Mittwoch, 25. Januar 2012

Blogparade #3

Es ist wieder Zeit für einen neuen Blogparaden-Post. Diesmal ist das Thema wie für mich gemacht, was habe ich gejubelt beim Lesen:
"Bücher damals und heute"

Was für eine tolles Motto - dazu fällt mir Einiges ein, also holt euch einen Kaffee/Tee und eine Tafel Schokolade, flackt euch auf's Sofa und öffnet parallel euren Amazon-Warenkorb :) Ich werde alle genannten Buchtitel direkt verlinken, damit ihr es leicht habt, falls euch das ein oder andere Buch interessieren sollte. Wenn dem so ist, freue ich mich natürlich, wenn ihr das im Kommentar erzählt.
Hierda und dort sind die Sponsoren dieser Woche verlinkt.

Bücher kann man nie genug haben, ich jedenfalls nicht. In meinem Schrank warten unzählige von ihnen darauf, gelesen zu werden (Asche auf mein Haupt), aber wenn mir online oder im Buchladen etwas Schönes über den Weg läuft, muss es eben mit. Für später...Die Billy-Regale platzen aus allen Nähten, manchmal denke ich, es wäre "billy"ger (haha! sorry, der musste einfach sein...), sich einfach mit ein paar Stunden Zeit in eine Buchhandlung zu setzen... So many books, so little time.
Die Faszination für Bücher liegt bei uns wohl in den Genen. Als meine Mama in ihrer Kindheit mehr zufällig an einen Stapel alte Kinderbücher gekommen ist, war sie Feuer und Flamme dafür. Sie liebte Bücher schon, bevor sie welche besessen hatte und reiste unermüdlich ein um's andere Mal mit Peggy nach Ägypten. Neben vielen anderen, die in der Zwischenzeit dazu gekommen sind, besitzt sie dieses Buch auch heute noch; es ähnelt mittlerweile aber eher einer losen Seitensammlung. Kurz vor ihrem 60.Geburtstag bin ich zufällig auf Band 2 der Peggy-Reihe gestoßen, den eine Online-Buchhandlung für 1,30€ los werden wollte. Ein kleines Geld für die Menschheit, ein unschätzbarer Wert für meine Mama. Die Tränen bei der feierlichen Übergabe am Geburtstag sagten mehr als 1000 Worte...

Die Möglichkeit, mit einem guten Buch völlig abzutauchen, sich entführen zu lassen, mitzufiebern, -zu lachen und -zu weinen und dann wie aus einem Traum aufzuwachen, begeistert mich immer wieder auf's Neue. Wobei ich sagen muss, E-Book-Reader oder Kindle-App sind nicht das gelbe vom Ei. Klar, es geht schnell (Click, Buy, Read), es ist komfortabel, es ist individuell (schließlich kann man sich die Schriftgröße einstellen) aber es ist eben doch kein Buch. Für zwischendurch ganz nett und auf dem Handy auch immer dabei, aber wenn ich mich hinsetze um zu lesen, möchte ich mein Buch auch in der Hand halten. Ich möchte es riechen, ich möchte die Seiten anfassen, ich möchte blättern, ich möchte mir Seitenzahlen merken und sie sofort nach dem Zuschlagen wieder vergessen und ich möchte sehen, wie viel ich schon gelesen habe und wie viel noch kommt.
Meine ganz persönliche Büchermacke ist die, dass ich Bücher nicht gebraucht lesen kann. Für andere sind gerade Bücher mit Geschichte interessant, die seit Jahrzehnten in Bibliotheken rumstehen und immer mal wieder mit jemandem nach Hause gehen. Für mich nicht. Schulbücher mit Jahresstempeln und 20 krakligen Kinderunterschriften verlangten große Überwindung, wenn ich aus ihnen lernen sollte (ein Hoch auf das Internet!). Wenn man dem Bio-Buch angesehen hat, wie viele "Generationen" sich mit seiner Hilfe schon über Sexualkunde informiert hatten (diese inzwischen sogar mit Erfolg angewandt hatten!), schüttelte es mich und ich war froh, es Ende des Schuljahres den Nächsten überlassen zu können.
Ein Buch muss jungfräulich sein und aussehen wie neu. Büchervergewaltigungen wie extremes "Aufbiegen" zum Lesen oder gar das falschrum Ablegen auf die Liege am Strand (statt Lesezeichen) fügen mir körperliche Schmerzen zu. Wenn ich Bücher lese, dann schlage ich sie so wenig auf, dass es gerade so zum Lesen genügt, damit sie auch für ein eventuelles zweites Lesevergnügen noch wie neu sind. Ihr lacht jetzt vielleicht, aber es hat ja so jeder seine Macke ^^
Ich lese am Liebsten Bücher aus der Ecke "Humor", also Tommy Jaud, Axel Hacke, Tobias Kaufmann, Markus Barth, Horst Evers, etc. und genieße es in vollen Zügen, witzige Stellen zwei oder sogar drei Mal zu lesen und immer wieder laut loszulachen. Ein wirklich gutes Buch ist es, wenn es mich entweder zum Lachen oder zum Weinen bringen kann. Aber lieber Ersteres.

