine Stunde lang durch die Burg Eulenstein, grüßt seinen Freund, den Uhu-Schuhu, und die alten Bekannten auf den Bildern an der Wand und fällt Punkt 1 Uhr wieder zurück in die große Holztruhe zum Schlafen. Sooo gerne würde das kleine Nachtgespenst ein Mal den Tag erleben, aber dafür muss es erst die eine Uhr finden, die seine Schlaf- und Wachzeiten bestimmt. Als es sämtliche Uhren auf der Burg verstellt hat und die große Rathausuhr vom Uhrmacher Zifferle (haha) zum Stellen für 12 Stunden angehalten wird, geht der große Wunsch in Erfüllung: 12 Uhr mittags, das Gespenst ist wach! Vom Sonnenstrahl getroffen, wird es schwarz, versteckt sich in der Kanalisation, und sorgt als "schwarzer Unbekannter" unter der Stadt für ziemliche Aufregung. Schon bald merkt das kleine Gespenst, dass es eigentlich viel lieber wieder ein weißes Nachtgespenst wäre, aber das allein und ohne die Hilfe seiner Freunde nicht schaffen kann. 3 mutige Kinder stellen sich der Herausforderung und wollen dem Gespenst helfen, damit es wieder zur Mitternachtsspukstunde zurückkehren kann...
Der Film besticht mit unglaublicher Liebe zum Detail und einer charmant umgesetzten Geschichte, die das Herz berührt. Die Auswahl der Schauspieler hätte nicht besser sein können, besonders Uwe Ochsenknecht wird der Rolle des eitel-schnöseligen Bürgermeisters von Eulenstein mehr als gerecht. Während die Kinder sich über tolpatschige Feuerwehrmänner und ungeschickte Polizisten amüsieren, freuen sich die Erwachsenen über treffend zugespitzte Gesellschaftskritik an den "Würdenträgern" und die kleinen versteckten Lebensweisheiten. Alles in allem ein wunderbarer und kurzweiliger Film für die ganze Familie, der definitiv als DVD bei uns einziehen wird, sobald er erscheint! 
5 Sterne, Prädikat: absolut sehenswert!

Und wer für das kommende Herbstwochenende noch eine schöne Beschäftigung sucht (und wie ich bunte Knöpfe in rauen Mengen hortet), für den habe ich die ultimative Do-It-Yourself-Idee, bei der auch kleine Hände schon ganz toll mithelfen können und jede Menge Spaß haben: das Knopf-Bäumchen! Ohne viel Aufwand machbar und eine wirkungsvolle Herbst-Deko. So geht's:


Du brauchst:

eine kleine Leinwand 
 (in unserem Fall ist sie 30x24cm)
Pinsel
braune Acrylfarbe
Kleber
KNÖPFE


Ich habe einen Abend vorher den Baum mit Ästen frei Schnauze auf die Leinwand gepinselt und das Ganze trocknen lassen. Am nächsten Morgen durfte Fiona dann in der Knopfschachtel wühlen und viele kleine Schätze aussuchen, die sie als Blätter an die Äste kleben möchte. Einige sind auch klebstofflos in ihren Kinderzimmerbestand übergewandert, ich glaube, die Faszination für Knöpfe ist erblich! Oh oh...
Mit einem kleinen Tropfen Kleber auf der Rückseite verteilt man die unterschiedlich großen Knöpfe kreuz und quer an den Ästen des Baumes und lässt die "Blätter" kurz trocknen - FERTIG!  


Falls ihr es nachbastelt, würde ich mich über Bilder eurer fertigen Werke sehr freuen! 
Viel Spaß dabei und ein schönes Wochenende!

Donnerstag, 7. November 2013

Karottenschreck

Dieser Moment mit 4 Monaten, wenn die jungfräulichen Geschmacksnerven ganz überraschend zum ersten Mal mit orangefarbenem Gemüse in Kontakt kommen: das ist der Karottenschreck ^^


Dieser Moment mit 4 Jahren, wenn der Hase losspringt und 4 Menschen am Tisch wild gestikulierend versuchen, ihn zu fangen bevor er runterfällt: das ist Karlo Karottenschreck!


Vor Kurzem wurde ich gefragt, ob ich nicht Lust hätte, ein Spiel für Kinder ab 4 Jahren mit meiner Familie auszuprobieren. Ich schaute mir das Angebot genauer an und ahnte bei der Spielbeschreibung schon, dass es genau ins Schwarze treffen würde bei Fiona, denn dass sie auf Hasen steht, ist ja eher ein offenes Geheimnis ;) Letzten Freitag kam das große Paket an. Ich verriet ihr nicht, was drin ist, sagte nur, sie müsse noch eine Nacht schlafen bevor wir es öffnen würden. So schnell wie an diesem Abend ist sie selten eingeschlafen... Dann kam er, der Samstag: im Schlafanzug wurde das Arbeitszimmer gestürmt und das Paket in Beschlag genommen. Yippiiie, ein HASE!

Die Spielregeln sind denkbar einfach: der Hase wird auf seinen Bau gesetzt und die Karotten werden rundherum hineingesteckt. Der Dreh am "Glücksrad" entscheidet darüber, ob eine oder zwei Möhren gezogen werden, ob man aussetzen oder eine Möhre abgeben muss. Ähnlich wie bei KrokoDoc, dem Spiel bei dem das Krokodil irgendwann zuschnappt, wenn man den richtigen Zahn erwischt hat, springt Hase Karlo beim Ziehen einer bestimmten Möhre in die Luft und alle Spieler müssen versuchen, ihn zu fangen bevor er den Tisch berührt, dann gibt es Bonus-Möhren für den Fänger.


Die Mitspieler (2-4) sammeln ihre gezogenen Möhren in kleinen bunten Körbchen und wer am Ende die meisten hat, hat gewonnen.
Zuerst haben Mama und Fiona im Wohnzimmer gespielt. Angelockt von lautem Lachen kam Papa dazu. Es spielten die folgenden 2 Runden Mama, Papa und Fiona. Als Fiona irgendwann keine Lust mehr hatte, spielten Mama und Papa einfach alleine weiter ^^
Achtung: dieses Spiel hat ein extrem hohes Suchtpotential, ganz egal wie alt man ist!

