Sonntag, 18. September 2011

Schweineherbst

Am ersten Tag der aktuellen Krankheit, an dem die Mandeln so groß waren wie Bowlingkugeln, habe ich meinen Mann einkaufen geschickt: "Hol Joghurt. Viel Joghurt." Ich konnte nicht schlucken, trinken war schwierig, essen ging gar nicht.
Nun wirken die Medikamente langsam, die Mandeln haben einiges an Größe verloren, essen geht wieder und die probiotischen Kulturen kommen sicher bald Arm in Arm mit der linksdrehenden Milchsäure in Herden aus dem Kühlschrank...von alleine.

Das, was heute draußen stattfindet, ist kein Wetter, sondern ein Unfall. Deswegen haben wir statt Waldspaziergang einen entspannten, kreativen Sonntag Vormittag auf dem Teppich im Kinderzimmer verbracht. "Wollen wir ein Bild malen?" -"JAAAAAAAAAA"



Gestern Mittag gab es bei uns Traditionelles aus dem schwedischen Spezialitätenrestaurant:
Köttbullar (muss ich dazu schreiben, wie Nona sie genannt hat...?) mit Pilzen.
Kennt ihr das, wenn Kinder die Bestandteile der Mahlzeit, die ihnen nicht schmecken, nicht einfach liegen lassen, sondern so lange rumschieben bis sie vom Tellerrand fallen? Unser "Fallobst" waren die Pilze... Und dann hinterher noch ganz scheinheilig und fast erstaunt bemerken: "Oh! runter falln! Da, Mama! Ausschmeißen."
Pilze sind also - im wahrsten Sinne des Wortes - vom Tisch ^^

Beim "Faufen" hat sie sich FruchtTiger zum Trinken ausgesucht. Ihr liebstes Spiel ist momentan das absichtliche Buchstabenvertauschen, Hören wie es klingt und dann laut über den eigenen Witz lachen. So auch mit dem FruchtTiger.
Sie brabbelte so vor sich hin, hielt die Flasche in der Hand und sagte:
"Frucht-KiKa". (Zu viel TV am Mittwoch?!)
Eine Weile später: "Fruchtkicker. Haha."
Ich hoffe, sie hat in ihrem kleinen Kopf noch nicht abgespeichert "wenn Mama und Papa lachen, dann muss ich das öfter sagen", denn wir lachten noch 5 min später über ihre dritte Kreation: die mit dem "f" in der Mitte...

Pflichtbewusste Berliner gehen ja heute wählen. So auch Familie M.
Fiona wollte ihre "Bungis", die Gummistiefel, anziehen, die sind aber noch bei "Mautes" im Kindergarten.
Dann habe ich ihr erklärt, dass wir zu Fuß gehen und sie im Wagen fährt.
Nona (skeptisch): "Fuß im Wagen?!"

Das ist das Pendant zum Fuß in der Tür :) 
Wünsche allen einen entspannten Sonntag mit warmen Füßen, ob im Wagen oder in der Tür. Und ich freue mich sehr über 13 eingetragene Blog-Leser, herzlich Willkommen!

Kommentare:

  1. Hola,
    ich finde deinen Schreibstil so wunderbar erfrischend. Werde dir ab sofort folgen ;)
    Alles Liebe, Myriam

    http://blogginmyri.blogspot.com

    AntwortenLöschen
  2. Oh, vielen Dank, Myriam! Sowas hört man gern :)
    Liebe Grüße

    AntwortenLöschen