Kinderbücher sind ja eine ganz besondere "Spezies". Ich fand sie schon toll, bevor ich Mama geworden bin. Meine absoluten favourites als Kind waren die Bücher vom Hasen Felix, der auf Weltreise ist und seiner Sophie mit der typischen Hasen-Krakelschrift Briefe aus fernen Ländern schreibt....Hach, schön!
Seitdem Nona auf der Welt ist, kann ich diese Vorliebe für Kinderbücher nun endlich auch ausleben. Das Motto-Foto der Testmama vom Bücherregal ihrer 3 Kinder ließ mich ein bisschen grinsen, denn fast genau so sieht unser Bücherregal im Kinderzimmer aus, nur mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass hier nur ein Kind wohnt...Ich schätze, das Kindergeld aus einem ganzen Jahr Elternsein ist schon komplett in Bücher geflossen, aber es gibt einfach zu viel Schönes! Die Begeisterung für den Lesestoff habe ich schon erfolgreich an die Prinzessin weitergegeben. Mit einer stattlichen Sammlung von 3 vollen Regalen hat sie mit gerade mal 2 Jahren schon mehr Bücher, als manch einer, bis er volljährig ist. Lieblingsbücher gibt es einige, die sie sich ganz gezielt greift, wenn Schlafenszeit ist oder wenn eine längere zu erwartende Töpfchen-Sitzung ansteht. Die Beschränkung fiel mir dieses Mal wirklich schwer, aber ein einziges Lieblingsbuch gibt es einfach nicht. Es gibt eine Hand voll (oder zwei Hände...), die ich wirklich schätze und die Fiona auch immer wieder auf's Neue "liest". Nach Kategorien unterteilt möchte ich euch diese hier kurz vorstellen.

Erstes Lesen: Bilderbücher

Okay, zugegeben, das allererste Buch stand schon im Regal, bevor das Kind auf der Welt war. Ein Afrika-Pop-Up-Buch mit wilden Tieren, die einem entgegen kommen, wenn man die Seiten aufschlägt. Als Special sind kleine Reinschiebe-Rauszieh-Kärtchen in einer Lasche am Seitenrand versteckt mit Informationen über Vorkommen, Nahrung, natürliche Feinde, etc. Das interessierte mein Mausekind herzlich wenig. Man beschränkt sich seither also auf die Information "Löwen? Afrika", denn die Karten wurden fein säuberlich in ihre Einzelteile zerlegt. In den ersten 2 Lebensjahren (also bis vor kurzem) hatte ich nur damit zu tun, das Buch vor non'schen Übergriffen zu schützen, denn zu gerne hätte sie zusätzlich zu den Karten noch dem Elefanten den Rüssel und der Giraffe den langen Hals entfernt. Es hat überlebt und wird mittlerweile gerne gelesen. Das wirklich erste "Lesen" fand im zarten Alter von etwa 6 Monaten statt. Quietschige Badebücher sind sicher auch in jeder Familie vorhanden, die stelle ich jetzt hier nicht extra vor. Fionas erstes, wirklich großes Buch war "Diese Tiere kenn ich schon" von Maria Wissmann, ein sogenanntes Fühl- und Streichelbuch. Diese Bezeichnung trifft's: vernachlässigbar wenig Text, keine zusammenhängende Geschichte, nur unglaublich niedliche Tiere mit Anfass-Faktor, d.h., Fell, Schuppen, Panzer, etc. zum Streicheln und Fühlen. Dieses Buch ist unkaputtbar und entlockte ihr eines der ersten Küsschen (auf's Krokodil).