Schnappschuss: Hase im Sprung
Am nächsten Tag brachten wir es nachmittags mit zu meinen Eltern, wo sage und schreibe 4 Generationen gemeinsam Spaß hatten! Am Witzigsten war der Aufschrei meiner Oma, immer wenn Karlo senkrecht in die Luft gestartet ist. Meine Oma - Jahrgang 1931 - lobte das Spiel in den höchsten Tönen und auch die anderen 3 Generationen sind restlos begeistert! Ein kurzweiliger, unterhaltsamer Zeitvertreib mit Überraschungseffekt - garantiert der Hit unter dem Weihnachtsbaum, wer noch ein Geschenk sucht! Neben den motorischen Fähigkeiten (Fangen, Reaktionsvermögen, Karotten stecken) üben die Kinder auch das Zählen, denn man muss ja nach dem Spiel herausfinden, wie viele Karotten man tatsächlich in seinem Körbchen gesammelt hat.
Einzig verbesserungswürdig finden wir die Drehscheibe, die man vorsichtig mit einer Hand am Rand festhalten muss, während man am Zeiger dreht. Der Zeiger hackt manchmal oder lässt sich von einer kleinen Hand oft nicht so gut drehen, das tut dem durchweg positiven Gesamteindruck aber keinen Abbruch!

Als ich nach dem Spielen zu Hause noch ein Foto von dem gesamten Inhalt des Kartons machen wollte, kam dieses Bild leider nicht mehr zu Stande, weil Fiona den niedlichen Hasen erst liebevoll mit seinen Möhren gefüttert und dann auf ihrem Arm in den Schlaf gesungen hat ("Mein Baby!").

Wir freuen uns jetzt schon auf verregnete Winterwochenenden mit Karlo und bedanken uns recht herzlich bei Griffiths Consulting und der Firma Goliath, dass wir ein neues Familienmitglied mit zwei langen Ohren in unserer Mitte begrüßen durften!

Hier noch ein paar Eckdaten:
Das Spiel heißt "Karlo Karottenschreck" und kostet ca. 24,99€, online bis zu 5€ günstiger, im Spielwarenladen bis zu 5€ teurer.
Die offizielle Altersempfehlung liegt bei "ab 4 Jahren", ich würde sagen, dass man es durch die einfachen Regeln und die kurze Spieldauer (ca. 15min pro Spiel) auch mit 3 durchaus schon spielen kann. Unsere "Testkinder" (einige meiner Musikschüler), zwischen 2 und 8 Jahren alt, waren ebenfalls durchweg begeistert und wollten den niedlichen Hasen am liebsten mit nach Hause nehmen. Da wird der Weihnachtsmann in diesem Jahr sicher viele Häschen in seinem Sack transportieren müssen :)

Was waren eure Lieblingsspiele, als ihr klein wart? Was spielen eure Kinder gerne?

Mittwoch, 30. Oktober 2013

Best-Of Oktober

Ein aufregender Oktober liegt hinter uns, wettertechnisch tatsächlich ziemlich golden und zum Glück noch nicht matschgrau. Weil man das aber vorher nie wirklich wissen kann, zog es uns in den Herbstferien vor dem Winter noch mal für ein paar Tage ins warme Griechenland, halb beruflich, halb privat, u.a., um die Konzertreise meiner Orchester für den Sommer 2014 zu organisieren. Ich bin euch noch ein paar Griechenlandbilder schuldig (direkt danach fielen die Angry Birds zum 4. Geburtstag bei uns ein, ihr wisst ja...), die gibt es heute hier zu sehen! Das Hellenikon Idyllion, so heißt unsere Unterkunft, ist eine unvergleichliche, musisch-kulturelle Begegnungsstätte auf dem Peloponnes, extra für Orchester, Chöre, Philosophen, Dichter und Denker, die dem Alltag entkommen und sich ein paar Tage ganz ungestört ihrer Leidenschaft widmen wollen.


Mit richtigen Bühnen und funktionstüchtigen Flügeln und Klavieren im sog. "Garten der Musen" bestehen ideale Probenmöglichkeiten für Instrumentalisten! Man lebt zwar nicht wie in einem 5-Sterne-Hotel mit Wellness-Spa und All-Inclusive, dafür aber wie ein echter Grieche in einem kleinen, romantischen Fischerdorf mit den typischen "Tavernas", einer Hauptstraße und dem Meer direkt vor der Bungalow-Tür. Dort in Selianitika, abseits des Touristentrubels, ist die Welt noch in Ordnung: die älteren Männer verbringen ihre Tage in der "Cafénio", einem kleinen Café, wo sie bei einem ehrlichen Ouzo über Gott und die Welt philosophieren, Haustiere hält man sich nicht, die sind einfach da und Verkäuferinnen wundern sich darüber, dass jemand in ihrem Örtchen ernsthaft nach Postkarten fragt... 
"Ihr Deutschen habt die Uhr, aber wir Griechen haben die Zeit" - nach einer Weile wird die wirklich so nebensächlich.

Im Garten selber wachsen Khakis, Aubergine, Weintrauben, Zitronen, Pampelmusen, Granatäpfel, Apfelsinen etc. und schmecken sonnengereift und direkt vor dem Frühstück gepflückt so unbeschreiblich gut, dass es dafür keine Worte gibt. Besonders die Weintrauben waren so süß, dass die Zuckerrezeptoren im Mund ihre Partyhüte ausgepackt haben. Mit dem Wetter hatten wir übrigens großes Glück, war es doch für Herbst noch erstaunlich mild und sommerlich in den ersten Tagen. Wir waren jeden Tag im Meer baden, haben original-griechische Moussakka genossen und es uns einfach gut gehen lassen. Gegen Ende der Woche war es dann zwar nicht kalt, aber sehr windig am Wasser, so dass die hochspritzenden Wellen ein beeindruckendes Schauspiel geboten haben. Und wer stand mit dem iPhone mittendrin...? ;)