Ein Buch namens "Piep, Piep, Piep" von Soledad Bravi erfreute sich ebenfalls großer Beliebtheit. Die Zeichnungen sind allesamt ein bisschen abstrakt und nicht so klischee-schön, wie man sie vielleicht erwartet. Gerade das macht den Reiz dieses Buches aus. Auf jeder Seite sind ein Tier oder ein Gegenstand und der dazugehörige Laut abgebildet/beschrieben. Die erste und letzte Seite enthalten alle Bilder des Buches im Mini-Format und eignen sich hervorragend als Suchbild. Mit gerade mal 12 Monaten konnte Fiona zwar weder ihren Namen noch ihre Standard-Bedürfnisse artikulieren, aber "Wie macht der Löwe?" - "Roooaaaaar" klappte schon einwandfrei. mein persönliches Highlight in diesem Buch ist: "Wie macht die Steckdose?" - "NEIN!"


Die Reihe "DUDEN Kennst du das?" ist auch zu einem unverzichtbaren Begleiter geworden. Stellvertretend für viele schöne Themenbücher seht ihr hier "Die Tiere". Sie sind nicht nur unterteilt nach Bauernhof und Wildnis, sondern auch nach "Stark", "Groß" oder "Schnell".


Erstes Einschlafen: Gute-Nacht-Bücher

Gerade Gute-Nacht-Bücher gibt es ja wie Sand am Meer, darunter aber leider viele nicht so berauschende.
Ein Süßes, politisch wohl nicht ganz Korrektes, ist "Gute Nacht, Gorilla" von Peggy Rathmann, gerade so lang, dass Mama nicht stundenlang an das einschlafende Kind im Bett gefesselt ist. Der Zoo-Wärter verabschiedet alle Tiere mit den Worten "Gute Nacht, ....." und geht dann nach Hause. Praktischerweise wohnt er direkt gegenüber des Zoos ^^ Der Gorilla, der als erster verabschiedet wird, schnappt sich unbemerkt den Schlüsselbund, geht heimlich hinter dem Wärter her und lässt alle Tiere aus ihren Käfigen. Diese ganze Meute stapft dann gemütlich hinter dem Wärter hinterher bis in dessen Schlafzimmer :) Ein wirklich schönes Buch, worüber sich Fiona schon oft amüsiert hat. Denn dass Giraffe, Hyäne & Co. nicht in's Schlafzimmer gehören, das wissen auch schon die Kleinsten.


Das zweite Einschlaf-Buch, was ich vorstellen möchte, heißt "Wenn Kuscheltiere schlafen gehen" und ist deshalb so schön, weil man den Text auf die Melodie des Liedes "10 kleine Negerlein" singen kann (da "political correctness" ja mittlerweile große geschrieben wird und man "Negerkuss" bzw. "Mohrenkopf" nicht mehr sagen darf, frage ich mich ernsthaft, wie dieses Lied umbenannt wurde... allen bekannt dürfte jedenfalls die Toten-Hosen-Version sein: 10 kleine Jägermeister...whatever).
Im Buch machen sich 5 Kuscheltiere langsam bettfertig und eins nach dem anderen knackt schon weg, bevor es im Bett ist.
(Zitat Giraffe aus "Madagascar": "Ich glaub, ich muss.....*schnarch*)
"Zwei müde kleine Kuscheltiere waschen Hals und Beine. Beim Zähneputzen schläft eins ein, bleibt munter dieses eine..."
Sie schlafen z.B. ein beim Pullern, beim Zähneputzen, beim Singen und auf dem Teller beim Essen, weil sich "Brei" so schön auf "drei" reimt :) Witzige Situationen, die Madame immer wieder einen herzhaften Lacher entlocken.



Erstes Lernen: pädagogisch wertvoll

Als Lehrer (und Sprachfetischist) fährt man natürlich besonders auf pädagogisch wertvolle Bücher ab, die neben dem gut vermittelten Lerninhalt auch noch ansprechend aussehen und schön gezeichnet sind. Korrekte Sprache ist nicht immer selbstverständlich, so bin ich schon im einen oder anderen Buch über ein nicht existentes Versmaß gestolpert und musste ein Buch kopfschüttelnd zurück in's Regal stellen. Das ist vielleicht jetzt wieder ein Macke, die nicht von allen nachvollzogen werden kann, aber wenn Sprache, dann bitte richtig.
Zu 100% unterschreiben würde ich Inhalt, Ausdruck und Darstellung des Büchleins "Vier auf großer Fahrt" von Hans-Christian Schmidt ("Ein Hund packt seine sieben Sachen. Er will an's Meer, mal Urlaub machen..."). Dem einen zu-Fuß-Hund begegnet ein Hund auf einem Roller, der ihn kurzerhand mitnimmt. En paar Kilometer später hat der Roller einen Platten und es hält ein dritter Hund im Auto. Beim Umklappen der Seite sieht es so aus, als säßen die Hunde nun im Auto, weil ihre Schnauzen durch die vorher leeren Fenster gucken. Als dann auch noch das Auto seinen Geist aufgibt, kommt ein Hund im Bus und nimmt die anderen 3 mit. Gemeinsam fahren sie an's Meer und gehen baden. Auf der letzten Seite gibt es sogar eine Welle zum Umschlagen. Wirklich ansprechend und uneingeschränkt zu empfehlen:


Ein herrliches Quatschbuch mit verstecktem Lernfaktor ist "Eins zwei drei Tier" von Nadia Budde. Als ich diesen Schatz vor einiger Zeit zufällig im Buchladen entdeckte, war die Freude dementsprechend groß. Mittlerweile brauche ich nur noch auf das letzte Bild jeder Seite zeigen und Fiona ergänzt das fehlende Reimwort alleine und amüsiert sich darüber.
"Am Fenster, im Bett, am Tisch - FISCH"
(Inzwischen haben wir alle Bücher von Nadia Budde zu Hause...auch "One two three - ME", mindestens genauso schön. Das gleiche Buch und doch ganz anders! "Sue, Molly, Claire - BEAR")


Englische Kinderbücher gibt es in Fionas Bücherregal auch ein paar, denn nie mehr wird ein Kind so frei und so selbstverständlich mit einer Fremdsprache umgehen, wie im zarten Kindergartenalter.
Nicht, dass ihr mich falsch versteht - das hat nichts mit zweisprachiger Erziehung zu tun (was in meinen Augen auch nur funktioniert, wenn Mama und Papa wirklich verschiedene Muttersprachen haben). Man kann so gut Englisch sprechen, wie man will. Einen echten "native speaker" wird das nicht ersetzen. Aber ab und zu mal ein Buch auf Englisch lesen oder Originalfolgen der Muppet Show (sie liebt es!) gucken, kann nicht schaden.
Schöne und einfache englische Kinderbücher gibt es von Sandra Boynton.
Wir haben die "Birthday Monsters" (sehr niedlich!), "The Going-to-bed-book" und "Blue Hat, Green Hat", ein kleines aber feines Büchlein mit wenigen, dafür aber sehr ausdrucksstarken Bildern. Die Tiere ziehen beispielsweise ihre Hosen an: einer eine rote (red pants), einer eine gelbe (yellow pants), einer eine grüne (green pants) und der Truthahn, der immer als letztes kommt, zieht sie sich über den Kopf. Darunter steht: "Oops!". Die Farben wiederholen sich auf jeder Doppelseite, die Kleidungsstücke wechseln. Der Truthahn macht wie gesagt immer etwas falsch, dazu der Kommentar "oops", über den sich Fiona wirklich krumm und schief lacht. Mittlerweile kommentiert sie das Ganze sogar so: "Hahaha hihihi, guck mal, Mama, der hat den Schuh auf dem Kopf. Der kommt doch an den Fuß!!"
Sehr richtig, mein Kind, sag das mal dem Truthahn!