Wie es mit Urlaub eben so ist, verging auch diese Woche leider viel zu schnell.
Zurück in Berlin haben wir diesen Monat mit der Tollabox eine Art Twisterspiel gebaut, bei dem man mit Händen und Füßen auf bunten "Steinen" über einen imaginären Fluss gehen musste. Hände und Füße durften natürlich nur bestimmte Farben berühren oder mussten gewürfelt werden. Selbstredend, dass Mama und Papa auch mal Versuchskaninchen für die Flussüberquerung spielen sollten. Dabei ist mir aufgefallen, dass Kinder unglaublich schadenfroh sein können... (wie ich da so hing, kopfüber mit Armen und Beinen jeweils geschätzte 2m voneinander entfernt, kam das Tochterkind mit dem Würfeln einfach nicht aus dem Knick und amüsierte sich königlich ^^)
An den Wochenenden ist bei uns Spielezeit und endlich, e-n-d-l-i-c-h kam auch der Tag, an dem Fiona nicht mehr bei Memory schummelte und ganz geduldig akzeptierte, dass man mit einer aufgedeckten Karte in der Hand nicht die passende durch Umdrehen aller anderen Karten suchen soll... Gut, das Ich-darf-nochmal-wenn-ich-ein-Pärchen-hatte gefällt ihr nach wie vor nicht, allerdings nur in die eine Richtung. Wenn Mama ein Pärchen hatte, ist das genug Erfolg, die darf dann nicht gleich nochmal... Naja, irgendwas ist ja immer. Von Legoteilen und Puzzles ist sie übrigens gerade völlig fasziniert, aber auch Blättersammeln und Höhlenbauen waren schöne Nachmittagsbeschäftigungen der letzten Zeit. (War natürlich klar, dass sie abends ausgerechnet das Buch lesen wollte, in dem ich die ganzen Blätter zum Basteln getrocknet habe ^^)

Am vergangenen Wochenende waren wir zur Gruselparty im FEZ, dem Freizeit- und Erholungszentrum. Ich habe ja schon öfter davon berichtet: die ideale Anlaufstelle für einen Sonntag mit Kind in Berlin. Auf vielen verschiedenen Spielplätzen geht sowieso immer die Post ab und im Haus selbst ist auch jedes Wochenende etwas anderes für Kinder geboten. Dieses Mal war es die vorgezogene Halloween-Gruselparty, auf die sich Fiona schon seit Tagen gefreut hat und für die wir uns extra zu Hause geschminkt und ein bisschen verkleidet haben. Erst wollte sie gerne als Oktonaut gehen, am liebsten der Medizin-Pinguin "Peso", aber als ich ihr erklärte, dass der nicht wirklich gruselig sei, hat sie spontan auf Fledermaus umgelenkt. Genauergesagt, eine blaue Fledermaus mit pinken Glitzerschmetterlingsflügeln auf dem Rücken. Diese Zusammenstellung war dann in der Tat ein bisschen gruselig ^^  So ganz "nackig" wollte ich dann auch nicht gehen und habe mir noch schnell vor dem Spiegel ein Spinnennetz verpasst. Der Parkplatzwärter fand es seinem Gesichtsausdruck nach zu urteilen wohl ziemlich komisch...
Wir haben das volle Programm mitgenommen von Kürbisschnitzen bis Hexenhut basteln und Fiona war anschließend sehr stolz, dass sie viele Dinge, wie zB. ausschneiden mit gerade 4 Jahren schon ganz alleine machen konnte. 

Ach, und das umgedeutete Klo-Schild auf dem Spielplatz wollte ich euch noch zeigen ^^


So, jetzt wird es aber Zeit für das Zitate-Best-Of, war ein sehr "ergiebiger" Monat!
Fiona ist genau 4 Jahre alt.

"Die Katzen sind ja ganz keifig!"

Fiona gewinnt bei Memory und sagt triumphierend:
"Tja, so sehen große Helden aus, wenn sie gewinnen!"

Sie sieht ein Loch in meinem Socken.
"Mama! Du bist ja aus deinen Socken rausgewachsen!"

Wir spielen Nino Delfino, ein Spiel, bei dem man bunte Bälle
auf dem Rücken einer Robbenspielfigur in Sicherheit bringen muss.
Fiona sagt nach der ersten Runde:
"Ich nehm eine andere Robbe, meine ist schon ganz geschwitzt!"

Meine Oma zu Fiona:
"So ungekämmt kannst du nicht mitgehen zum Einkaufen. 
Du siehst ja aus wie ein Zigeuner!"
Fiona: "Hääh?! Ein ZIGEULER?!"

Wir sehen auf dem Flughafen eine Maschine von SwissAir.
Fiona: "Guck mal, da ist ein Flugzeug mit Krankenhauszeichen!"

An ihrem Geburtstag zu uns Erwachsenen:
"Ach, ihr seid die besten Freunde, die man sich wünschen kann!"

"Guck mal, Mama, so muss man den Ball werfen:
ganz sachte mit sanftem Schwung!"

"In meinem Kopf habe ich es mir gedenkt, wie ein Ohrwurm!"

"Wie sieht denn dein Zimmer aus? Totales Chaos!"
- "Gar nicht! Ich hab kein Cars gemacht!"
 
"Guck mal, wie schnell ich meinen Schlafanzug ausziehen kann!"
- "Toll! Jetzt zeig mal, wie schnell du dich anziehen kannst."
"Nein, man muss immer seine Ruhe haben!"

"Fiona, hast du einen Schlüppi unter der Hose an?"
- "Moment, ich seh mal nach....äh, nein."

 "Wenn ich Batterien in die Taschenlampe mache, bin ich ja erleuchtet!"

(eine Autotür quietscht)
"Hast du das Geräusch gehört, Mama? Klang wie eine Geige."
 (haha!)

(beim Autofahren)
"Mama, wir haben Vorfahrt. Ich habe ein gelbes Schild gesehen."

"Weißt du, wen ich heirate, wenn ich groß bin?... DICH!"
(Herzaugen)

"Darf ich die Zeitung haben? Da ist ein Zauberstab mit dabei. 
Mit dem kann man bunte Lichteffekte zaubern..." 

Fiona erzählt mir, dass ein Mädchen in der Kita manchmal vor die Tür gehen muss, 
weil sie beißt, haut und böse Wörter zu den anderen sagt. Ich frage:
"Musstest du auch schon mal rausgehen?"
Fiona: "Ja, ein Mal."
Ich: "???? Was hast du gemacht ???"
Fiona: "Na als Frau S. das Osterkörbchen für mich versteckt hat, musste ich rausgehen."
(Puuh!)

Fiona zieht einen Teddy an einer Schnur hinter sich her und sagt:
"Guck mal, man kann ihn wie einen Hund benutzen."

"Da ist ein Spielplatz! Nichts wie hin!"

"Darf ich eine Süchigkeit kaufen?"
- "Ja. Oder lieber ein Heft?"
"Heft oder Süchigkeit, du kannst mir ein Angebot machen, Mama."

Unsere Papiertonne ist voll.
Fiona trocken: "Wir müssen mal aufhören mit Müll."

Ein Baby weint im Kindergarten.
Sie: "Der brüllt an wie ein Spieß. Ist ja nicht zu ertragen..."

(in der musikalischen Früherziehung)
"In welchem Land waren wir letzte Woche auf unserer Weltreise?"
- "In Tralien!"
(Ich sagte die Stunde vorher: "Der Koala kommt aus Aus-tralien...")


Kuriose Suchanfragen gab es auch wieder einige, die gibt's demnächst mal in einem Extra-Post.
Ich wünsche euch ein schaurig-schönes Halloween und einen guten Start in den November!

Freitag, 25. Oktober 2013

10 Fragen

Ihr merkt das schon, momentan komme ich leider im Schnitt nur noch 1x die Woche zum Bloggen, im "echten" Leben so viel zu tun ;), aber heute gibt es einen kleinen Zwischendurch-Happen für euch, denn ich wurde getaggt von Sabine und darf ihre 10 Fragen beantworten.

1. Wie wichtig sind Dir Follower und Mitleser?
- Grundsätzlich habe ich das Bloggen in erster Linie für mich angefangen, um eine Art öffentliches Tagebuch/"Erinnerungshilfe" über Fionas Entwicklung zu haben und, weil ich das Schreiben schon seit der Schulzeit sehr liebe. Aber natürlich freut es das Bloggerherz sehr, wenn dann ein paar Leute tatsächlich auch lesen, was man geschrieben hat oder sogar regelmäßig wiederkommen! Aber mir ist schon klar, dass ein - ich nenne es mal - Kinder-Kolumnen-Blog ohne Wettbewerbe und Verlosungen eine eher familiäre Fangemeinschaft hat und die 1000 Leser wohl nie sprengen wird. Aber das ist okay, die Zahl ist mir nicht so wichtig. Kleckerweise werden es mal 1-2 Leser oder Facebookfans mehr, wenn jemand den Blog seinen Freunden weiterempfohlen hat, weil es ihm hier gefällt - und darüber freue ich mich aber dann auch von Herzen!

2. Worüber bloggst Du am Liebsten?
- Ich blogge gerne über kreative Projekte wie kürzlich den Motto-Kindergeburtstag, über den Alltag als Mama einer 4-Jährigen und deren tollste Zitate im Monats-Best-Of, über Aktuelles aus Medien und Politik und über meine Arbeit als Musikpädagogin. Außerdem liebe ich Blogparaden :)

3. Welche Blogartikel liest Du in anderen Blogs am Liebsten?
- Ich lese 2 Arten von Blogposts besonders gerne: zum einen sind das informative und reich bebilderte Posts von Menschen, die mit ihrer Kamera umgehen können (tolles Motiv, geeignete Perspektive, Stimmung, Belichtung, etc.) und gute Ideen haben, da ist es dann auch fast egal, worüber sie schreiben, und zum anderen sind es gesellschaftskritische oder einfach humorvoll geschriebene Artikel von Bloggern, die mit ihrer Muttersprache stilistisch so jonglieren können, dass es eine Freude ist, mitzulesen - auch fast egal, worüber sie schreiben.

4. Kanntest Du meinen Blog schon vor dem Taggen?
- nein.

5. Kaffee oder Tee?
- Definitiv Kaffeeeee! Momentan am liebsten aus der großen Eulentasse, die mir letztens beim Einkaufen "zugelaufen" ist. Die guckt morgens genauso zerknickt wie ich, da bekommt man direkt gute Laune :)



6. Kochst Du gerne?
- nein. Aber ich esse gerne ^^ Kochen ist für mich kein spaßiger Zeitvertreib, sondern sozusagen notwendiges Übel, wenn der Magen langsam anmeldet, dass er gefüllt werden möchte. Ich würde gerne behaupten, dass ich kochen mag, weil es gerade ziemlich hip zu sein scheint, sich mit Rezepten zu beschäftigen, die Zutaten bunt zu mixen und seiner Kreativität in der Küche unter Anleitung von Jamie Oliver und Konsorten freien Lauf zu lassen. Aber das wäre in meinem Fall schlichtweg gelogen, komme ich doch schon mit den alljährlichen Adventskeksen den Grenzen meiner Küchenfähigkeiten gefährlich nahe...