Erstes Staunen: die Specials

Von der "Licht an!"-Reihe habe ich hier im Blog schon mal berichtet, das sind die Bücher mit der Taschenlampe. Diese handlichen, kleinen Bücher mit den dicken Seiten und den bunt bedruckten Folien vor schwarzem Hintergrund sind der Renner im Regal. Mit einer kleinen Papiertaschenlampe (weißer Lichtkegel vorne dran) kann man den Dschungel, die Stadt bei Nacht, den Zirkus, den Bienenstock, die Dinosaurier, die Burgen, etc. beleuchten und genauer untersuchen. Es hat ein bisschen was von Schlüsselloch-Gucken und übt eine wahnsinnige Faszination auf unsere Prinzessin aus. Am liebsten wird das "Tief im Meer"-Buch angeschaut. Inzwischen benennt sie zielsicher Fischarten, von denen ich vor dem Buch noch nie etwas gehört habe...Es ist so süß, wenn sie "Muräne" sagt ^^
Da die Taschenlampe nach dem Raustrennen lose im Buch rumschwirrt, kann es schon mal vorkommen, dass sie in den Tiefen der kindlichen Spielzeugtruhe verschwindet. Dafür gibt es zwei Lösungen: die Billige - einfach eine Neue basteln aus Papier, hauptsache, vorne ist sie weiß oder die teure Müller'sche - genug Bücher von dieser Serie im Schrank haben. Irgendwo findet sich dann schon eine Lampe... *räusper*


Ein weiteres Special ist die Reihe von Guido Genechten mit dem kleinen weißen Fisch.
Das Besondere ist, dass die Grundfarbe der dicken Seiten schwarz ist und die bunten Farben dadurch viel strahlender und leuchtender erscheinen als auf weißem Hintergrund. Der kleine weiße Fisch hat seine Mama verloren und macht sich auf die Suche nach ihr. Dabei begegnet er dem Krebs ("Bist du meine Mama?" "Nein, ich bin der Krebs und ich bin rot"), dem Seestern, dem Tintenfisch, etc. Happy end gibt es natürlich! Lernschwerpunkt sind hier die Farben, bei anderen Büchern dieser Reihe Präpositionen, räumliches Denken, Emotionen.


Wenn Kinder krank sind, leiden Mama und Papa ja gleich mit. Da würde man der kleinen Maus oder dem kleinen Prinzen nur zu gern ein paar seiner Beschwerden abnehmen, wenigstens die laufende Nase... Krank sein ist doof! Man muss im Bett rumliegen, essen ist nicht das Wahre, man muss mehr trinken als einem lieb ist (und manchmal auch nicht sehr leckere Säfte!), ständig kommt einer mit dem Po-Piekser zum "Fieber nässen", bei Fr.Doktor muss man den Mund aufreißen und so richtig Lust hat man weder auf die Eisenbahn noch auf's Puppenhaus. Aber da gibt es was dagegen (nein, nicht von Ratiopharm): ein Buch namens "Hatschi" von Cally Stronk, was wunderbar auf das Thema "Krank sein" eingeht und zeigt, wie es einem schnell wieder besser geht. Da hilft der Tee von der Eule (Nona: "Oh, eine Tasse Kaffee!"), der Apfel von den Ameisen, die Sonne, die der Hirsch durch's Fenster zeigt, die frische Luft, die der Vogel rein lässt und natürlich der Kuss von der lieben Mama.