7. Was würdest Du auf die allseits bekannte einsame Insel mitnehmen?
- meine Familie, mein Akkordeon, Bücher, etwas zu schreiben und (seit gestern) auch einen sehr großen pinken Vogel. Die Geschichte dazu ist eine tragisch-komische: Fiona ist seit Monaten dem Angry-Birds-Wahn verfallen (siehe Motto Geburtstagsparty). Bei einer großen Spielzeugkette, die zufällig bei uns in der Nähe eine Filiale hat (argh!), gibt es kleine Überraschungstüten mit einem gummigen Angry-Bird drin, allerdings weiß man ja vorher nie, welchen man bekommt. Auf den Tütchen sind alle Gummi-Vögel abgebildet. Fiona war scharf auf den pinken Mädchenvogel, ein ganz seltenes Exemplar. Rote, Gelbe, Schwarze gibt es tausendfach mit kleinen Variationen (Augenbrauen sehr böse, Augenbrauen medium böse, Schnabel auf, Schnabel zu, ...) und wir hatten auch regelmäßig das Glück, unsere Sammlung durch eben diese aufstocken zu können. Von dem pinken Vogel keine Spur. Bei unserem letzten Besuch im Spielzeugladen beschloss ich heimlich, mein nicht vorhandenes kleinkriminelles Potential zu aktivieren und einen winzigen Spalt in die Tütchen zu reißen, um dem Glück ein bisschen auf die Sprünge zu helfen. In sage und schreibe der allerersten spaltbreit geöffneten Tüte war der pinke Vogel!!! "Endlich haben wir mal Glück gehabt!" flötete mein Kind selig und nahm den Mädchenvogel von diesem Moment an überall hin mit. Auch zum Hände waschen ins Waschbecken am Abend. Der Vogel zog allerdings die Freiheit vor und beschloss, die Chance des herausgenommenen Waschbeckenstöpsels zu nutzen. Weg! Bittere Tränen tropften von den Wangen der Vogelmama herunter, während Papa unterm Waschbecken liegend die Rohre auseinanderbaute. Von Pinky keine Spur. Als sich die verzweifelte Suche nach Ersatz in den Tiefen des WWWs als ziemlich aussichtslos herausstellte, begegnete mir endlich ein Pinky, der zwar nicht aus Gummi war, dafür aber definitiv nicht durch den Abfluss, das Klo oder den Staubsauger verschwinden können würde. Tatsächlich braucht dieser Pinky das halbe Bett für sich allein, nimmt am Frühstückstisch den ganzen Kinderstuhl in Beschlag und benötigt im Auto einen Extra-Sitzplatz... Naja, wo die Liebe hinfällt...

8. Schaust Du lieber Filme oder lieber Serien?
- Ich bin nicht so der Filmegucker, dafür fehlt mir meistens die Geduld. Es gibt auch zB. eine ganze Reihe an Filmen, die mein Mann nur gucken "darf", wenn ich nicht zu Hause bin: die Star-Wars-Reihe, Tarantino-Filme und James Bond. Als wir uns kennenlernten, staunte er über 2 Dinge wohl am meisten: darüber, dass nur ein einziges Gewürz in meinem Küchenschrank zu finden war (und dann auch noch ausgerechnet Zimt! siehe Frage 6...) und darüber, dass ich nur ganze 3 DVDs mein Eigen nannte: "Lilo & Stitch", "Shrek" und "Harold & Maude" ^^

9. Ich kann nicht leben ohne....
- MUSIK! 
Dazu letztens auf Twitter gelesen: "Musik kann vielleicht nicht die Welt retten, aber deine Seele.". Schön.

10. Und zu guter Letzt: Hat es Dir Spass gemacht, diese Fragen zu beantworten?
- ja :) Vielen Dank für's Taggen!


An die exakten Regeln halte ich mich nicht, stelle aber dennoch hier 10 Fragen, die jeder, der sich getaggt fühlen möchte, gerne beantworten darf! Besonders freuen würde ich mich über Antworten von Sina & Herrn Bohne, Mari von Baby, Kind & Meer, Sabrina & Babykeks, Ori Gami, Mama on the rocks , Sebastian von PAL, Werkeltagebuch-Nina und Wir-mit-Kind, aber auch alle anderen Leser dürfen sich gern eingeladen fühlen, etwas dazu zu schreiben!


1. Wann und weshalb hast du mit dem Bloggen begonnen?
2. Hat dein Blog sich verändert, seit es ihn gibt? Inwiefern?
3. Was schätzt du am Bloggen am meisten?
4. In welchem Jahr wurdest du geboren und wer waren die Helden deiner Kindheit?
5. Erinnerst du dich an deine allererste CD? Welche war das?
6. Gibt es einen Song (oder mehrere), der in deinem Leben eine ganz besondere Rolle spielt? Warum?
7. Was ist das Wichtigste in der Erziehung, das du deinem Kind/deinen Kindern mit auf den Weg geben möchtest?
8. Warst du früher ein typisches Mädchen/ein typischer Junge? Wie war das mit dem Rollenbild?
9. Was waren deine Lieblingsfächer in der Schule und welche mochtest du gar nicht?
10. Hast du ein Lebensmotto? Wenn ja, welches?


Ich bin gespannt auf eure Geschichten und wünsche euch ein wundervolles Herbstwochenende!

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Du Tarzan, ich Jane?

Juhu, es ist Herbst! Das heißt, endlich ist das Skurrilitätenkabinett deutscher Bauernhöfe wieder da! Zum mittlerweile 9. Mal gehen brünftige Bauern auf Brautschau und bieten damit beste Unterhaltung zur Prime Time am Montag Abend. Das Format möchte natürlich "ernst genommen" werden und zwischen gemütlichen Strohballen und galoppierenden Pferden mit wehender Mähne dem Zuschauer romantische Lovestorys und handfeste Skandale bieten, wie sie RTL selbst nicht schöner erfinden könnte. Aber im Grunde ist es doch nur das Eine: Comedy! Wenn Inka Bause, die mit dem montierten Marienkäfer in der Fernsehzeitschrift nun wirklich auch noch den letzten Kitsch-Rahmen gesprengt hat, in ihrem sau-(haha)-teuren Wagen vorfährt und den Bauern mit Zahnpastalächen zwei Brieflein in die Hand drückt, muss ich meistens schon zum ersten Mal grinsen. Sie läuft mit einem Korb in der Hand wie Rotkäppchen über den Hof, wo Kühe im Hintergrund auf der Wiese grasen, der Bauer gerade fleißig arbeitet und regelrecht überrascht über ihre Ankunft scheint (wo das Kamerateam in seinem Rücken so plötzlich herkommt, weiß er auch nicht so genau). Anschließend setzt sich der Jungbauer mit Muddern und/oder Vaddern an einen rustikalen Tisch, liest ein paar Fetzen der Liebesbriefe vor, in denen über 30-jährige, erwachsene (!) Frauen Herzchen als i-Punkte gemalt haben, und sortiert die darin enthaltenen Fotos unter den kritischen Blicken der Schwiegermutter in spe in "wow", "akzeptabel" und "nicht so". Laut lachen musste ich, als einer der Bauern einen langen Brief geöffnet hat, ihm das spontan zu viel Text zum Lesen gewesen ist und er den Brief "für später" zur Seite gelegt hat. Vermutlich fährt man mit der unmissverständlichen "Du-Tarzan-Ich-Jane"-Botschaft noch am Besten, liebe Damen (aber Herzchen auf dem i nicht vergessen!). Von den 10 Bauern sucht eine Frau eine Frau und ein Mann einen Mann. Wenn sich jeder seine 2 Favoriten aus den Bildern ausgesucht hat, steht das große Kennenlernen und anschließend das legendäre Scheunenfest an. Die "Auserwählten" treffen also erstmalig auf ihre Bauern und haben es sich zum Ziel gesetzt, im Kampf um den "tierlieben Thüringer", den "herzlichen Hessen", den "sensiblen Schweinebauern" und den "munteren Münsterländer" der Nebenbuhlerin möglichst diskret die Show zu stehlen. Wenn es sein muss, tun sie das übrigens nicht nur mit den naturgegebenen Waffen einer Frau, mehr oder weniger vorteilhaft komprimiert in Dirndl-Form, sondern auch mal mit selbstgebackenen Torten, die auf der Fahrt "ein wenig gelitten" haben. Wenn Blicke töten könnten, würde wohl keine der Frauen den Weg bis in die Scheune schaffen. Da wurde in diesem Jahr gelästert und spekuliert, was das Zeug hielt: "Ach, du bist auch für Christian hier? Schön, dich kennenzulernen..." - ich glaube, nicht nur mir ist nicht entgangen, dass da ein subtiles F***-You in ihren Blicken mitschwang...
www.rtl.de
Während im Zickenstall die Federn fliegen, schnippeln die Bauern noch ein wenig an ihren Brusthaaren rum, springen unter die Dusche (dazu huschte erstmalig ein nackter Bauernpo durchs Bild, Sex sells? Uäh) und schmeissen sich in Schale. Wenn dann alle Männer fein zurecht gemacht in der Scheune stehen, folgt der Einzug der Gladiatorinnen, fast in Zeitlupe und immer begleitet von unglaublicher pompöser Musik. Die Bauern werden wie in der Schule einzeln nach vorn gerufen, müssen sich dann an die Namen "ihrer" Frauen erinnern, sie möglichst kollisionsfrei mit Wangenküsschen begrüßen und jeweils links und rechts untergehakt aus dem Scheunentor zum Sektempfang geleiten. Manchmal laufen sie dabei so unbeholfen, dass ich mich frage, ob sie wohl diese "Choreographie" geübt haben und innerlich "links, zwo, drei, vier" mitzählen... Jedes Dreier-Pärchen bekommt dann ein separates Zimmer, erste Funken sprühen und Fetzen fliegen, dümmlich-verlegenes Gelaber durchbricht die peinliche Stille und erste Sym- und Antipathien sind für den Zuschauer schon deutlich spürbar. Die (was ist los, RTL? Ist die Alliteration unterwegs verloren gegangen?) "patente Jungbäuerin" Lena hat mit der Sensibilität eines Traktors ihrer favorisierten Bewerberin erstmal klargemacht, dass deren Chihuahua ein "Tussi-Hündchen" für die Handtasche sei und die 2 Katzen der anderen auf ihrem Hof nichts verloren hätten. So geht flirten, gut gemacht! Schön ist auch, wenn die Bewerberinnen einzeln in Großaufnahme Full HD den Bildschirm fluten und dazu beispielsweise der "Baby Elephant Walk" erklingt. Da stimmt die Bild-Ton-Beziehung, ich sag ja: Comedy vom Feinsten.
Wenn sich später eine der Konkurrentinnen erfolgreich durchgesetzt hat, verlässt die jeweils andere erhobenes Hauptes mit Nase gen Himmel den Raum, von Küsschen-Küsschen keine Spur mehr. Manchmal wünscht sie den "Turteltauben" noch eine schöne Zeit und viel Spaß auf der Hofwoche oder ähnlich hohle Phrasen, aber das dürfte in etwa so ernst gemeint sein, als wenn einem der Sensenmann auf's Niesen "Gesundheit!" erwidert.
Beim Scheunenfest lassen die frisch zusammengeführten Paare die Korken knallen, bewegen sich mehr oder minder rhythmisch zu DSDS-Schlagerprinzessins brennendem Herzen und testen oral erste Körperflüssigkeiten auf chemisch-biologische Verträglichkeit. Bah.
Zur Hofwoche reisen die Damen dann mit Sack und Pack an und lernen den Rest des Bauers kennen, ich meinte jetzt allerdings nicht das, was ihr denkt, sondern in erster Linie Haus, Hof und Herde. Bei so manch jungfräulichem Bauernschuppen klappt der Dame nicht selten mal eine Kinnlade runter, was sie mit einem schüchternen "Äh, ja, schön hast du's hier..." erfolglos zu kaschieren versucht. Genauso verbergen möchte die manikürte Beautyqueen ihren Würgereiz beim ersten Gang in den Schweinestall oder ihr Entsetzen darüber, dass die flauschigen Küken, die sie liebevoll Schnuffi, Hansi und Annegret genannt hat, irgendwann auf ihrem Teller liegen werden. Herrlich, ich amüsiere mich gut montags abends! In Ermangelung an Alternativen ersetzt Zahnpasta-Inka mit ihrer Kuppelsendung gut und gerne TVtotal, die heute-show und andere satirische TV-Formate.
Schaltet ruhig mal rein, es lohnt sich ^^

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Die Vögel sind los: unsere Angry-Birds-Party


Wie angekündigt, fand am vergangenen Wochenende unsere Angry-Birds-Party zum 4. Geburtstag statt. Jeder Versuch im Vorfeld, das Motto auf ein bekannteres à la Micky Maus, Raupe Nimmersatt (denn dazu habe ich die passende Backform ^^) oder Winnie Pooh umzulenken, scheiterte kläglich. Es sollten definitiv die wütenden Vögel sein.
Heutzutage gibt es ja bekanntlich nichts, was es nicht gibt, so auch Partyzubehör mit den Angry Birds in Form von Bechern, Tellern und Strohhalmen. Der Deko-Grundstein war also gelegt, nun galt es noch, den kreativen Aktionismus in "gevögelte" Bahnen zu lenken, um Kinder- und Erwachsenenaugen an diesem besonderen Tag zum Strahlen zu bringen. Dank Pinterest (und vielen Mamas, die schon vor der gleichen Aufgabe gestanden haben wie ich) mangelte es nicht an Inspirationen, die nun auf ihre Umsetzung warteten.