Ewiger Dauerbrenner und wegen der Thematik ein Special ist "Luca fliegt in den Urlaub" von Sonja Fiedler-Tresp.
Fiona ist ein absoluter Urlauber und genießt ihre "Ferien" in der Sonne in vollen Zügen. Als ich erwähnte, dass wir ganz bald in den Urlaub fliegen, war sie hellauf begeistert, zog ihre Badelatschen an und wollte sofort losgehen. Es endete in Weinen, Kreischen und Jammern und letztendlich in einem Besuch im Reisebüro (!), bei der die nette Reisebürofrau in den Katalogen gezeigt hat, wo man überall Urlaub machen kann ^^ Wenn man fragt, was sie denn im Urlaub machen möchte, antwortet sie meistens mit "schwimmen" und "am Strand liegen", hat's also im Wesentlichen erfasst :) Flugzeuge machen ihr keine Angst, im Gegenteil! Das ganze hektische Treiben am Flughafen findet sie ungemein spannend und kommentiert jeden Arbeitsschritt des Bodenpersonals, den sie aus dem Buch mittlerweile aus dem EffEff kennt. Ein Mal musste ihr "Liemhasi" auf das Laufband am Security Check zum Durchleuchten. Das erzählt sie bis heute!
Wer also vorhat, mit seinem Kind zu verreisen, sollte dieses lustige Klappen-Buch auf jeden Fall als Vor- oder Nachbereitung in der Sammlung horten ^^


An dieser Stelle frage ich mich ernsthaft, ob hier noch jemand liest oder ob schon alle runtergescrollt haben... Es ist echt lang geworden, aber da ist diesmal wirklich das Thema Schuld! Dafür werde ich mich beim Thema "Lieblings-Filme" (falls das ein Thema der Blogparade sein sollte) sehr kurz fassen, versprochen. Für Filme fehlt mir das Sitzfleisch. Bin ja eher der Bücher-Typ, aber das wisst ihr wohl mittlerweile...

Ganz kurz noch was zu meinen Lieblingsbüchern rund um das Thema Schwangerschaft, Baby, Kind und Eltern:

ich stehe nicht sonderlich auf die klassischen Ratgeberbücher, weil ich grundsätzlich der Meinung bin, dass Eltern intuitiv wissen, was für ihr Kind das Beste ist und wie sie es beispielsweise dazu bewegen, vor Mitternacht dann doch mal schlafen zu gehen.
Reingeguckt habe ich Anfang der Schwangerschaft in "Wie ein Kind entsteht" (tolle Fotos! Aber von der ziemlich genau bebilderten Geburt am Ende und dem schmerzverzerrten Gesicht der Mutter wollte ich im zarten, ersten Schwangerschaftstrimester dann doch nichts wissen...) und nach der Geburt in "Hilfe, ich wachse" von Hetty van Rijt. Ansonsten sind die Ratgeber an mir vorbei gegangen. Ich wollte unterhalten werden (entertain me!) von Romanen oder Lexika, in denen mit einem Zwinkern und spitzer Zunge die Zeit als Eltern auf's Korn genommen wird und die habe ich zu Genüge gefunden. Hier mein best of:


Lasst mich raten - euer Tee ist kalt, die Tafel Schokolade leer und euer Amazon-Einkaufskorb voll...?
Ziel erreicht :) Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit. Gute Nacht.

Kommentare:

  1. Die Möglichkeit, mit einem guten Buch völlig abzutauchen, sich entführen zu lassen, mitzufiebern, -zu lachen und -zu weinen und dann wie aus einem Traum aufzuwachen, begeistert mich immer wieder auf's Neue - mich auch, liebe Viv und es begeistert mich, wie fleißig du warst - soooo ein langer Bericht - super!!! Aber schau noch mal bei der Testmama vorbei, ich glaube, du hast deinen Link vergessen!???
    Ganz liebe Grüße
    Sina

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    1. Hallo Sina, du warst aber schnell mit seinem Kommentar. Vielen Dank für dein Feedback :) Der Link bei der Testmama stimmt, war eben noch mal gucken...