Obwohl die Party erst um 15 Uhr beginnen sollte, konnte ich Fiona morgens nicht davon überzeugen, ihr Geburtstagsoutfit noch ein paar Stunden im Schrank zu lassen. Während meine Mama und ich also den Raum dekorierten, rückte Fiona in ihrem Minnie-Kleidchen die Teller, die wir kurz zuvor auf den Tisch gestellt haben, nochmal zurecht, verteilte die Strohhalme ("Also ich nehme den Bombenvogel!"), naschte hier und da von der bunten "Vogelkacke" und schnappte sich heimlich eine Partytröte, um unsere Arbeit "musikalisch" zu untermalen und uns schon mal ein bisschen einzustimmen auf das, was kommen würde. Am Vorabend hatte ich bunte Luftballons aufgeblasen und ihnen mit Hilfe einer Vorlage Angry-Birds-Augen und -Schnäbel verpasst. Diese Biester wollten nun aber nicht so an der Gardinenstange hängen, wie ich es mir vorgestellt hatte, sondern sie drehten sich frech weg und schauten eher auf den Fußboden oder aus dem Fenster, statt in Richtung des Geburtstagstisches. Verdammte Schwerkraft! Universalhelfer in der Not? Doppelseitiges Klebeband! Dank meiner Mama präsentierten sich sowohl ein gelber als auch ein roter Vogel auf einer klassischen Obsttorte, zweifelsfrei das Kuchen-Highlight schlechthin! Da Vögel ja sicher auch mal Raupen fressen, konnte auch meine Raupen-Backform noch mal zum Einsatz kommen (ha!). Und die verkleidete Wassermelone ist auf Fionas Geburtstag ja schon fast zur Tradition geworden. Letztes Jahr, zur Unterwasserparty, war es der Melonen-Hai, in diesem Jahr saß ein Melonen-Schwein mitten auf dem Tisch, zugleich ein wunderbarer Platz zum Einstecken der Wunderkerzen. So ein bisschen "Traumschiff" gehört für mich einfach dazu ;)

Als die kleinen Gäste nach und nach eintrudelten, wurde erstmal mit RobbyBubble-Sekt aus Angry-
Birds-Bechern angestoßen und sich anschließend über das Kuchen-Buffet
hergemacht. "Ich kann das schon alleine, ich bin schließlich schon 4!" ist seit dem Geburtstag der Standardsatz geworden, der bei jeder sich bietenden Gelegenheit angebracht wird. So auch im Zusammenhang mit Scheren, Messern oder anderen Gegenständen, die früher einfach nur "nein" hießen. Sichtlich stolz führte das Geburtstagskind nun also das große Messer durch die Angry-Birds-Torten (mit Hilfe natürlich) und löste bei meiner Oma spontanes Schwitzen aus ;)
Möchte hier jemand Schlagsahne dazu?

Nach dem Kaffee und dem Aufreißen der Geschenke ("Oooohhhh Oktonauten! Oooohhhh LegoFriends! Oooohhhh Sendung mit der Maus!") nutzten wir spontan das schöne Wetter (ok, "schön" ist vielleicht übertrieben, aber bei einer angesagten Regenwahrscheinlichkeit von 90% ist es tatsächlich gerade mal schön, wenn es nicht schüttet wie aus Kübeln...) und gingen ausgerüstet mit Matschhosen und wetterfesten Jacken in den Garten. Dort wurden Trampolin und Klettergerüst von 4 spielenden Kindern auf Herz und Nieren geprüft - Test bestanden! Wieder im Warmen haben die Kinder mit mir gemeinsam eine Runde gesungen und getanzt, vom grünen Frosch im Teich bis zum Schwein mit dem Ringelschwanz, und mit Klanghölzern und anderen orff'schen Instrumenten das Lied von den Störchen begleitet, die im Winter nach Afrika ziehen. Fiona bekam ihr Geburtstagsständchen "Hoch soll sie leben" und wurde vor Freude quietschend von Mama und Papa im Stuhl bis an die Zimmerdecke gehoben. "Dreiiii Maaaaal hoooooch!"

Schon am Vortag habe ich mit den Vorbereitungen für das Gipsfiguren-Anmalen begonnen, denn der Gips sollte 24 Stunden Zeit zum Trocknen haben (weil ich versehentlich mehr Gips angerührt hatte, als ich für ein Mal gießen benötigte, wurden zusätzlich zu den Schmetterlingen und Libellen aus dem Set kurzerhand noch die Formen in den Knetebehältern missbräuchlich verwendet und ergaben ganz niedliche kleine Gipstierchen). Beim geburtstagsvorbereitenden Stöbern auf amazon stolperte ich nämlich vor Kurzem über so ein Set und fühlte mich schlagartig zurückversetzt in das Jahr 1994, als das Gießen und Anmalen von Dinosaurierfiguren das Highlight schlechthin auf meinem eigenen Geburtstag gewesen ist. Dass ich als Einzige auf dem Bild nicht so glücklich aussehe, liegt übrigens nicht an den Gipsfiguren, sondern daran, dass man seinen Gästen üblicherweise den Vortritt lässt und dem kleinen Steinbock im zarten Alter von 7 Jahren das alles andere als einleuchtete ^^


Zurück in 2013: mit großen Augen schnappten sich die kleinen Gäste Pinsel, Farben und Gipsfiguren und zauberten wunderschöne Mini-Kunstwerke, die wir anschließend noch mit Magnetfolie beklebten, damit sie zu Hause den Kühlschrank verschönern können. Ich staunte wirklich, wie konzentriert und ausdauernd sich die vier Vierjährigen mit ihren kleinen bunten Figuren beschäftigt haben! Auf einem echten Mädchengeburtstag darf natürlich der Glitzer auch nicht fehlen, deshalb gab es erst welchen für die Gipsfiguren und danach noch welchen für die Kinderarme in Form eines stylischen Tattoos. Große Aufregung bei den Mäusen! Das gewünschte Motiv wird aus der Folie ausgeschnitten und mittels Handwärme auf die Haut übertragen. Auf dieses durchsichtige Klebemuster pinselt man dann den Glitzer in lila oder türkis und pustet den überschüssigen Glitzerstaub weg (in der Geburtstagsversion wünscht man sich dabei auch etwas ;). Um mit der Technik vertraut zu werden, probierte ich eines dieser Special-Tattoos am Abend vorher bei mir selber aus. Es funktionierte tatsächlich und zeigt sich bis heute sichtlich unbeeindruckt von Wasser und Seife. Gut, dass ich eh mit Kindern arbeite, da darf man sowas tragen ^^

Hinterher spielten wir noch - allerdings indoor - das Angry-Birds-Outdoorspiel, bei dem man dicke Stoffvögel auf das auf einer kleinen Holzblockkonstruktion sitzende Gummischwein werfen und möglichst viele Punkte erzielen muss. Meine große Tüte Modellierballons hatte ich natürlich auch mitgebracht. Nachdem sich die Kinder ihre Lieblingsfarbe ausgesucht hatten, durften sie mir beim Aufpumpen ihres Ballons mit der kleinen Pumpe helfen. Nachdem die Ballons alle gut gefüllt waren, knotete ich fleißig im Ring sitzende Papageien, die die Kinder dann mit Wackelaugen und einer Schwanzfeder beklebten.
Während ich noch am letzten Papagei rumknotete, stand schon das Abendessen auf dem Tisch. Für die Kinder gab es Spinnennudeln (wahlweise Vogelnester, Tausenfüßler oder schlicht und ergreifend Würstchennudeln), ebenfalls nach einer Idee von Pinterest. Mit zwei kleinen Augenpunkten gehen die Spinnen sicher auch super als Halloween-Mahlzeit durch: einfach Würstchen in Stücke schneiden, die noch harten Spaghetti durch die Wurst-Stücke stecken und alles in einem Topf mit Wasser kochen. Als kleiner gesunder Snack warteten in Anlehnung an das Motto der Party noch "Schweinenasen", die ebenfalls reißenden Absatz gefunden haben.

Nach einem gemeinsamen Mama-Kinder-Tanz wurden draußen im Dunklen noch ein paar Wunderkerzen angezündet, die Kinder bekamen ihre Mitgebsel-Tütchen (mit Angry-Birds-Lolli, Flummi, Malseife, Partytröte etc.), verabschiedeten sich voneinander und fielen wohl alle hunde- (oder sollte ich besser sagen vogel-)müde ins Bett. Fiona war sehr glücklich und fragte beim Schlafengehen, wann sie denn das nächste Mal Geburtstag habe. Ich verriet ihr, dass es noch ein ganzes Jahr dauert und ergänzte für sie unhörbar ein leises "zum Glück...", als ich mindestens genauso k.o. das Licht ausknipste :)

Montag, 7. Oktober 2013

Endlich 4!

Mein liebes Geburtstagsmädchen,

du liegst inzwischen glücklich bis in die Zehenspitzen und völlig k.o. von deinem aufregenden ersten Tag als Vierjährige in deinem Bett, während ich vor 4 Jahren um diese Zeit gerade im Krankenhaus angekommen war und die Frage, wie man mir helfen könne, mit "Ich glaub, ich krieg ein Kind" beantwortete... Unglaubliche 4 Jahre sind sie her, die letzten Wehengebirge auf dem CTG und diese heftigen "Rückenschmerzen"...
Jetzt bist du plötzlich groß, singst alle Strophen vom uralt-Zuckowski-Geburtstagsschlager "Wie schön, dass du geboren bist" mit, backst mit mir gemeinsam deinen Regenbogenkuchen, bastelst gewissenhaft und geduldig an deinem großen Lego-Friends-Bausatz und kümmerst dich aufopferungsvoll um deine BabyBorn, die so schwer geworden ist, dass sie "schon 30 Grad wiegt".
Du liebst das Reisen, das Feiern und die kleinen runden Babybel-Käse. Du interessierst dich für so Vieles, kannst dir besonders englische Wörter sehr gut merken ("MAMA, der Pilot hat eben "clouds" gesagt, das heißt Wolken!!!"), dafür aber nicht so gut, ob das Schild an der Hose nach vorne oder nach hinten gehört. Du bekommst manchmal einen mittelschweren Bock, weil du nicht barfuß laufen, sondern dir Socken anziehen sollst, aber im nächsten Moment kommen aus deinem Knutschmund so süße Sachen wie (zu deiner Familie beim Geburtstagskaffee) "Ihr seid die besten Freunde, die man sich wünschen kann!". Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich vermuten, dass da ein kleiner gehörnter Mama-Steinbock tief in deiner ausgeglichenen Waage-Seele schlummert, aber der verwächst sich bestimmt noch :)
Aber ganz egal, ob Steinböckchen oder Waage, jeder Tag mit dir ist etwas ganz Besonderes.
Jeder Tag ist einmalig, die Zeit vergeht viel zu schnell!
Jeder Tag hält Herausforderungen und Überraschungen für uns bereit, an denen wir wachsen und von denen wir lernen, du als Kind genauso wie ich als Mama.
Du bist das Glück, für das es keine Worte gibt und das Puzzleteil, von dem ich vorher nicht gewusst habe, dass es fehlt.
Ich bin sehr stolz auf dich, mein großes Mädchen, und würde für dich barfuß bis ans Ende der Welt gehen, wenn ich wüsste, dass du dort auf mich warten und mit erhobenem Zeigefinger meckern würdest, weil ich keine Socken trage...

Ich liebe dich.
Deine Mama




"Ich bin vier! Ich kann schon mit einem Messer umgehen!"

Raupenkuchen für die Kita



Der süße Sorgenfresser, geschenkt von meiner besten Freundin - dem schmeckt auch Wut - mjam :)


Geburtstagsüberraschung vom Italiener unseres Vertrauens: die Liemhasi-Pizza als Special Edition