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    2. Hallo,
      na bum... super langer Bericht :-) Musste beim Bücher auf die Strandliege legen ein bisschen schmunzeln -> ich bin so ein Bücherqueler ... ich entschuldige mich hiermit bei allen Büchern *gg*
      Lg, finestdads

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  2. Herrlich... ich liebe Bücher ähnlich innig wie du... und versuche auch nahezu verzweifelt diese Liebe an meine Tochter weiterzugeben. Inzwischen zeichnen sich erste Erfolge ab...
    Deine Empfehlungen sind wirklich toll, hier in der Kleinstadt ist die Auswahl im örtlichen Buchgeschäft nicht so prall und im stöbern ist einfach nicht das Gleiche...
    Bücher muss man besitzen, nicht nur leihen

    Liebe Grüße und immer her mit den Buchempfehlungen :)

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  3. Melde: Buch - äh Post durchgelesen ;-) ;-) ;-)

    Gruß elsie

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  4. Jetzt ist er da, dein Link bei der Testmama, also entweder spinnt mein PC oder es war gestern einfach schon zu spät für mich ;-)

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  5. nein ich habe nicht einfach runter gescrollt ich habe ALLES gelesen,
    die duden bücher haben wir auch, Josie liebt sie

    einen ebook reader würde ich mir nie kaufen, aber auch nur aus angst vor dem stromschlag in der badewann wenn er reinfällt*lach* ne auch weil ich lieber das buch in der hand habe etc

    aber ich gehöre zu den buch misshandlern von eselsohren bis zum falsch rum hinlegen statt lesezeichen, und nicht zu vergessen die bücher die alles schon eine runde im badewaser geschwommen sind!

    grüßle

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  6. Hallo ;-) Jaaaa das ist Bücherliebe ;-))) Freut mich von dir zu lesen ;-) werde wohl öfter vorbei schauen
    LG
    Murel

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  7. Ich habe es gelesen, danke dir ;-) Viele deiner Bücher haben wir auch hier stehen, beosnders Gute Nacht Gorilla wird hier sehr geliebt. Ich mag diese Aufgabe sehr, weil man auch viele neue Bücher kennenlernt

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  8. ein toller Bericht! das Licht an Buch findet unsere Jessica auch ganz toll!

    LG Maike

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  9. Ein toller Bericht. Ich fühle mich da auch angesprochen davon. Ich liebe Bücher und dementsprechend sorgsam werden sie bei mir gelesen.

    Die Licht an Bücher findet meine Kleine auch richtig klasse.
    Du hast eine schöne Auswahl herausgesucht.

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  10. Ich bin noch da, nicht eingeschlafen und habe bewusst Amazon nicht geöffnet, sonst wären wir nun arm (aber reich an Büchern). Du würdest dich sehr gut mit meiner Schwiegermutter verstehen (Deutschlehrerin :D), sie hasst es, sich von mir Bücher zu leihen, weil ich sie im wahrsten Sinne des Wortes "durch"lese. Ein Buch muss mit mir in die Badewanne, es muss sich mit mir ins Bett verkrümeln und es muss ganz ganz viel mitmachen. Wenn es ausgelesen ist, ist es nicht mehr gerade, sondern steht in einem Bogen (und zugegeben, ich ärgere mich darüber selbst ein wenig, wenn ich sie dann im Regal sehe - ein Grund mehr so viele ins Regel zu quetschen, dass sie wieder gerade scheinen).

    Deine Vorliebe für lustige Bücher teile ich (und dazu gehören für mich unbedingt noch Kaminer, David Safier und der dritte, dessen Namen mir gerade nicht einfallen mag).

    Sobald ich Zeit habe, komme ich wieder (und werde Amazon auf einem weiteren Tab offen halten!)

    Liebe Grüße
    Kerstin
    (P. S. auf dem Foto sind nur unsere Kinderbücher, die im Spielzimmer stehen, wir haben noch zwei Kinderzimmer :D)

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  11. Ein toller Bericht und so viele interessante Buchtipps!

    Ich muss aber gestehen: Wenn ich nicht auch gebrauchte Bücher kaufen würde, wäre ich wohl schon pleite! ;-)
    Das hat allerdings dazu geführt, dass mich antiquarische Kinderbücher interessieren.....

    Liebe Grüße
    Stephanie

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